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Gelnhäuser Neue Zeitung, 06.02.2011

Ein Drama und ein glückliches Ende
2. Bundesliga: Die SVG-Männer steigen unerwartet ab, während sich die Frauen retten

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Bamberg (re). Trotz fantastischer Leistungen, Vereinsrekorden und ohne einen einzigen leistungsmäßigen Ausfall landen die Männer des SV Gelnhausen im Rückkampf der 2. Bundesliga im Schwimmen in Bamberg auf dem elften Platz und steigen überraschend in die Oberliga ab. Die Frauen des heimischen Großvereins schafften hingegen mit viel Geschick, aber auch dem nötigen Glück den Klassenerhalt.
MännerII steigen in die Oberliga auf Bei den geschockten SVG-Männern machten lediglich 232 Punkte am Ende den negativen Unterschied zu den bis kurz vor Schluss eng beieinander liegenden Mannschaften aus Chemnitz, Eschborn, Heidelberg und Erlangen aus. Sindelfingen hatte sich schon im Vorkampf weit abgeschlagen gezeigt.
Gute Nachrichten gab es indes für die SVG-Frauen. Die nach dem Vorkampf gerade noch auf einem Nichtabstiegsplatz rangierende Truppe ließ trotz dramatischer und fast krimiverdächtiger Ereignisse in Bamberg am Ende hauchdünn mit 34 Punkten die Konkurrenz aus Leutzsch hinter sich und verteidigte Platz zehn.
„Es war eine Klasseleistung der Mannschaft um Bo Heeger, die am Samstag durch die Weltreisende und kurzfristig aus Australien heimgekehrte Lynn Heeger entscheidend verstärkt wurde“, erklärte SVG-Sprecher Rolf Kunert.
Die Frauen mussten lange zittern, ehe das vorläufige Endergebnis den Weg zum Jubel wies. Sehr gute Nachrichten kamen dagegen aus Gelnhäuser Sicht aus Hofheim. Die von Achim Schneider betreute DMS-Landesliga-Männermannschaft des SV Gelnhausen holte im Aufstiegskampf um einen Platz in der Oberliga die entscheidenden Punkte und verteidigte den zweiten Platz in der Aufstiegsrunde vor Frankfurt III. Somit wird die Gelnhäuser „Zweite“ im nächsten Jahr ebenfalls in der Oberliga starten (ein ausführlicher Bericht zum Landesliga-Wettkampf folgt).

Endstand 2. Bundesliga Süd
Frauen
01. SG München I 47.229
02. TSV Hohenbrunn-Riemerling 46.201
03. SSV Nürnberg 43.361
04. SG Mainz 43.010
05. SC Chemnitz 42.780
06. SC Wiesbaden I 42.445
07. SSG Reutlingen/Tübingen I 41.312
08. TG Heudesheim 41.007
09. SG Karlsruhe 40.437
10. SV Gelnhausen 38.230
11. SSV Leutzsch I 38.196
12. VfL Sindelfingen I 36.751
Männer
01. SG München I 47.549
02. SG Mainz 47.331
03. TSV Hohenbrunn-Riemerling 22.759
04. SG Bamberg I 45.129
05. VfL Sindelfingen I 44.610
06. SSG Erlangen 44.050
07. SV Mannheim 44.011
08. SC Chemnitz 43.773
09. SCW Eschborn 43.738
10. SV Heidelberg 43.573
11. SV Gelnhausen 43.341
12. VfL Sindelfingen II 36.294


Zitterpartie mündet in Freudentränen
Wie sich die Heeger-Schwestem, Michelle Solzer und Co. zum Klassenerhalt hangelten

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Bamberg (re). Am Samstag machten sich die beiden SVG-Zweitliga-Mannschaften bei klirrender Kälte auf den Weg ins 180 Kilometer entfernte Bamberg. Sehr früh, wie sich herausstellte, die Gelnhäuser waren die ersten in der fantastischen neuen Schwimmhalle, der 50 Millionen Euro teuren sogenannten „Bambardos“-Therme, die unter anderen Becken auch eine teilbare 50-Meter-Bahn hat.
Frühes Kommen sichert gute Plätze für die Anfeuerung, die wieder einmal am lautesten von den Barbarossastädtern zu hören war. Der vordere Platz am Beckenrand war dafür ideal. Die SVG-Frauen starteten den Rückkampf mit der Jüngsten, Franziska Kunert (Jahrgang 99), die über 200 Meter Freistil trotz Erkältung ihre eingeplante Leistung bringen konnte. Bo Heeger (93) folgte sogleich und holte die erste Platzierung ganz vorne über 100 Meter Brust in fantastischen 1:12,91 Minuten.
Nach dem ersten Abschnitt in Bamberg ergab sich das gleiche Bild wie im Vorkampf, Gelnhausen hielt sich wacker vor Leutzsch – bis zum schmerzvollen Wettkampf 53, den 200 Metern Schmetterling. Über Lautsprecher kam nach dem Rennen die vernichtende Nachricht: Bahn vier wurde disqualifiziert, weil sie angeblich die Wand bei der Wende nicht mit zwei Händen, wie vorgeschrieben, berührt hat. Es war SVG-Schwimmerin Michelle Solzer (93) gemeint, die 18-jährige Liebloserin konnte es nicht fassen. Eine fantastische Zeit von 2:34 Minuten und die Punkte dafür waren weg. Da Solzer bereits fünf Starts hatte, durfte sie auch nicht nachschwimmen. Mit einem Schlag war Leutzsch an den SVG-Frauen dran, das sichere Polster der Gelnhäuserinnen dahin. Die weitere Frage war auch, was macht Sindelfingen? Dramatische Momente, Ungewissheit, konsternierte Mädchen, die versuchten sich gegenseitig zu trösten und wieder aufzubauen. Allen voran die drei Heeger-Schwestern, Bo, Lynn und Grit rissen die Mannschaft nun mit noch mehr Lärm und Anfeuerung nach vorn.
Wirnpernschlag Bei den letzten Rennen des Tages zeigten die Mädchen noch mal alles, was in ihren Kräften stand, und am Ende prangte die Zahl von 38230 Punkten auf dem Protokoll – ganze 34 Punkte vor Leutzsch. Aber reichte das vor Sindelfingen? Mit einer völlig aufgelösten Michelle Solzer und dem Rest, den weiteren, jetzt trotzig reagierenden SVG-Frauen, die einhellig meinten, „egal wie es ausgeht, wir haben alles gegeben, mehr war nicht drin“, fuhr der Gelnhäuser Tross wieder Richtung Heimat.
Sportwart Achim Schneider und Pressesprecher Rolf Kunert setzten den ganzen Abend alle Kommunikationskanäle in Gang, um an belastbare Ergebnisse zu kommen – es war wie verhext. Um 22.09 Uhr kam die erlösende Nachricht: Gelnhausens Frauen bleiben in der 2. Liga. Überglücklich lagen sich Solzer und Co. in den Armen, Sindelfingen lag am Ende über 1479 Punkte hinter den Gelnhäusern, letztlich lag es an 34 Punkten, ein Wimpernschlag bei einem 50-Meter-Rennen, die für die SVG-Amazonen den Klassenerhalt bedeuteten. Kein Wunder, dass insbesondere bei Michelle Solzer die Freudentränen liefen.


Frust paart sich mit Fassungslosigkeit
Warum Thomas Groß und Co. trotz einer Topleistung den Gang in die Oberliga antreten müssen

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Bamberg (re). Was im Vorfeld niemand im Lager des Schwimmvereins Gelnhausen gedacht hätte, trat am Ende doch ein. Obwohl der SVG eine der stärksten Mannschaften seit 2004 stellte, steigen die Mannen um Kapitän und Geschältslührer Dirk Janssen erhobenen Hauptes nach 13 Jahren aus der zweithöchsten Liga. im Deutschen Mannschaftsschwimmen in die Oberliga ab, wo sie im nächsten Jahr mit Gelnhausen II zusammen antreten werden.
Im Vergleich zum Vorkampf in der vergangenen Woche, wo der SVG den Wettkampf als Neunter auf einem Nichtabstiegsplatz abschloss, sahen die Vorzeichen ähnlich aus. Verhalten positiv gingen die SVG-Starter ins Becken. In aussichtsreicher Position mit Tuchfühlung nach oben, aber auch noch mit erkannter Gefahr im Hinblick auf die unteren Tabellenregionen, steigerten sich die Gelnhäuser Männer um 457 Punkte – und dennoch fehlten am Ende 232 Punkte, was etwas mehr als ein Wimpernschlag ist.
Thomas Groß brachte es fassungslos auf den Punkt: „Ich bin wahrscheinlich der erfahrenste SVG-Schwimmer mit über 100 Einsätzen in der 2. Bundesliga, aber so starke Gegner habe ich in 12 Jahren Wettkämpfen noch nie gehabt. In der 2. Bundesliga West wären wir ganz oben mit unserer Leistung. Die 2. Bundesliga Süd ist seit Jahren die stärkste zweite Klasse in Deutschland, das war diesmal unser Verhängnis.“ Im verflixten 13. Jahr in der Liga – einmal fiel 2010 der Mannschaftswettkampf ersatzlos aus – erwischte es die Gelnhäuser nun ausgerechnet mit der stärksten Mannschaft seit langer Zeit.
Da nützten auch all die verheißungsvollen Einzelergebnisse nichts: Vereinsrekord über 200 Meter Schmetterling durch Alexander Kunert (96) in 2:05,10 Minuten, fantastische Steigerungen und persönliche Bestleistungen bei den Altmeistern Thomas Groß und Dirk Janssen, erstklassige Leistungen von Hendrik Schamber (Jahrgang 95), Jia Xian Zhou (94), David Behnsen (88) und Alexander Brechtel (86) sowie grundsolide Ergebnisse von Julian Olbrich (96) und Felix Gundlach (90), der trotz seines Studiums in Gießen immer noch trainiert und der sich wunderte, dass er mit seinen Zeiten, die in den Vorjahren für Platz drei oder vier gereicht hätten, nun hinterherschwamm.
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Gegner präsentieren sich so stark wie nie Kopfschütteln herrschte im Gelnhäuser Lager angesichts der Schwimmer anderer Mannschaften, die in der Vorwoche in meist gleicher Besetzung rund 900 Punkte weniger brachten.
„Muskelpakete, wie man sie in den Vorjahren nicht gesehen hat“, beobachtete einer der eher schlanken, großen SVG-Schwimmer verwundert. Der Frust saß tief bei den SVG-Jungs. Laut Reglement steigen in jedem Fall zwei Mannschaften ab, egal wie viele aus der 2. Liga Süd in die 1. Liga aufsteigen. „So werden wohl dieses Jahr vier Mannschaften aus der deutlich schwächeren Oberliga in die 2. Bundesliga Süd aufsteigen“, meinte Thomas Groß, der geradezu geschockt war, dass das Ergebnis seiner Barbarossastädter nicht ausreichen sollte.
Die älteren SVG-Schwimmer wie Alexander Brechtel, David Behnsen, Thomas Groß und Felix Gundlach waren sich auf der Rückfahrt einig: „Nächstes Jahr steigen wir wieder auf und wir alle gehen es gemeinsam wieder an“. Als weiteren Grund für das unglückliche Abschneiden der SVG-Männer wurde die Tatsache ins Feld gebracht, dass in Bamberg acht Mannschaften parallel starteten.
Dabei waren alle abstiegsgefährdeten Clubs vereint und so konnte sich jede Mannschaft blitzschnell informieren, wie sie gerade steht, noch mal alle Register ziehen und die letzten Kräfte zu mobilisieren. „Ob es bei einem Heimspiel wie in den Vorjahren anders ausgegangen wäre, bleibt Spekulation“, mutmaßte SVG-Pressesprecher Rolf Kunert abschließend.


SVG-Starter in der Einzelkritik (die persönliche Gesamtpunktzahl steht bei den folgenden Aktiven in Klammern am Ende der Bewertung)

Frauen
Bo Heeger (93): Die 18-Jährige war die entscheidende Punktesammlerin der SVG Damen und Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft, fantastisch erneut ihre 786 Punkte über 100 Meter Freistil, mit denen sie knapp an ihrem letzte Woche erzielten Vereinsrekord vorbelschrammte – sie holte 3720 Punkte.
Lynn Heeger (85) riss das Ruder herum, ohne die erfahrene Schwimmerin wäre das Unternehmen Klassenerhalf schief gegangen, und trotz Jetlag der gerade aus Australien hereingeflogenen, braungebrannten Schwimmerin schwamm Lynn Heeger über 50 Meter Brust 33,80 Sekunden und holte 721 Punkte (3527)
Grit Heeger (84): Ihre Erfahrung und Ruhe, aber auch ihre Anfeuerungskraft und die soliden Schwimmleistungen waren enorm wichtig für die Mannschaft (1690).
Michelle Solzer (93) wäre um ein Haar die tragische Figur geworden, und das obwohl die 18-Jährige sich unglaublich reingehängt und tolle Ergebnisse gebracht hat, die nicht zu erwarten waren, über 50 Meter Rücken holte Solzer 701 Punkte in 31,14 Sekunden (2578).
Amelie Knitsch (93) war im Vorkampf etwas besser als im Endkampf, mit sehr soliden Leistungen trug sie zu dem tollen Gesamtergebnis maßgeblich bei (2853 Punkte).
Franziska Kunert (99): Die Jüngste war im Vorkampf besser als im Rückkampf. brachte ihre erwarteten Leistungen, vor allem im Vorkampf über 800 Meter Freistil. Kunert war erkältet in Bamberg und gab, was sie geben konnte (1661).
Anna-Lena Prinz (94) wurde reaktiviert und stellte sich mit monatelangem harten Training in den Dienst der Mannschaft, steigerte sich im zweiten Wettkampf nochmals und brachte solide Punkte für die Mannschaft auf den harten, langen Strecken (2287).
Annette Pfromm (86): Die Studentin und Brustspezialistin zeigte eine solide Leistung und stellte sich in den Dienst der Mannschaft, was enorm wichtig war (486).
Jaquellne Franz (95): Obwohl die Rötherin etwas außer Form war, gab die 17-Jährige alles und steigerte sich über 50 Meter Rücken um über eineinhalb Sekunden; sie stellte sich voll in den Dienst ihrer Mannschaft (555).


Männer
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Hendrik Schamber (95) war in Bestform, klasse seine Leistungen, die über die Grenze dessen gingen, was auch kühnste Erwartungen an ihn gestellt hätten, drei persönliche Bestleistungen zum wichtigsten Zeitpunkt. Besonders über die drei Schmetterlingsstrecken zeigte Schamber seine enorme Klasse (3454).
Dirk Janssen (Jahrgang 1977), der älteste und erfahrenste SVG-Schwimmer sowie Kapitän der Mannschaft, hängte sich noch mal richtig rein und brachte eine neue persönliche Bestleistung über 400 Meter Lagen und eine gute Zeit über 1500 Meter Freistil (1778 ).
Alexander Kunert (96) war der fleißigste Punktesammler bei den Männern, sein Vereinsrekord über 200 Meter Schmetterling in 2:05,10 Minuten war ebenso fantastisch, wie seine Leistungen über 100 Meter, 200 Meter und 400 Meter Freistil (3665).
Jia Xian Zhou (94) schwamm erneut die drei Bruststrecken nah an seiner Bestzeit und damit am Vereinsrekord, ohne ihn wäre der Abstand zur Konkurrenz aussichtslos gewesen (2191).
Alexander Brechtel (86): Der erfahrene Schwimmer gab alles und brachte tolle Leistungen auf den Rücken- und Lagenstrecken. Mit 764 Punkten über 50 Meter Rücken in 26,76 Sekunden holte Brechtel die zweithöchste Punkteleistung aller SVG Männer und schrammte um 0,12 Sekunden an seinem eigenen Vereinsrekord vorbei (2845).
Felix Gundlach (90): Trotz Trainingsrückstand grundsolide Leistungen, die in den Vorjahren für einen Platz im Mittelfeld gereicht hätten, diesmal schwamm er hinterher und war fassungslos darüber (1938).
David Behnsen (88) hatte die Ehre, diesmal die 100 Meter Freistil abzuschließen als letzter Schwimmer der Wettkämpfe und trotz toller Leistung wurde er dabei Achter. Seine Sprintqualitäten sind aus der Mannschaft nicht wegzudenken, was er mehrmals eindrucksvcill unter Beweis gestellt hat (2021 Punkte).
Thomas Groß (85): Das Herz der Mannschaft, klasse Steigerung zum Vorkampf trotz einer immens fiebrigen Woche, die er im Bett verbringen musste. Der große Motivator reißt die Mannschaft immer wieder mit und seine Leistungen waren nach seiner eigenen Aussage „selten besser, als es heute der Fall ist“ (2840 ).
Jullan Olbrich (96) schaffte sein Debüt im Vorkampf mit klasse 1500-Meter-Freistilzeit, im Rückkampf musste er der Kraftanstrengung Tribut zollen, solide 400-Meter- und 1500- Meter-Freistilleistungen. Er ist eine Zukunftshoffnung auf den langen und für die Rückenstrecken (1167 Punkte).


Gelnhäuser Tageblatt, 03.02.2012

Showdown in der 2. Bundesliga
Endkampf in Bamberg: Um 6.45 Uhr startet morgen das Unternehmen Klassenerhalt für den Schwimmverein Gelnhausen

GELNHAUSEN (lh). Der Showdown kann beginnen. Mit einer gehörigen Portion Vorfreude, Respekt vor der Konkurrenz, aber auch viel Zuversicht reisen die bei den 2. Bundesliga-Mannschaften des Schwimmvereins Gelnhausen morgen zum Endkampf nach Bamberg.
Die klare Vorgabe für die Damen und Herren: Erneut den Klassenerhalt schaffen! Bereits um 6.45 Uhr geht das „Unternehmen Zweitliga-Klassenerhalt“ los – die frostigen Temperaturen lassen Cheftrainerin Heike Heeger vorsichtig werden, was die Anfahrt betrifft.
Interne Umstellungen „Wir fahren eine Stunde früher als ursprünglich geplant los, wollen keinesfalls zu spät nach Bamberg kommen", so Heeger. Um 10 Uhr beginnt dann das Einschwimmen, ab 11 Uhr geht es in zwei Durchgängen "um die Wurst“.
Der Optimismus im Gelnhäuser Lager gründet sich nicht zuletzt auf die guten Leistungen im Vorkampf vor einer Woche in Wiesbaden, den die SVG- Teams auf den Rängen zehn (Damen) und neun (Herren) beendeten. Nach aktuellem Stand würden genau diese Platzierungen reichen, um erneut den Klassenerhalt zu schaffen. Aber da gibt es viele „Wenns“ und „Abers“. So ist unklar, wer aus der 1. Bundesliga in welche 2. Liga absteigt. Und wer schafft aus den Zweitliga-Gruppen Süd, Nord und West den Aufstieg? Dies alles könnte in der Endabrechnung relevant werden.
Und was macht die Konkurrenz? Zaubert sie noch neue Schwimmer im Vergleich zum Vorkampf aus dem Hut oder fällt sogar ein Leistungsträger kurzfristig weg? Alles Fragen, die erst morgen im Bad beantwortet werden.
"Wir müssen es nehmen wie es kommt, uns aber in erster Linie auf uns konzentrieren. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren noch einige Punkte draufpacken können", so Heike Heeger.
Bei den Damen ruhen die Hoffnungen nicht zuletzt auf Lynn Heeger, die nach längerem Australien-Urlaub rechtzeitig zurückerwartet wird. Aber da gehen die Fragen schon weiter: Die Tochter der Cheftrainerin ist zwei Tage unterwegs, wird erst heute Abend zurück erwartet.
Aus Australien ins Becken Wie fit und ausgeschlafen ist sie? Und wie hat sie den Jetlag verkraftet? Ist sie fit, soll Lynn Heeger vier, vielleicht sogar fünf Strecken schwimmen. Das soll einige Punkte mehr für das Team bringen, hat aber auch gewaltige teaminterne Umstellungen zur Folge.
„Dadurch verschiebt sich einiges. Ich habe am Mittwoch die neue Aufstellung mit dem Team durchgesprochen. Fast zweidrittel der Strecken werden mit veränderter Formation geschwommen“, verrät die SVG-Erfolgstrainerin. Die Hochrechnung bei den Damen: Im Idealfall einige hundert Punkte mehr auf das Teamkonto packen und Rang zehn festigen. Viel mehr dürfte - sofern die davor platzierten Mannschaften nicht patzen - kaum möglich sein. Denn der Rückstand zur Konkurrenz davor ist schon beachtlich.
Bei den Herren gibt es keine personellen Veränderungen, aber interne Umstellungen - und auch diese sollen noch einige Punkte mehr bringen. .Alexander Kunert und Hendrik Schamber sind in Wiesbaden die kraftraubenden 200 Meter Delphin und 400 Meter Freistil binnen kürzester Zeit geschwommen. Das haben wir jetzt entzerrt, so dass sie die Chancen auf Bestzeiten haben - und das kommt dann wieder dem Team zugute", glaubt Heeger die richtige Marschroute gefunden zu haben.
Auf jeden Fall steht den BCG-Assen ein langer Tag bevor. Früh aufstehen, dann in Bamberg auf Punktejagd gehen - und im Idealfall anschließend ausgelassen den Klassenerhalt feiern. Und läuft alles optimal, kommt dann auch noch die HerrenLandesligamannschaft dazu, die zeitgleich den Aufstieg in die Oberliga schaffen will. Der Showdown kann beginnen.

Vorkampf 2012

Gelnhäuser Tageblatt, 30.01.2012

SVG trotzt der starken Konkurrenz
2. Bundesliga Vorkampf in Wiesbaden macht Hoffnung – Gelnhäuser Herren und Damen auf den Plätzen neun und zehn

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WIESBADEN (red). Beim Vorkampf zur DMS (Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen) in der 2. Bundesliga in Wiesbaden haben beide Mannschaften des Schwimmvereins Gelnhausen nach hartem Kampf ihre Chancen auf den Klassenerhalt gewahrt.
Unerwartet stark waren die gegnerischen Mannschaften aus der 2. Bundesliga in diesem Jahr, was auch Trainerin Heike Heeger überraschte. Am Ende kamen sowohl die Damen als auch die Herren auf einen guten fünften Platz in Wiesbaden bei sechs teilnehmenden Teams. In der Gesamtwertung in der 2. Bundesliga Süd liegen die SVG-Damen auf Platz zehn, die Männer sind Neunter.
Bo Heeger mit Vereinsrekord Um 11 Uhr gingen die ersten Schwimmerinnen ins 25-Meter-Becken in der Wiesbadener Schwimmhalle am Kleinfeldchen. Für den SVG startete das Aushängeschild der Damen, Bo Heeger (Jahrgang 1993) den Reigen der 16 verschiedenen Strecken, die an diesem Tag zweimal von allen Mannschaften in verschiedenen Besetzungen geschwommen werden mussten. Heeger setzte sogleich ein Ausrufungszeichen und wurde Zweite über 200 Meter Freistil (2:06,85 Minuten1741 Punkte). Danach kam gleich der erste männliche Schwimmer des SVG zum Zug: Hendrik Schamber (95) der sich an diesem Tag bären stark zeigte und über die gleiche Distanz in 1:55,08 Minuten eine persönliche Bestleistung ins Becken zauberte und 716 Punkte als Dritter holte. Damit war die Richtung klar vorgegeben, es galt möglichst viele Punkte je Rennen für die Mannschaften zu ergattern.
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Der zweite Schwimmer des SVG, Jia Xian Zhou (94), holte auf der 100 Meter Bruststrecke in 1:04,92 Minuten die viertschnellste Zeit und 743 Punkte, was Platz drei in der Gesamtwertung festigte. Die Damen reihten sich nach den ersten drei Rennen auf Platz fünf ein, den sie im Verlaufe des Tages auch nicht mehr verließen. Nach oben waren die Mannschaften aus Nürnberg, Wiesbaden, Rheinhessen-Mainz und Heddesheim zu stark besetzt. Die junge Mannschaft aus Leutzsch in Sachsen blieb allerdings weit hinter den SVG-Damen, was die Hoffnung nährt, den Klassenerhalt zu schaffen. Der sportliche Höhepunkt: Die 57,08 Sekunden von Bo Heeger zum Finale über 100 Meter Freistil bedeuten neuer Vereinsrekord. Die SVG-Männer rutschten vom anfänglichen dritten Platz schnell auf Rang vier ab und lieferten sich einen harten Kampf mit Eschborn und Heidelberg. Am Ende wurden sie von Eschborn noch um 40 Punkte abgefangen und endeten - wie die SVG-Damen - auf Platz fünf.


2. Bundesliga Süd - Ergebnisse Vorkampf
Damen
01. SG Stadtwerke München I 23.340
02. TSV Hohenbrunn-Riemerling 22.748
03. SSV Nürnberg 22.032
04. SC Wiesbaden I 21.484
05. SG EWR Rheinhessen Mainz 21.277
06. SC Chemnitz von 1892 21.100
07. SSG Reutlingen/Tübingen I 20.563
08. TG Heddesheim 20.406
09. SV Gelnhausen 18.873
10. SSV Leutzsch I 17.984
11. SG Region Karlsruhe 20.306
12. VfL Sindelfingen I 18.607
Herren
01. SG Stadtwerke München I 23.612
02. SG EWR Rheinhessen Mainz 23.412
03. TSV Hohenbrunn-Riemerling 22.759
04. SG Bamberg I 22.168
05. Schwimmverein Mannheim 22.068
06. VfL Sindelfingen I 21.955
07. SCW Eschborn 21.482
08. SC Chemnitz von 1892 21.446
09. SV Gelnhausen 21.442
10. SSG 81 Erlangen 21.403
11. SV Nikar Heidelberg 21.317
12. VfL Sindelfingen II 17.856


Noch alles möglich
Herren können aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen

WIESBADEN (red). Die „jungen Wilden“ übernehmen die Führungsaufgaben, zum Kapitän haben sie den ältesten und erfahrensten und darüber hinaus Geschäftsführer des SVG, Dirk Janssen (77), erkoren. Mit Trommeln und Anfeuerungen heizten die Schwimmer und Fans die Stimmung immer wieder an. Dadurch beflügelt zeigten sich die Gelnhäuser Herren besonders gut aufgelegt. Alexander Kunert (96) als erfolgreichster Punktesammler mit 3583 Punkten und Hendrik Schamber (95) mit 3337 Punkten jeweils in fünf Rennen, legten den Grundstein für eine gute Punktzahl mit 21.442 in der Endabrechnung. Herausragendes Ereignis war bei den Männern einmal mehr der Schlusspunkt, die 100 Meter Freistil, ganz am Ende des Wettkampf tages. Alexander Kunert (96) hatte die Ehre diesen Auftritt zu „genießen“: Er ging fulminant an und holte mit persönlicher Bestzeit von 51,34 Sekunden 769 Punkte. Über 200 Meter Freistil lagen beide NachwuchsSchwimmer, Kunert und Schamber, in ihren Rennen fast gleichauf und holten 718 bzw. 716 Zähler mit 1:54,95 und 1:55,08 Minuten. Gewohnt stark auch einmal mehr die Leistungen von „Altmeister“ und Geschäftsführer Thomas Groß (85), der sich immer wieder zu Topleistungen motivierten kann und 3340 Punkte einfuhr, was die zweithöchste Punktzahl bedeutete.
Dass jeder im Team eminent wichtig ist, bewies Alexander Brechtel (86), der seine vier Starts zu sehr guten 2702 verwandelte, trotz schwieriger Bedingungen für die Rückenschwimmer, die immer wieder an der glitschigen Beckenwand beim Start abrutschten. Der chinesische Neuzugang und Brustspezialist JiaXian Zhou zeigte bei allen drei Auftritten hervorragende Form und macht aus drei Rennen 2137 Punkte. Dabei erzielte er Brust-Leistungen, die jeweils ganz knapp unter seinen Vereinsrekorden lagen. David Behnsen (88) zeigte ebenfalls, dass er immer noch zu den besten SVGSprintern gehört. Seine 2076 Punkte waren genauso wichtig wie die 1901 Zähler, die Felix Gundlach (90) trotz Trainingsrückstands einbrachte. Die unangenehmsten und anstrengendsten Strecken tat sich einmal mehr der Senior und Kapitän der Mannschaft, Dirk Janssen (77), an, und „quälte“ sich über 1500 Meter Freistil, 400 Meter Lagen und 200 Meter Brust ins Ziel, was immerhin 1753 Punkte für die Gesamtwertung bedeutete; eine unverzichtbare Leistung für die Mannschaft. Über 400 Meter Lagen war J anssen nie schneller als aktuell. Jüngster Schwimmer im Bunde der acht SVG-Protagonisten war Julian Olbrich (96), der seine erste Bewährungsprobe über 1500 Meter Freistil mit Bravour bewältigte und in tollen 17:09,45 Minuten 613 Punkte holte. Auf Olbrich kann auch in Zukunft als neuer Schwimmer in der 2. Bundesliga gesetzt werden – wenn der Abstieg denn verhindert werden kann.


Das große Zittern
Damen müssen kämpfen und hoffen auf den Rückkampf

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WIESBADEN (red). Herausragende Schwimmerin bei den SVG-Damen war Bo Heeger, die bei fünf Starts 3675 Punkte holte. Besonders die im allerletzten Wettkampf geschwommenen 57,OS Sekunden über 100 Meter Freistil (795 Punkte/Vereinsrekord!) waren das Topergebnis der 19-jährigen Abiturientin. Insgesamt 3041 Punkte in fünf Rennen steuerte Amelie Knitsch (93) bei, die sich in sehr guter Form präsentierte. Sowohl auf den Delphinstrecken, neuerdings aber auch auf den Sprintstrecken in Freistil konnte die Linsengerichterin überzeugen. Die gleichaltrige Michelle Solzer (93) holte bei vier Starts 2565 Punkte, was einen Durchschnitt von über 640 Punkte pro Start bedeutete für die Liebloserin. Die erfahrenste im Team – und bereits zweifache Mutter – Grit Heeger (84), konnte fast an ihre alten Leistungen heran kommen. Sie schaffte einen Durchschnitt von über 550 Punkten pro Rennen, und das obwohl sie über die für sie ungewohnte 200 Meter Bruststrecke mangels Alternative antreten musste. Über 200 Meter Rücken hielt sich die älteste Tochter von Trainerin Heike Heeger wacker gegen die neben ihr schwimmende deutsche Topschwimmerin Jenny Mensing (Wiesbaden), die allen davon schwamm. Klasse auch die Leistungen von Anna-Lena Prinz (94), die nach zwei Jahren Pause wieder ins Schwimmbecken stieg, um das Team zu unterstützen. Zwar konnte Prinz noch nicht an ihre Bestzeiten anknüpfen, dennoch schlug sich die 17-jährige Gelnhäuserin bemerkenswert gut. 21S5 Punkte bei vier Starts waren für die vielseitige Schwimmerin aller Ehren wert. Mit 2156 Punkten empfahl sich die mit Abstand jüngste Teilnehmerin in Wiesbaden, Franziska Kunert (99). Die gerade dreizehn Jahre jung gewordene HaiJerin durfte erstmals vier Starts bewältigen, nach ihrem gelungenen Debüt über eine Strecke im Vorjahr. Furios Kunerts erstes Rennen über 800 Meter Freistil, bei dem sie ihre Vorjahresbestzeit um 21 Sekunden verbesserte und mit 9:36,66 Minuten tolle 629 Punkte holte und sich auf Platz zwei in der deutschen Jahrgangs-Bestenliste setzte. Nach einer tollen 400 Meter Freistilzeit schwanden der jungen Schwimmerin allerdings etwas die Kräfte, so dass sie über 200 Meter Rücken und Schmetterling im zweiten Abschnitt dem Kräfteverschleiß Tribut zollen musste. Trainerin Heeger zeigte sich dennoch sehr zufrieden mit ihrem jüngsten Schützling.
Über die drei Bruststrecken zeigte die wieder aktivierte Annette Pfromm (86), dass sie es trotz anstrengendem Medizinstudiums noch nicht verlernt hat (1543 Punkte), auch wenn sie selbstverständlich nicht so viel wie die anderen trainieren konnte. Siebte Schwimmerin in dem sehr kleinen Gelnhäuser Team war Jaqueline Franz (94). Die Rötherin konnte an ihre Vorjahresform nicht ganz anknüpfen, gab aber alles für das Team und steuerte 1483 Punkte bei.
Lynn Heeger kehrt zurück Platz fünf in Wiesbaden und Platz zehn in der 2. Bundesliga Süd, das sind die nackten Zahlen. Dahinter verbirgt sich, dass zwei Teams momentan relativ klar hinter dem SVG liegen. Leutzsch scheint, wenn nicht ein Wunder passiert und eine komplett andere Mannschaft in Bamberg auftaucht, was laut Reglement aber möglich ist, abzusteigen. Über 200 Punkte hinter dem SVG liegt Sindelfingen, das in Tübingen das Schlusslicht bildete. Diese Differenz ist allerdings nicht allzu groß, als dass sich die SVG-Schwimmerinnen in Sicherheit wiegen könnten. Hoffnung nährt sich durch die Tatsache, dass in der kommenden Woche Lynn Heeger (85) aus Australien zurückkehrt und wenn der Trainingsrückstand und der Jetlag sie nicht zu sehr schwächen, wird Lynn Heeger vor allem auf den Sprintdistanzen vielleicht der entscheidende Trumpf im Rückkampf sein. Trainerin Heeger hat bereits angekündigt, die Mannschaft umzustellen. Somit könnten – so die Rechnung – in Bamberg 500 Punkte mehr drin sein. Etwas Glück benötigen die SVG-Damen aber dennoch, da Erstligist Erlangen akut abstiegsgefährdet ist. Sollte Erlangen absteigen und gleichzeitig München aus der Süd-Gruppe aufsteigen, könnte Rang zehn zum Klassenerhalt reichen.


Die Lage

Mit den erzielten 21.442 Punkten liegen die SVG-Männer auf Platz neun, nur vier Punkte hinter Chemnitz, 40 Punkte hinter Eschborn, aber auch nur 39 Punkte vor Erlangen. Das verspricht am Samstag in Bamberg Spannung bis zum letzten Rennen und ein Herzschlagfinale. Zwischen Platz sieben und elf ist alles möglich, vom sicherem Mittelfeldplatz und dem tragischen Abstieg sind alle Szenarien noch vorhanden. Selbst Heidelberg auf Platz elf ist nur 125 Punkte hinter den Mannen aus Gelnhausen. Eine Disqualifikation ohne Nachschwimmmöglichkeit und 600 Punkte könnten verloren gehen, was selbstverständlich für jede Mannschaft gilt.
Die SVG-Schwimmer sind Optimisten, denn fast kein Schwimm verein aus einer so kleinen Stadt wie Gelnhausen kann von sich behaupten, zwei Mannschaften in der 2. Bundesliga zu unterhalten, ohne dass irgendwer dafür auch nur einen Cent Handgeld erhält. Die Gegner bestehen meist aus Großstadtvereinen oder großen SchwimmGemeinschaften verschiedener Vereine. Diese Tatsache erinnert nicht nur die SVGVerantwortlichen an das kleine gallische Dorf, das immer noch erbitterten Widerstand gegen die immer größer werdenden Gegner leistet. Zwar fehlt den SVGSchwimmern der "Zaubertrank eines Druiden", denn der würde wahrscheinlich unter die aktuellen Dopingregeln fallen. Die Kraft der Motivation aus sich selbst heraus und der ungewöhnlich erfolgreichen Trainingsmethoden von Heike Heeger muss auch in diesem Jahr reichen.
Bei den Damen erscheinen Leutzsch und Sindelfingen bereits so gut wie abgestiegen in die jeweiligen Oberligen. Es könnte den SVG-Damen Schützenhilfe aus dem Süden zugute kommen, denn wenn München in die 1. Liga aufsteigt und kein Erstligist in die Südgruppe der 2. Bundesliga absteigt, dann reicht möglicherweise sogar Platz elf. Gelnhausen hat es demnach bei beiden Mannschaften in der Hand, sich erneut zu beweisen und die 2. Bundesliga-Zugehörigkeit auch im kommenden Jahr zu erhalten. Das Glück war neben dem Können den Barbarossastädtern in den Vorjahren letztlich immer wieder hold, auch darauf hoffen die Schützlinge von Heike Heeger und CoTrainer Omid Keyvanpour am Samstag in Bamberg.


Gelnhäuser Tageblatt, 28.01.2012

Heeger: Aufstellung ganz kurzfristig
Für Damen und Herren des SV Gelnhausen geht es heute in der 2. Bundesliga in Wiesbaden um gute Ausgangsposition

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GELNHAUSEN (lh). Jetzt wird es ernst. Heute steigt in Wiesbaden der Vorkampf zur 2. Schwimm-Bundesliga - und da wollen die Damen- und Herrenteams des SV Gelnhausen den Grundstein legen, um erneut den Klassenerhalt zu schaffen (wir berichteten).
SVG-Cheftrainerin Heike Heeger freut sich bereits auf das besondere Flair dieser Wettkämpfe, wenn aus Einzelsportlern plötzlich Mannschaftssportler werden. „Diese Wettkämpfe haben ihre eigene Dynamik. Keiner weiß, was einen erwartet, denn einige Gegner verstärken sich kurzfristig, andere müssen Ausfälle verkraften – da ist immer vieles möglich“, so Heeger.
Um 9 Uhr geht es für die beiden SVG-Teams in drei Kleinbussen – zwei vereinseigene, ein privater von der Familie Heeger – in die hessische Landeshauptstadt. Um 10 Uhr ist Einschwimmen, um 11 Uhr startet der erste Wettkampf-Durchgang.
Im Vorfeld heißt es tüfteln, welche Formation die erfolgsversprechendste ist. „Es nützt ja nichts, wenn ich einen Schwimmer habe, der auf drei Strecken Extraklasse ist, aber diese drei Rennen unmittelbar hintereinander stattfinden. Außerdem gibt es Strecken, auf denen man keine Spezialisten hat, da muss man eben improvisieren und die Lösung finden, die am Ende für das Team die meisten Punkte bringt“, verdeutlicht die erfahrene SVG-Trainerin die Problematik eines solchen Teamwettkampfes. Und macht klar, dass es da auch Härtefälle gibt, einige sich auch auf „ungeliebtcn“ Strecken für das Team „opfern“ müssen.
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Die größeren personellen Alternativen hat Heeger diesmal bei den Herren. Bereits drei mögliche Versionen hat sie sich ausgedacht, wie die endgültige SVG-Startformation letztlich aussehen wird. „Das bespreche ich dann noch mit dem Team im Einzelnen, die endgültigen Karten schreibe ich aber erst am Wettkampftag auf der Fahrt nach Wiesbaden. Das hat nichts damit zu tun, dass ich zu faul bin, bei kurzfristigen Ausfällen neue zu schreiben, aber damit bin ich immer gut gefahren und da belasse ich es auch dabei“, verrät Heeger ein ganz besonderes Ritual vor den Bundesliga-Wettkämpfen.
Zu den Chancen der beiden Teams will sie sich im Vorfeld nicht konkret äußern, „denn da kann so viel passieren. Aber sicherlich ist die Breite bei den Herren größer und mit Alexander Kunert und Hendrik Schamber haben wir zwei aktuell ganz starke Schwimmer.“
Dass der Rückkampf in einer Woche nicht im heimischen Hallenbad, sondern in Bamberg stattfindet, sieht die SVG-Cheftrainerin als „klaren Nachteil“ an. „Auswärts absolviert man seinen Wettkampf, aber diese stimmungsvolle Atmosphäre und die Unterstützung der Fans, die hat man nur zu Hause. Denn so kurzfristig fährt keiner einfach mal nach Wiesbaden oder Bamberg mit, um das Team zu unterstützen“, so Heeger. Nach der Rückkehr aus Wiesbaden findet heute Abend übrigens keine Feier statt, auch das hat Tradition. Gefeiert wird erst nach dem Rückkampf und der Heimkehr aus Bamberg in einer Woche. Und dann soll es möglichst wieder eine doppelte Nicht-Abstiegsparty geben.


Gelnhäuser Tageblatt, 25.01.2012

SVG-Damen gehen hohes Risiko im Abstiegskampf
2. Bundesliga Süd: Kleiner Kader für Vorkämpfe in Wiesbaden – Herren relativ entspannt

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WIESBADEN (red). Seit Wochen trainieren die beiden Bundesliga-Mannschaften des SV Gelnhausen hart, um für die am kommenden Samstag anstehenden Vorkämpfe in den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) 2. Bundesliga in Wiesbaden gewappnet zu sein. Für beide Mannschaften ist es erneut das große Ziel, das Abstiegsgespenst erfolgreich zu verjagen.
Die SVG-Männer sind diesmal so gut besetzt, dass ein Platz im sicheren Mittelfeld machbar erscheint. Bei den Damen wird es wie im Vorjahr wieder ganz eng werden, den Abstieg erfolgreich zu verhindern.
Cheftrainerin Heike Heeger sorgt sich insbesondere um die Damen, weil wichtige Leistungsträgerinnen in Wiesbaden fehlen werden. Sowohl Helen Knitsch (Jahrgang 1996) als auch Lynn Heeger (85) weilen derzeit in Australien und in den USA. Lynn Heeger wird zum Rückkampf in einer Woche in Bamberg zwar dabei sein können, doch Knitsch wird auf jeden Fall ausfallen.
Heike Heeger hat aufgrund der Personalnot bei den Damen einige ehemalige 2. Bundesliga-Schwimmerinnen reaktiviert, die bereits das Leistungsschwimmen reduziert hatten. So wird wiederum Grit Heeger (84), die bereits zwei Kinder hat, auf mindestens vier Strecken dabei sein. Auch Annette Pfromm (86) hat signalisiert, die SVGMannschaft auf den drei Bruststrecken zu verstärken, und trainiert seit Wochen hart. Zurück im Team ist auch Anna-Lena Prinz (94), die seit Monaten intensiv trainiert, um an ihre alten Bestzeiten heranzukommen. Prinz wird vier Strecken übernehmen.
Das Damen-Team wird von Bo Heeger (93), Amelie Knitsch (93), Jaqueline Franz (94) und Michelle Solzer (93) getragen, dazu kommt die Jüngste im Team, Franziska Kunert (99). Die gerade 13 Jahre jung gewordene süddeutsche Jahrgangsmeisterin über 800-Meter-Freistil, wird nach ihrem Debüt im Vorjahr dieses Mal gleich vier harte Strecken schwimmen. Somit besteht der Damen-Kader aus gerade mal acht Schwimmerinnen, was ein hohes Risiko darstellt, falls jemand komplett ausfallen sollte. Da
nur zwei Mannschaften absteigen können, steigt die Hoffnung, dass auch dieses Jahr das große Ziel, der Klassenerhalt, geschafft werden kann, denn auch andere Mannschaften haben Personalprobleme.
Im Gegensatz zu den Damen sieht es bei den Herren sehr gut aus. Mit den sehr starken Nachwuchsschwimmern Alexander Kunert (96) und Hendrik Schamber (95) kann Heike Heeger gleich zehn Strecken sehr gut besetzen. Dazu kommt der bären starke Neuzugang Jiaxian Zhou (94) auf den Bruststrecken. Gewohnt stark sind David Behnsen (86), Alexander Brechtel (87) und Felix Gundlach (90) sowie die beiden erfahrenen SVG-Geschäftsführer Dirk Janssen (77) und Thomas Groß (85), die ihren Teil dazu beitragen werden, dass die Männermannschaft gut punkten wird. Neu im Team wird Julian Olbrich (96) sein, der auf der 1500 Meter Freistilstrecke sein Debüt in der 2. Bundesliga geben wird. Angepeilt ist bei den Herren ein Platz im guten Mittelfeld. Ein möglicher Aufstieg in die l.Bundesliga ist kein Thema, dazu ist die Konkurrenz zu stark.

2011

Gelnhäuser Neue Zeitung, 28.02.2011

Späte Freude, schönste Freude
Endkampf 2. Bundesliga Süd: Männer und Frauen halten die Klasse
Von Andreas Schreiber

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Gelnhausen. Es dauerte bis kurz nach 22 Uhr, ehe Gewissheit herrschte: Nach den Männern, bei denen der Verbleib in der 2. Bundesliga Süd bereits unmittelbar nach Ende der Rennen feststand, sicherten sich nach bangem Warten auch die Frauen des SV Gelnhausen den Klassenerhalt. Mit dieser freudigen Nachricht gingen die ohnehin schon stimmungsvollen Feierlichkeiten der heimischen Schwimm-Asse in der Gelnhäuser Gaststätte „Zur Post“ in die nächste Runde.
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Dass die freudige Kunde so lange auf sich warten ließ, lag an der Entscheidungen in den anderen Klassen. Erst am späten Abend stand fest: Aus der 1. Liga stiegen wie erwartet Wiesbaden und EWR Rhein-Hessen Mainz ab, dafür setzte sich die SSG Saar Max Ritter als insgesamt zweitbeste Mannschaft aller zweiten Ligen (Süd, West, Nord) durch und stieg auf, so dass lediglich drei Frauen-Mannschaften in den sauren Apfel des Abstiegs beißen mussten. Zum Glück für die SVG-Amazonen, die als Viertletzter nur denkbar knapp die Liga sicherten und somit Pressewart Rolf Kunert Recht gaben, der bereits zur Halbzeit des Endkampfes „sehr optimistisch“ war, „dass die Frauen es noch packen“. Als Faustpfand im Abstiegskampf erwies sich laut Kunert, der einen großen Dank an alle 40 Helfer aussprach, der „sensationelle Teamspirit“ . „Lynn Heeger und Thomas Groß haben sogar extra einen neuen Schlachtruf komponiert, der etwa fünf Minuten dauerte und die Schwimmer motivierte und nach vorne gepeitscht hat“, so Kunert. Ebenfalls ins Auge stach der Spruch „Vielleicht seid Ihr stärker, größer und schneller, aber wir haben Stil“ auf den eigens für den Endkampf angefertigten T-Shirts. Aber auch im Schwimmbecken sorgte der SVG bei seinem Heimspiel im Gelnhäuser Hallenbad für Aufsehen. Auch wenn Cheftrainerin Heike Heeger die mannschartliche Geschlossenheit hervorhob und auf Einzellob verzichtete (siehe untenstehendes Interview), so traten die Leistungen einiger Schwimmer besonders zum Vorschein. Der sportliche Leiter Dirk Janssen (mit 33 Jahren der Älteste im Team) schwamm deutschen Altersklassenrekord (AK30) über 1500 Meter Freistil.
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Vereinsrekorde Thomas Groß stellte zwei neue Vereinsrekorde über die 50 und 100 Meter Brust auf. Dabei pulverisierte der in Topform auftretende 25-Jährige einen Rekord, den er erst im Vorkampf vor zwei Wochen in Bayreuth aufgestellt hatte. Auch Alexander Brechtel trumpfte stark auf. Mit seiner Routine und Kampfkraft führte er die Mannschaft zum Erfolg. Die größte Nachwuchshoffnung im Verein, Alex Kunert, zermürbte in Bayreuth in Uwe Volk einen ehemaligen deutschen Spitzenschwimmer und untermauerte seinen Status, über die 200 Meter-Schmetterling in seinem Jahrgang deutschlandweit der Beste zu sein. Bei den Frauen zeigte Bo Heeger Topleistungen. Über ihre Paradedisziplin, die 200 Meter Freistil, sammelte das Riesentalent satte 780 Punkte. Zum Vergleich: Der Schnitt liegt bei 600-700 Punkten. Deutsche Spitze sind 800 und der Weltrekord liegt bei 1000. Mit einem sensationellen Erfolg wartete die Jüngste im Team, Franziska Kunert, auf. Die 12-Jährige schwamm als erstes Mädchen ihres Jahrgangs in Deutschland über die 800 Meter Freistil erstmals unter 10 Minuten.
Genügend Gründe zum Feiern also. Und hier machte Helke Heeger den Anfang. Nicht ganz freiwillig nahm sie im Anschluss an die Rennen ein Bad im Wasser. Der Startschuss in eine lange Nacht, die erst in den Morgenstunden bei Thomas Groß in Hasselroth ihr Ende nahm. Für Kunert war der Doppel-Klassenerhalt eine „herausragende Energieleistung, vor allem wenn man bedenkt, dass die 2. Bundesliga Süd aufgrund der Zugehörigkeit von Hessen, Bayern, Saarland, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen die mit Abstand stärkste 2. Liga in Deutschland ist. Daher verwundert der erneute Klassenerhalt des SVG selbst Experten.“ Kunert weiter: „Große Schwimmgemeinschaften wie SSG Saar Max Ritter bestehen aus einer einzigen Gemeinschaft eines ganzen Bundeslandes. Andere Schwimmgemeinschaften können auf Schwimmer aus Millionenstädten zurückgreifen, der SV Gelnhausen hat ein Einzugsgebiet von etwa 40 000 Einwohnern.“ Der SVG – eine Truppe mit Stil.


2. Bundesliga Süd - Endergebnis
Frauen
01. SSG Saar Max Ritter 46.929
02. SG Stadtwerke München 44.003
03. TSV Hohenbrunn-Riemerling 43.764
04. TG Heddesheim 41.609
05. SSG Reutlingen/Tübingen 41.311
06. VfL Sindelfingen 40.700
07. SG Region Karlsruhe 40.349
08. SSV Leutzsch 40.324
09. SV Gelnhausen 40.173
10. SG Regio Freiburg 38.850
11. SC Wasserfreunde Fulda 38.623
12. 1. FC Nürnberg abgem.
Männer
01. TSV Hohenbrunn-Riemerling 45.530
02. SC Chemnitz 45.417
03. SG Stadtwerke München 45.007
04. VfL Sindelfingen 44.166
05. SG EWR Rheinhessen-Mainz 43.958
06. SV Nikar Heidelberg 43.264
07. SG Bamberg 43.151
08. SV Gelnhausen 42.991
09. SCW Eschbom 41.701
10. SSG Reutlingen/Tübingen 41.398 Abstieg
11. SG Region Karlsruhe 38.365 Abstieg
12. SV Bayreuth abgem. Abstieg


„Ich bin sehr, sehr zufrieden“
Gelnhausens Cheftrainerin Heike Heeger über das glückliche Ende

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Gelnhausen [sch]. Nachdem im vergangenen Jahr noch
Björn Hauptmannl den SVG als Übungsleiter zum Klassenerhalt führte, lag diese Aufgabe nach dessen Ausstieg wie schon vor seiner Amtszeit in den Händen der erfahrenen Heike Heeger. Die GNZ unterhielt sich nach dem gelungenen Kraftakt ihres Teams mit der neuen „alten“ Trainerin.
GNZ: Sowohl die Männer als auch die Frauen haben ihr Ziel erreicht. Besser konnte es nicht laufen.
Heeger: Das stimmt, ich bin sehr, sehr zufrieden. Jeder hat sein Bestes gegeben. Da will ich auch keinen hervorheben. Aber was die Männer im Vorkampf in Bayreuth geschwommen sind, war schon gut. Generell kamen viele Bestzeiten und Vereinsrekorde zustande.
Ein Handicap war sicherlich die suboptimale Vorbereitung.
Wir hatten da einige Schwierigkeiten, das stimmt. Viele Studenten aus unserem Kader können teilweise nur am Wochenende trainieren. Hinzu kommen die vielen Klausuren, die momentan geschrieben werden. Ein Daniel Wagenknecht kann ebenfalls nur alle drei Wochen trainieren, da er neben seinem Beruf auch noch studiert. Und meine Tochter Bo war diese Woche noch auf Abschlussfahrt in Berlin. Das war alles nicht so einfach, aber wir haben uns toll motiviert und zusammengerissen. Ich war froh, dass wenigstens alle gesund waren und an den Start gehen konnten.
Wie fällt Ihr Vergleich zum Vorjahr aus, als es noch erlaubt war, in den sogenannten High-Tech-Anzügen zu starten?
In den Anzügen sind die reinsten Fabelzeiten geschwommen worden. Von daher kann man das nicht vergleichen. Das macht beim Wettkampf auf einer Strecke von 100 Metern gut zwei Sekunden aus.


Unterstützung aus Potsdam
Lautstarke Ex-Schwimmer am Beckenrand

Gelnhausen (sch). Über zu geringe Unterstützung vom Beckenrand mussten sich die SVG-Athleten beileibe nicht beschweren. Im Gegenteil: Gerade in den kurzweiligen Sprintdisziplinen verwandelte sich das Gelnhäuser Hallenbad in ein ohrenbetäubendes Tollhaus.
Verlass war dabei vor allem auf die ehemaligen Bundesliga-Schwimmer der Barbarossastädter wie Andreas Kaminski oder Nils Pitterling, den eigens aus Potsdam angereisten Michael Hecker oder Annette Pfromm, die ihre Nachfolger Bahn um Bahn nach vorne peitschten.
Auch der Vorsitzende des SVG, Dr. Rolf Müller, ließ es sich nicht nehmen, stimmgewaltig seinen Teil zum Doppel-Klassenerhalt beizutragen. Als Stammgast ebenfalls wieder mit von der Partie: Eberhard Mothes. Der ehemalige spanische sowie ostdeutsche Frauen-Nanonaltrainer, der einst Gelnhausen als Übungsleiter in die 2. Liga führte, war bester Laune: „Ich habe das alles mit aufgebaut. Von daher ist es toll, wenn man sieht, dass alles weiter so gut läuft.“
Gerade – im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Mannschaften – als kleiner Verein, der keine Schwimmer kauft, stattdessen ausnahmslos auf Akteure aus der Region setzt, sei es eine „wunderschöne Sache, nicht abzusteigen“, so der in Chemnitz sesshafte Mothes, der in Sachen High-Tech-Anzüge klar Stellung bezieht: „Mit meinen 72 Jahren gehöre ich zur älteren Generation und da bin ich natürlich froh, dass diese Anzüge wieder abgeschafft wurden. Jetzt sieht es auch wieder aus wie Schwimmen und die Leistungen sind richtig einzuordnen.“


Gelnhäuser Neue Zeitung, 22.02.2011

Heimvorteil und Hexenkessel
Der Endkampf der 2. Bundesliga Süd startet am Samstag in Gelnhausen
Von Michael Heil

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Gelnhausen. Das Unternehmen Klassenerhalt geht in die, entscheidende Runde. Die Frauen und Männer des SV Gelnhausen starten am kommenden Samstag mit Heimvorteil im eigenen Hallenbad und mit einem klaren Auftrag. Cheftrainerin Heike Heeger soll beide Teams zum Verbleib in der 2. Bundesliga Süd führen. Dann wäre der SVG elf Jahre ununterbrochen in der zweithöchsten deutschen Klasse. Die GNZ stellt Ihnen auf dieser Seite die Frauen- und Männermannschaft aus der Barbarossastadt vor.
Nach dem guten Abschneiden im Vorkampf in Bayreuth rechnet Pressesprecher Ralf Kunert fest mit dem Klassenerhalt. Der achte Rang in Bayreuth ist bereits eine „kleine Bank“ in Sachen Ligaverbleib.
Mit 21439 Punkten in der Südgruppe ist der SV Gelnhausen gut dabei. Außerdem warten auf Cheftrainerin Heike Heeger noch zwei kleine Bonbons für den Endkampf: Der Ausrichter des Vorkampfs aus Bayreuth hat seine Mannschaft zurückgezogen, und gilt damit als Absteiger. Dadurch steigt nur noch eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga Süd ab. Außerdem hat Heeger für den Endkampf den stärksten Schwimmer der vergangenen Jahre, Daniel Wagenknecht, verpflichtet. Der war in Bayreuth nicht am Start. „Wir werden durch Daniel unsere Chancen auf den Klassenerhalt sicher vergrößern und können uns mit ihm ins sichere Mittelfeld katapultieren“, sagt Pressewart Kunert.
Insgesamt sechs Mannschaften aus der Zwölferliga schwimmen in Gelnhausen, fünf weitere in Eschborn. Während sich bei den Männern ein bunt gemischtes Feld von den Spitzenklubs bis zu den abstiegsgefährdeten Vereinen zusammensetzt, schwimmen bei den Frauen die sechs in der Tabelle hinten platzierten Teams, während die fünf Spitzenteams in Eschborn an den Start gehen.
Bei den Gelnhäuser Frauen wird es wohl ziemlich eng. Vor allem hofft die Sportliche Leitung auf die in Bayreuth angeschlagene Jaqueline Franz, die krankheitsbedingt nicht ihre gewohnte Leistung abrufen konnte. Franz könnte zum Zünglein an der Waage in Sachen Klassenerhalt werden. „Es wäre ganz wichtig, dass Jaqueline gesund in den Endkampf geht“, so Kunert, der die Gefahr des Abstiegs deutlich vor Augen hat. Das große Problem: Sollten die beiden Letztplatzierten der 1. Bundesliga, SC 1911 Wiesbaden und SG EWR Rheinhessen-Mainz, am Samstag absteigen, wird es womöglich vier Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd geben, da die Liga aus nur maximal zwölf Mannschaften bestehen darf. Als Tabellenneunter wäre Gelnhausen nach dem Vorkampf-Ergebnis dabei.
Frauen in Not Außerdem sind die Mannschaften aus den großen Städten, die vor dem SV Gelnhausen platziert sind, eine große Wundertüte. „Es kann sein, dass Karlsruhe oder Sindelfingen deutsche Topschwimmer in der Hinterhand haben. Wir hatten schon Situationen, dass wir Mannschaften im Vorkampf geschlagen haben, die dann im Endkampf mit Weltklasse-Schwimmern aufgetaucht sind“, so Kunert. Während Gelnhausen mit Wagenknecht noch ein Ass im Ärmel hat, schwimmen Gelnhausens Frauen derzeit personell am Limit und müssen wohl noch einmal an ihre Grenzen gehen, um das Klassenziel auch wirklich zu erreichen.
Neben dem Klassenerhalt gilt es aber noch eine andere Mammutaufgabe zu bewältigen. Rund 40 Helfer bereiten ab Freitag das Gelnhäuser Schwimmbad auf den finalen Akt vor. Davon sollen alleine rund 25 Kampfrichter aus Gelnhausen und Umgebung einen geordneten Wettkampf sichern. „Das ist ein enormer logistischer Aufwand. Aber wenn wir in der 2. Liga bleiben, dann machen wir das natürlich gerne“, sagt Kunert.
Die Schwimmer aus den anderen Vereinen dürfen sich auf eine begeisterungsfähige Kulisse freuen, die in diesem Jahr durch den fehlenden Schallschutz an der Deckenabhängung das Hallenbad zum Hexenkessel machen dürften.
Los geht's am Samstag um 11 Uhr mit dem ersten Teil, der zweite Teil folgt dann um 15 Uhr. Gegen 17 Uhr warten die Beteiligten dann auf das Gesamtergebnis, das auch durch das Ergebnis der 1. Bundesligen mitbestimmt wird. „Ich hoffe, dass wir gegen 17.30 Uhr die Sektkorken knallen lassen können“, so Kunert.


Der Wettkampf: 2. Bundesliga Süd am 26.2. ab 11 Uhr in Gelnhausen
Frauen-Abstiegsendkampf Vereine: TG Heddesheim, SV Gelnhausen, VfL Sindelfingen, SG Region Karlsruhe, SG Regio Freiburg, SC Wasserfreunde Fulda, FC Nürnberg (abgemeldet)
Männer Auf- und Abstieg Vereine: SC Chemnitz, VfL Sindelfingen 11, SV Nikar Heidelberg, SG Bamberg, SV Gelnhausen, SG Region Karlsruhe, Bayreuth (abgemeldet)

Der Modus
Einteilung: Die 1. Bundesliga besteht aus zwölf Mannschaften. Darunter existieren drei 2. Bundesligen: Nord, West und Süd. Zeitpunkt: Seit 2011 finden die Wettkämpfe im Februar und März statt. In der 1. Bundesliga heißt der sonst übliche Aufstiegskampf „Meisterrunde“.
Ablauf: Insgesamt werden zwei in sich geschlossene Abschnitte benötigt, die entweder auf verschiedene Tage oder auf Vormittag und Nachmittag desselben Tages verteilt sind. In beiden Abschnitten tritt von jedem Verein jeweils ein Schwimmer über jede Strecke an. In der Praxis starten also sechs Schwimmerinnen aus den sechs unterschiedlichen Vereinen in einer Lage gegeneinander. Nachdem als nächstes die sechs Männer die gleiche Strecke schwimmen, starten danach wieder die Frauen mit der nächsten Lage und abwechselnd so werter, bis alle Lagen einmal geschwommen wurden. Der zweite Abschnitt startet analog zum ersten mit anderen Schwimmern. Für jede erreichte Zeit gibt es eine Punktzahl, die anhand der DSV-Punktetabelle berechnet wird. Insgesamt darf ein Schwimmer in beiden Abschnitten zusammen nur maximal fünfmal eingesetzt werden. Am Ende entscheidet die Gesamtpunktzahl.
Auf- und Abstieg: Im Allgemeinen steigen die beiden schlechtesten Mannschaften aus der Abstiegsgruppe für das nächste Jahr ab und die beiden besten Mannschaften aus der Aufstiegsgruppe auf. Es können theoretisch allerdings auch bis zu vier Mannschaften absteigen.

2. Bundesliga Süd
Frauen
01. SSG Saar Max Ritter 23.712
02. SG Stadtwerke München 21.977
03. TSV Hohenbrunn-Riemerlin 21.802
04. SSV Leutzsch 20.854
05. SSG Reutlingen/Tübingen 20.835
06. TG Heddesheim 20.727
07. VfL Sindelfingen 20.123
08. SG Region Karlsruhe 19.992
09. SV Gelnhausen 19.941
10. SG Regio Freiburg 19.406
11. SC Wasserfreunde Fulda 19.292
12. 1. FC Nürnberg Schwimmen abgem.
Männer
01. TSV Hohenbrunn-Riemerling 22.552
02. SC Chemnitz 22.350
03. SG Stadtwerke München 22234
04. VfL Sindelfingen 22.227
05. SG EWR Rheinhessen-Mainz 22.210
06. SV Nikar Heidelberg 21.785
07. SG Bamberg 21.583
08. SV Gelnhausen 21.439
09. SCW Eschbom 20810
10. SSG Reutlingen/Tübingen 20644
11. SG Region Karlsruhe 19.180
12. SV Bayreuth abgemeldet
Gesamtwertung der 2. Bundesliga Süd nach dem Vorkampf


Gelnhäuser Tageblatt, 16.02.2011

SV Gelnhausen II kämpft um Oberliga-Aufstieg
Überraschend starke Leistung der Landesligamannschaft - Bestzeiten am Fließband

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Gelnhausen (red). Während die Männer und Frauen des Schwimmvereins Gelnhausen in Bayreuth den Grundstein für den Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga Süd setzten, trat die DMS-Landesligamannschaft der SVG-Männer (Gelnhausen II) in Frankfurt-Höchst an.
Zwei hessische Mannschaften hatten sich abgemeldet, so dass der Abstieg kaum noch ein Thema war. Beflügelt davon leisteten die SVG-Schwimmer Unglaubliches.
Die Gelnhäuser wurden nach hartem Kampf Zweite hinter der SG Wetterau mit 17.295 Punkten und kämpfen in zwei Wochen an gleicher Stelle um den Aufstieg in die Oberliga. Trainer Robin Rausche, der den etatmäßigen Betreuer Achim Schneider vertrat, peitschte die jungen Mannen zu einer persönlichen Bestleistung nach der anderen. Fast alle Starts wurden mit Bestzeiten und guten Punkten abgeschlossen, so dass Mannschaften, wie Dillenburg und Oberursel, die schon seit Jahren um den Aufstieg in die Oberliga kämpfen, das Nachsehen hatten. Niemand bei den Gelnhäusern hatte mit diesem Erfolg gerechnet. Einziger Wehrmutstropfen des Erfolges: Das SVG-Landesligateam kämpft ausgerechnet dann um den Aufstieg in die Oberliga, wenn die beiden 2. Bundesligamannschaften in Gelnhausen versuchen, den Abstieg in eben diese Oberliga zu verhindern.
„Aus dem tollen Mannschaftsergebnis einen Schwimmer heraus zu heben, würde der Leistung der gesamten Mannschaft nicht gerecht“, so Robin Rausche nach dem Wettkampf. Maximilian Preußer (96), der auf verschiedenen Strecken über sich hinaus wuchs, zeigte besonders gute Freistilergebnisse. Seine 50 Meter Freistil in 25,48 Sekunden war die zweitbeste Zeit in Hessen seit Juni 2010 in seinem Jahrgang. Martin Ottmann (90) heimste ebenfalls mit tollen Ergebnissen viele Punkte für die Mannschaft ein. Er holte mit 666 Punkten über 100 Meter Freistil in 53,85 Sekunden die höchste Einzelpunktzahl des SVG. Knapp dahinter punktete Sebastian Werm (94) mit 664 Zählern fast genauso gut über 400 Meter Freistil in 4:12,26 Minuten.
Werm zeigte darüber hinaus außerordentlich gute Leistungen auf seinen fünf Strecken. Klasse waren auch die Leistungen von Chris Djordjevic (93), der vor allem über 50 Meter Schmetterling in 26,86 Sekunden einen von mehreren Glanzpunkten setzte. Ihm kaum nach stand sein Bruder Mirko (95), der über 400 Meter Freistil seinen persönlichen Höhepunkt hatte in 4:18,42 Minuten und mit 617 Punkten für die Mannschaft. Überzeugt haben auch Lukas Busch (96) über 1500 Meter Freistil, Christian Ries (97) über 400 Meter Lagen als jüngster in der Mannschaft sowie Julian Olbrich (96) mit 1:05,28 Minuten über 100 Meter Rücken. Am Ende eines langen Tages waren die SVG-Schwimmer stolz auf ihre Leistungen und übermittelten diese sogleich nach Bayreuth zu ihren Bundesliga-Kollegen, die sehr beeindruckt zeigten. Ergebnisse.xls (4KB) der SVG-SchwimmerInnen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 14.02.2011

SV Gelnhausen schwimmt auf Kurs Klassenerhalt
2. Bundesliga Süd Vorkampf: Frauen und Männer überzeugen in Bayreuth

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Bayreuth (mih). Der SV Gelnhausen schwimmt nach dem Vorkampf am Samstag in Bayreuth mit beiden Mannschaften auf Kurs Klassenerhalt. Die Frauen stehen vor dem Endkampf am 26. Februar in Gelnhausen auf dem neunten Gesamtrang, die Mänrter gehen als Achter ins Liga-Finale hinein. Sieger bei den Frauen wurde der TSV Hohenbrunn-Riemerling. Bei den Männern gewann die SSG Saar Max Ritter.
Gelnhausens Amazonen hamsterten insgesamt 19 941 Punkte ein und dürften im Hinblick auf den Klassenerhalt fast durch sein, da die drei dahinter platzierten Mannschaften aus Freiburg, Fulda und Nürnberg am Tabellenende zu weit weg sind. Der 1. FC Nürnberg hat seine Mannschaft kurz vor dem Wettkampf zur 2. Bundesliga abgemeldet und steht als erster Absteiger fest. Mit 649 Punkten Vorsprung vor der SG Regio Freiburg „müsste es schon mit dem Teufel zugehen“, wenn die Frauenmannschaft den Klassenerhalt noch vermasseln würde, so Pressewart Rolf Kunert gestern.
Nur 187 Punkte trennen den SVG von, dem Siebten VfL Sindelfingen. Ein Vorteil sicherlich, dass beide Gelnhäuser Mannschaften im gleichen Schwimmbad antraten.
Die Schwimmer im Becken wurden so lautstark unterstützt, dass manche gestern noch mit Heiserkeit zu kämpfen hatten.
Die Unterstützung von außen schien den einen oder anderen jedoch zu beflügeln. So schwamm das Küken des Teams, die erstmals eingesetzte zwölf jährige Franziska Kunert, Altersklassenrekord.
Aus einer geschlossen starken Mannschaft ragte Bo Heeger heraus, die alleine drei neue Vereinsrekorde schwamm, die beste Punktesammlerin war und für die beste Einzelleistung sorgte.
Alleine bei ihrem Rekord über 50 Meter Brust in 0:32,80 Minuten holte sie 789 Punkte. Außerdem schwamm Heeger Vereinsrekord über 100 Meter Freistil und 100 Meter Brust.
Kunert mit tollem Rekord Eine Klasseleistung zeigten auch die Männer mit 21 439 Punkten, was Platz acht in der Südgruppe bedeutet.
Ein sicheres Polster von 2 259 Punkten vor dem ersten Abstiegsplatz und 346 Punkte hinter Platz sechs waren der Lohn für die SVG-Männer.
Thomas Groß schwamm zudem Vereinsrekord über 100 Meter Brust (1:05,95 Minuten), Alexander Kunert pulverisierte den Vereinsrekord gar mit einer Zwischenzeit.
Über 1500 Meter Freistil stellte er bei seiner 800-MeterZwischenzeit den alten Vereinsrekord ein. Den Rekord über 1500 Meter (16:16,92 Minuten) verpasste er nur um 2,7 Sekunden.
Bei den Männern war Daniel Werm bester Punktesammler und Alexander Brechtel glänzte mit der besten Einzelleistung. Auch der Sportliche Leiter Dirk Jannsen konnte mehr als zufrieden sein, schwamm er doch selbst im Kader der Männer erfolgreich mit.



Gelnhäuser Neue Zeitung, 05.02.2011

Der Wettkampf des Jahres
2. Bundesliga in Gelnhausen

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Gelnhausen (re). Bald ist es wieder so weit - nachdem 2010 keine Bundesliga Wettkämpfe im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) stattfanden, geht es demnächst für die beiden Gelnhäuser Schwimm-Mannschaften in der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt. Wie in den Vorjahren wird der Endkampf in der 2. Bundesliga vor heimischem Publikum in der sanierten Schwimmhalle in Gelnhausen stattfinden.
Die DMS wird wiederum im Vor- und Endkampf-Modus ausgetragen. Die erste Weichenstellung findet am 12. Februar 2011 in Bayreuth statt. Die dort erzielten Punkte werden in den Endkampf nach Gelnhausen am 26. Februar mitgenommen. Ob es auch diesmal wieder für beide Mannschaften zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga reichen wird, ist mehr noch als in der Vergangenheit ungewiss. Einige der arrivierten Leistungsträger des SVG werden in diesem Jahr nicht mehr antreten.
Nach einern Jahr, in dem durch die Schwimmbadschließung große Anstrengungen unternommen werden mussten, um überhaupt den Trainingsbetrieb Iür die Wettkampfmannschaften aufrechterhalten zu können und weil Trainer Björn Hauptmannl nach nicht einmal einern Jahr plötzlich und ohne ein Wort der Erklärung im Sommer das Handtuch geworfen hatte, war die Stimmung innerhalb der Mannschaft verständlicher Weise gedrückt.
Voll auf Angriff Dem großen Organisationstalent des Trainergespanns um Heike Heeger und Robin Rausche ist es zu verdanken, dass die Trainingsgruppen nun im heimischen Bad wieder voll auf Angriff geschaltet haben und ihre Blickrichtung auf den Klassenerhalt richten können. Den letzten Schliff holten sich die Sportler bei einern zweiwöchigen Wintertrainingslager, in dem neben den üblichen Wassereinheiten auch Langlauf, Krafttraining und Athletik auf dem Programm standen.
Gerade für die Älteren, die durch Studium und Beruf auf solche Lehrgänge in der Ferienzeit angewiesen sind, zeigt sich nun deutlich die aufkommende DMS-Form. Chancen zum Verbleib in der 2. Bundesliga bestehen daher allemal, denn alle anderen antretenden Vereine müssen ebenfalls ihre Klasse unter Beweis stellen.
Änderungen in den Wettkarnpfbestlmmungen werden zudem alle Mannschaften zum Handeln zwingen. Die in der Vergangenheit üblichen Schwimmanzüge, deren Einsatz eine krasse Wettkampfverzerrung zur Folge hatte, sind seit Anfang 2010 nicht mehr zugelassen. Wer die Gelnhäuser kennt, der weiß um deren Stärke, wenn die geschlossene Mannschaftsleistung in Verbindung mit der besonderen Atmosphäre im heimischen Hallenbad als zusätzlicher Turbo genutzt werden kann.
Die Routine aus mittlerweile elf Jahren Bundesligazugehörigkeit ist ebenfalls ein großes Pfund. Wie in der Vergangenheit wird erst nach der letzten Strecke abgerechnet.
Trainerin Heike Heeger sieht ihre beiden BundesligaMannschaften im Umbruch, nachdem einige junge Nachwuchsschwimmer die Lücke von erfahrenen aber auch jungen abgängigen Schwimmern schließen müssen. Aus schulischen, familiären oder beruflichen Gründen stehen etliche Leistungsträger der vergangenen Jahre nicht mehr zur Verfügung. Besonders für die jungen Frauen wird es sehr schwer werden, eine konkurrenzfähige Mannschaft aufzustellen. Umso spannender wird es sein, ob der anvisierte Klassenerhalt möglich gemacht werden kann.
Die Männermannschaft sieht sich nicht zuletzt durch die starken jungen Nachwuchskräfte wie Hendrik Schamber oder Alexander Kunert gut gerüstet. Punkte garant Daniel Wagenknecht wird dieses Jahr nur bei dem Endkampf in Gelnhausen zur Verfügung stehen. SVG-Urgestein Michael Hecker ist nach Potsdam verzogen, Christoph Heeger wird ebenfalls fehlen und eine Lücke auf den Rückenstrecken hinterlassen.
Der SV Gelnhausen lädt Interessierte ein am 26. Februar 2011 im Hallenbad Gelnhausen die beiden spannenden Durchgänge der 2. Bundesliga zu verfolgen. Der Eintritt ist wie immer frei.

Kader 2. Liga
SVG-Frauen: Bo Heeger (1993), Grit Heeger (84), Lynn Heeger (85), Michelle Solzer (93), Jaqueline Franz (94), Amelie Knitsch (93), Helen Knitsch (96), Stefanie Anders (89), Franziska Kunert (99), Jana Dinges (91).
SVG-Männer: Dirk Janssen (77), Daniel Wagenknecht (83), Daniel Werm (90), Felix Gundlach (90), Hendrik Schamber (95), Alexander Kunert (96), Thomas Groß (85), Alexander Brechtel (86), David Behnsen (88), Sebastian Werm (94), Martin Ottmann (90).

2010

Gelnhäuser Neue Zeitung, 11.03.2010

SVG-Frauenstaffel stellt fünf Vereinsrekorde auf
Nachwuchs der Barbarossastädter brilliert in Frankfurt

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Gelnhausen (re). Großer Erfolg für die beiden SVG-Teams, die sich für den Landesentscheid der DMS-J (Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen-Jugend) qualifiziert haben. Sowohl die SVG-Mädchen der Jugend A (1993/94) als auch die Jungs der Jugend B (1995/96) haben sich in hervorragender Form gezeigt und konnten beide in Frankfurt-Höchst mit einem sehr guten dritten Platz in der Endabrechnung zu den Medaillen schwimmen. Dabei holten die jungen Frauen gleich fünf neue offene Vereinsrekorde bei fünf Starts - ein nie da gewesener Erfolg.
Auch die Jungs der Jugend B verbesserten ihre Leistungen aus dem Bezirksentscheid am Ende um mehr als 4 Sekunden, besonders in der Schmetterlingsstaffel konnten die Jungs noch einen draufsetzen. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften, die zum Teil völlig neu besetzt wurden, starteten für den SVG exakt die gleichen Schwimmerinnen und Schwimmer, sodass der direkte Vergleich mit den Ergebnissen aus dem Vorkampf eine objektive Steigerung nachweisen konnte, sehr zur Zufriedenheit von Trainerin Heike Heeger und Trainer Björn Hauptmannl, die die Mannschaften gemeinsam betreuten.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten, die vier SVG-Mädchen Jaqueline Franz (94), Bo Heeger (93), Michelle Soltzer (93) und Amelie Knitsch (93) sich um insgesamt knapp 19 Sekunden gegenüber dem Bezirksentscheid in der Vorwoche steigern. In allen fünf Staffelwettbewerben schalteten- die vier jungen Damen unisono in ihren Leistungen den Turbo ein und holten einen Vereinsrekord nach dem anderen. Beim Schmetterlingsschwimmen sind die jungen Gelnhäuser Frauen in Hessen nicht zu schlagen, folgerichtig gewannen sie hier in neuer Vereinsbestzeit von 4:35,84 Sekunden. Jaqueline Franz (94) legte hierbei als Startschwimmerin in 1:07,40 Minuten den Grundstein für den Sieg in dieser anspruchsvollsten Disziplin. Auch bei den 4x100-Meter-Freistil zeigten die Mädels eine hervorragende Form und holten einen zweiten Platz in 4:08,36 Minuten für die Gelnhäuser Mannschaft mit Startschwimmerin Bo Heeger (93) in 59,68 Sekunden als Zugpferd. Am Ende wurden die Gelnhäuser Mädels mit der Bronzemedaille belohnt.
Jugend A weiblich (1993/94)
Jugend B männlich (1995/96)
Jaqueline Franz (94)
Amelie Knitsch (93)
Bo Heeger (93)
Michelle Solzer (93)

Max Preußer (96)
Mirko Djordjevic (95)
Hendrik Schamber (95)
Alexander Kunert (96)
Corbin Müller (95)
1. Platz 4 x 100 S 04:35,84 Min 2. Platz 4 x 100 F 03:54,53 Min
2. Platz 4 x 100 F 04:08,36 Min 3. Platz 4 x 100 R 04:37,53 Min
3. Platz 4 x 100 R 04:43,17 Min 3. Platz 4 x 100 S 04:26,93 Min
3. Platz 4 x 100 L 04:39,58 Min 4. Platz 4 x 100 B 05:13,33 Min
4. Platz 4 x 100 B 05:27,56 Min 4. Platz 4 x 100 L 04:28,63 Min
Gesamtzeit: 23:34,51 Min Gesamtzeit 22:40,95 Min
Die SVG-Jungs der Jugend B (1995/96), die sich aus den Schwimmern Max Preußer aus Büdingen. Mirko Djordjevic aus Klein-Auheim, Henrik Schamber aus Gründau sowie Corbin Müller aus Haitz und Alexander Kunert aus Hailer zusammensetzen, zeigten ebenfalls eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Corbin Müller (95) konnte als Startschwimmer in der 4x100-Meter-Bruststaffel mit 1:17,60 Minuten gleich eine neue persönliche Bestleistung aufbieten. Gleiches tat ihm Alexander Kunert in der 4x100-Meter-Schmetterlingsstaffet nach.
Den neuen persönlichen Rekorden seiner Kollegen stand Mirko Djordjevic (95) nicht nach, er startete in der 4x100-Meter-Lagenstaffel ebenfalls mit persönlichem Rekord auf den ersten 100 Metern Rücken in 1:10,03 Minuten und legte damit ebenfalls vor.
Das Fazit des tollen Wettkampfes ist, dass sich in der Individualsportart Schwimmen die SVG-Teilnehmer immer besonders motiviert als Mannschaft zeigen und durch gemeinsame Klasseleistungen in der Riege der großen hessischen Mannschaften mithalten können.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 26.02.2010

Zwei Gelnhäuser Mannschaften beim Hessenfinale dabei
Bezirksentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Eschborn

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Gelnhausen (re). Großer Erfolg für zwei Mannschaften des Schwimmvereins Gelnhausen beim Bezirksentscheid der Deutschen Mannschaftsmetsterschaft in Eschborn. Sowohl die Jugend A der Mädchen Jahrgang 1993/94) als auch die männliche Jugend B (95/96) konnten sich, nach hartem Kampf für den hessischen Entscheid am 6. und7. März in Frankfurt qualifizieren. Insgesamt wurden sechs Mannschaften des SVG im Teamwettbewerb, der über fünf verschiedene Staffelwettbewerbe ausgetragen wird, gemeldet.
Größte Hoffnungsträger des Schwimmvereins waren dabei die größeren Jugendlichen, die ihre hoch gesteckten Erwartungen noch übertrafen. Trotz umstrittener Disqualifikation über die 4 x 100 Meter Brust, was im Nachschwimmen vermutlich vier Sekunden Zeit gekostet hat, schafften die Mädchen der Jugend A in der Besetzung Bo Heeger (93), Jaqueline Franz (94), Michelle Solzer (93), Amelie Knitsch (93) den erhofften zweiten Platz hinter den favorisierten Frankfurterinnen und gewannen einen Pokal. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung überzeugten die vier Scnwimmerinnen auf ganzer Linie. In der hessischen Gesamtwertung bedeutete dies ebenfalls den herausragenden zweiten Platz in, der Gesamtzeit von 23:53,23 Minuten, vor den Hofheimer Mädels.
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Bei den Jungs der Jugend B (95/96) gab es ebenfalls Grund zum Jubel. Mit einem klaren Sieg in Eschborn und einem zweiten Gesamtrang – hinter den erstklassigen Darmstädter Jungs – qualifizierten Sich die Gelnhäuser souverän für den hessischen Endkampf, bei dem es um die begehrten Tickets für die deutsche Entscheidung in Essen gehen wird. Zur Belohnung für fünf Siege bei fünf Staffelstarts gab es den großen Siegerpokal. In der tollen Gesamtzett von 22:44,98 Minuten schwammen die Barbarossastädter souverän zum Sieg in der Besetzung Hendrik Schamber (95), Alexander Kunert (96), Corbin Müller (95), Max Preußer (96), Mirko Djordjevic (95).
Besonders Schamber und Kunert wucnsen einmal mehr über sich hinaus und sicherten verloren geglaubte Rennen mit ihren Topleistungen.
Der noch krankheitsbedingt geschtwächte Müller gab trotz Trainingsrückstands alles und sicherte damit das tolle Mannschattsergebnis der „glorreichen Fünf“.
In der Jugend D (99/00)- der Mädchen erzielten die Gelnhausers mit Platz zehn in der Endabrechnung unter 26 Mannschatten ein sehr ansprechendes Ergebnis: In der Besetzung Alina Linke (00), Johanna Kanschus (00), Valeska Krein (00), Hannah Pfeiffer (99) und Franziska Kuriert (99) schafften die Nachwuchsschwimmennnen eine Gesamtzeit von 29:50,72 Minuten und blieben damit knapp unter der 30-Minuten Grenze. Gut schnitten auch die Mädchen der Jugend C (97/98) ab, die im Endklassement Platz 13 unter 21 Mannschaften in Hessen in der Gesamtzeit von 29:17,79 Minuten erreichten. Für die Jugend C gingen an den Start: Anne-Kathrin Reiß (97), Josefine Emmel (97), Melissa Rofh (97), Eva Wagner (97) und Lea Karn (97). Pech hatten die Jungs der Jugend D (99/00) in der, Besetzung Nikola Djordjevic (99), Dominik Hilpert (99), Dominic Reich (99), Loris Betz (00) und Jonas Thalheimer (00), die wegen Frühstarts der Freistilstaffel und einem technischen Fehler in der Bruststaffel zweimal disqualifiziert wurden – was einmal zu viel war. Trotzdem zeigten die Jungs eine sehr ansprechende Leistung in den fünf Staffeln, besonders Nikola Djordjevic zeigte sich als echte Verstärkung der jungen Mannschaft.
Die Jugend C der Jungs (97/98) musste wegen zwei Krankheitsfällen abgemeldet werden.

2009

Gelnhäuser Tageblatt, 17.12.2009

DMS Bezirksliga: Zweites Frauenteam des SV Gelnhausen belegt in Hanau Rang drei

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GELNHAUSEN (gt). Gut behaupteten sich die beiden Gelnhäuser Nachwuchs-Mannschaften im Bezirksliga Wettkampf der DMS. Die 2. SVG-Damenmannschaft holte hessenweit gesehen mit 12561 Punkten einen guten 13. Platz von 38 teilnehmenden hessischen Mannschaften.
Die jungen Herren der 3. Mannschaft wurden mit 10871 Punkten 22. Platzierte von 36 Mannschaften in Hessen und landeten damit im sicheren Mittelfeld.
Im umgebauten Heinrich-Fischer-Bad in Hanau konnten die jungen SVG-Schwimmer durchweg überzeugen. Beide Mannschaften wurden jeweils Dritte von fünf teilnehmenden Mannschaften, die in Hanau ihren Bezirkswettkampf ausrichteten. Berühmt berüchtigt war wieder die akustische Unterstützung der Gelnhäuser Mannschaftsbetreuer und Schwimmer, die ihre Kollegen mit Trommeln, Tröten und Pfeifen anfeuerten. Für die 3. Mannschaft des SVG trat auch der Trainer der 1. Mannschaft, Björn Hauptmannl, persönlich über fünf Strecken an und ließ es sich nicht nehmen, die eigenen Nachwuchsschwimmer der Jahrgänge 1994 bis 1999 mit guten Punkteergebnissen zu unterstützen. Die zehn- bis fünfzehnjährigen SVG-Mädchen schafften auch ohne prominente Unterstützung ein sehr gutes Ergebnis und sorgten selbst mit guten Leistungen für einen Platz im vorderen Mittelfeld. Für Manuela Szperlinski (Jahrgang 1995) war dieser Bezirksligawettkampf der letzte Einsatz für den Schwimmverein Gelnhausen. Wegen des enormen schulischen Drucks muss die in Bayern wohnende Vierzehnjährige den Leistungssport bedauerlicherweise aufgeben. Der Schwimmverein Gelnhausen bedankt sich bei Manuela Szperlinski und ihren Eltern für ihren tollen Einsatz für den SVG in den vergangen Jahren und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft.
2. Damenmannschaft: Manuela Szperlinski (95), Elisabeth Hilfenhaus (95), Helen Knitsch (96), Franziska Kunert (99), Natascha Kunert (94), Michelle Neumann (96), Anne-Kathirn Reiß (97), Melissa Roth (97), Eva Wagner (97).
3. Herrenmannschaft: Lukas Busch (96), Nikola Djordjevic (99), Philipp Dubiel (96), Julian Emmel (96), Björn Hauptmannl (82), Julian Olbrich (96), Yannik Pache (98), Max Preußer (96), Christian Ries (97), Fabian Trageser (97). Ergebnisse.xls (43KB) der SVG-SchwimmerInnen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 07.12.2009

Zitterpartie mit Happy End
Endkampf 2. Bundesliga / Gelnhäuser Teams halten die Klasse
Von Andreas Schreiber

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Gelnhausen. Schwimm-Festspiele beim SV Gelnhausen: Sowohl die Frauen als auch die Männer haben sich beim Endkampf der 2. Bundesliga Süd bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen (DMS) den Klassenerhalt gesichert und dem Neu-Coach Björn Hauptmannl (löste die langjährige Trainerin Heike Heeger zu Saisonbeginn ab) einen Einstand nach Maß beschert.
Während die Männer bis zur letzten Disziplin zittern mussten, ehe der Klassenerhalt feststand, zeigten die Frauen einen einwandfreien Wettkampf. Auch ohne die erkrankte Leistungsträgerin Stefanie Anders, die ihre Kameraden vom Beckenrand aus unterstützte, dafür aber mit der leicht grippegeschwächten Anna-Lena Prinz und einem Heeger-Duo (Bo und Lynn) in Topform, erreichte die Frauenmannschaft das beste Ergebnis eines weiblichen SVG-Teams aller Zeiten. Nach 21373 Punkten im Vorkampf vor zwei Wochen in Bayreuth steigerte sich die Mannschaft nochmals auf diesmal 21 878 Zähler und landete am Ende auf einem sensationellen sechsten Rang mit 43 271 Punkten.
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Bei den Männern hingegen war Zittern bis zum Ende angesagt. Und dass, obwohl David Behnsen vier persönliche Bestzeiten in fünf Disziplinen schwamm und auch der Rest des Teams um das 14 Jahre alte „Küken“ Hendrik Scnamber durchweg starke Vorstellungen ablieferte. Da die vergangene DMS allerdings in einer Farce endete und es keine Absteiger gab, mussten in diesem Jahr satte vier Vereine in den sauren Apfel beißen.
Am Ende des Wettkampfes kam es daher zum großen Showdown zwischen Regio Freiburg und den Hausherren. Eine von beiden Mannschaften musste absteigen. Mal lagen die Breisgauer mit 40 Zählern in Front, mal der SVG. Bei 45 000 Gesamtpunkten konnte der Abstand zwischen beiden Teams vor dem abschließenden Rennen kleiner nicht sein. Ein hochspannendes Drehbuch, das mit SVG-Topschwimmer Daniel Wagenknecht den perfekten Hauptdarsteller in den finalen Akt schickte. Unterstützt von Trommeln, Tröten, und Wunderkerzen feuerten die Gelnhäuser Teamkollegen ihren stärksten Schwimmer an. Und Wagenknecht hielt den Erwartungen stand.
Er toppte sie sogar noch, indem er seinen eigenen Vereinsrekord über 100 Meter Freistil nochmals verbesserte (50,29 Sekunden). Nicht der einzige Vereinsrekord: Auch Alexander Brechtel (50 Meter Rücken in 26,64 Sekunden), zweimal Bo Heeger (200 Meter Brust in 2:04,19 Minuten und 200 Meter Freistil in 2:04,19 Minuten) sowie erneut Wagenknecht über die 50 Meter Schmetterling (24,65 Sekunden) sorgten für neue Bestzeiten. Damit sicherte sich der SVG als Gesamtneunter mit 45 299 Punkten und hauchdünnem Vorsprung auf Freiburg (282 Zähler) den Klassenerhalt. Erwähnenswert: Alexander Brechtel ließ extra eine Uni-Klausur sausen, um dabei zu sein. Michael Hecker und Christof Kittler gaben zudem ihren Rücktritt vom Bundesligaschwimmen bekannt. Zusammen mit der zweiten Männermannschaft (siehe Bericht auf dieser Seite) wurden die Erfolge in der Gelnhäuser Gaststätte „Fiene“ anschließend gebührend gefeiert. Ergebnisse.xls (42,5KB)

Stimmen:
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Björn Hauptmannl (Trainer SV Gelnhausen): Das war heute so spannend, nervenaufreibend und anstrengend wie noch nie – und besser als erwartet. Sogar die alten Füchse im Team sagten, dass sie solch etnen Wettkampf hier noch nicht erlebt haben. Ein großes Dankeschön gilt Heike Heeger, die die älteren Athleten wie Dirk Janssen, Michael Hecker und Christof Heeger, die nur die DMS schwimmen, super vorbereitet hat. Sie war maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt.
Dantel Wagenknecht (Schwimmer SV Gelnhausen): Bei einem Start bin ich etwas abgerutscht. Ansonsten war es super heute. Das ist jedes Mal der absolute Höhepunkt des Jahres und wir kriegen es immer hin, gerade dann unsere Topleistung abzurufen.
David Behnsen (Schwimmer SV Gelnhausen): Vor einer Riesenatmosphäre haben wir uns im Vergleich zum Vorkampf nochmals gesteigert. Heute hat wirklich alles gepasst.
Dirk Janssen (Schwimmer SV Gelnhausen): Totgesagte leben länger. Wir haben alle Register gezogen, gut gekämpft und noch Riesenglück gehabt. Danach haben wir schön gefeiert und den Triumph genossen.
Rolf Kunert (Pressesprecher SV Gelnhausen): Zwei Wochen nach dem Vorkampf bis jetzt die Spannung zu halten, war sehr schwierig, gerade für die Älteren. Es war super spannend und so laut, dass man Kopfschmerzen bekam – aber schön.
Eberhard Mothes (ehemaliger SVG-Trainer, außerdem ExCoach der spanischen und ostdeutschen Nationalmannschaft): Ich frage mich, was sich die großen Herren im Schwimmverband ausdenken, um wieder neue Rekorde in Aussicht zu stellen. Ohne diese Hightech-Anzüge, die ab Januar ja verboten sind, ist mir das ein Rätsel.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 07.12.2009

Auch die Zweite bleibt drin
Landesliga Männer

Gelnhausen (sch). Jubel auch betm zweiten Männerteam des SV Gelnhausen: Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft sicherte sich in Frankfurt-Höchst ebenfalls den Klassenerhalt. Am Ende belegte der SVG jenseits von Gut und Böse den achten Rang in der Landesliga Hessen.
Aufgrund sieben krankheitsbedingter Absagen traten die Gelnhäuser mit lediglich acht gesunden Schwimmern an, die jedoch mit einer immensen Energieleistung den Ligaverbleib klarmachten – und das im Vergleich zu den meisten anderen Teams ohne Hightech-Schwimmanzüge. Rekordverdächtig: Das 45 Jahre alte SVG-Urgestein Achim Schneider nahm bereits zum 30. Mal in Folge an einer Deutschen Mannschaftsmeisterschaft teil. Der Sportwart sammelte bei seinem vermutlich letzten DMS-Einsatz wichtige Punkte über die 400 und 1500 Meter Freistil.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 07.12.2009

DMS letztmals in der Barbarossastadt ?
Verband bestimmt Ausrichtungsort

Gelnhausen (sch). Nicht nur die Athleten des SV Gelnhausen präsentierten sich bundesligareif. Auch das Organisationsteam des SVG war einmal mehr in Bestlorm.
„Die anderen Teams kommen immer gerne zu uns in die Halle und schätzen die Atmosphäre bei uns“, sagte SVG-Pressespreeher Rolf Kunert.
In der Tat: Die weitläufige Halle, ein Einschwimmbecken für die Athleten, leckeres Catering und eine gute Stimmung – die Umstände im Gelnhäuser Hallenbad wurden dem Anlass gerecht. Lob gebührte auch den Protokollanten Bianca Kurz sowie Thomas und Meike Barchet, die die Ergebnislisten nach jeder Disziplin in Windeseile in der Halle aushängten. Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache, dass der Deutsche Schwimm-Verband die Ausrichtung der DMS ab nächstem Jahr nicht mehr den Bewerbern wie dem SV Gelnhausen zukommen lässt, sondern den Ausrichtungsort selbst bestimmt.


Gelnhäuser Tageblatt, 07.12.2009

Erfolg in Nerven zerfetzendem Krimi
Doppelter Grund zur Freude für SV Gelnhausen: Damen und Herren schaffen Klassenerhalt in 2. Bundesliga - Damen glänzen

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GELNHAUSEN (sta). Auch diesmal haben es die beiden Teams des SV Gelnhausen wieder geschafft, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu meistern. Spannung bis zum Schluss gab es beim Rückkampf am Samstag im Hallenbad der Barbarossastadt trotzdem, denn erst drei Stunden nach Ende des Wettkampfs war klar, dass der Verbleib in der zweithöhsten Liga gesichert ist. Trainer Björn Hauptmannl und Heike Heeger, die die Herren vorbereitet hatte, fieberten mit der Mannschaft mit, als es um jeden Punkt ging.
Bereits im Vorkampf in Bayreuth hatte die Damenmannschaft ihre Stärke bewiesen und einen deutlichen Vorsprung auf die Abstiegszone erschwommen. Doch anstatt sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, legten sie im Rückkampf nach und steigerten ihre Punktzahl vom Vorkampf um 503 Punkte. Mit 21 878 Punkten erreichten sie so in der eigenen Halle Platz vier von acht teilnehmenden Mannschaften. Eine enorme Leistung im Anbetracht der Tatsache, dass Anna-Lena Prinz (94) und Jenny Staack (96) gesundheitlich angeschlagen waren. Doch trotzdem kämpften sich beide durch die anstrengendsten Strecken und bestritten diese mit Bravour. Das Durchschnittsalter der Schwimmerinnen war zudem eines der jüngsten in der Geschichte des SVG.
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Insgesamt holten die Gelnhäuser Damen ein hervorragendes Gesamtergebnis von 43 271 Punkten, was den sechsten Platz von 14 Teams bedeutet. Somit haben sich die Erwartungen von Björn Hauptmannl, dem neuen Trainer der 1. Mannschaft, erfüllt: Die Damen haben zum 85-jährigen Vereinsjubiläum die erfolgreichste Leistung in der Vereinsgeschichte erkämpft. „Dieses Jahr war die Stimmung einfach atemberaubend. Unser Frauenteam hat einen großen Ehrgeiz entwickelt und alle haben zusammengehalten. Auch wenn jemand bei seinem Rennen nicht die Topleistung erbringen konnte, versuchten wir im nächsten Rennen erneut an unsere Grenzen zu gehen. Wir haben mit den Männern mitgefiebert, die zum Schluss glücklicherweise auch ihren Klassenerhalt feiern konnten. Bei jedem Start wurde der Schwimmer durch das Team, das am Beckenrand stand, hoch motiviert und somit konnten einige von uns die eigenen Bestzeiten unterbieten. Die DMS ist einfach jedes Jahr ein sehr außergewöhnlicher, emotionsgeladener und sehr aufregender Wettkampf, der das gesamte Team zusammenschweißt“, kommentierte Jana Dinges das Ergebnis.
Sie selbst war eine der großen Leistungsträgerinnen und schwamm mehrere Bestzeiten. Ebenso ihre Teamkollegin Jaqueline Franz, die das drittbeste Resultat erschwamm. Die meisten Punkte für die SVG- Damenmannschaft holte Lynn Heeger: 3646 Punkte gingen auf ihr Konto und trugen einen großen Teil zum Erfolg bei. Herausragend waren ebenso die Leistungen von Bo Heeger, sie holte die zweitmeisten Punkte und schwamm gleich zwei neue Vereinsrekorde.
Herren: Oldies nicht zu stoppenBeinahe Nerven zerfetzend verlief der Rückkampf bei den SVG- Männern. Und auch bei den anderen Mannschaften war die Anspannung deutlich zu spüren, da bis zum letzten Rennen kein klares Ergebnis gedeutet werden konnte. Trotz einer Leistungssteigerung im Rückkampf von 369 Punkten auf dann insgesamt 22 830 Punkten wurde es sehr eng. Im Verlauf des Wettkampfes kamen die Freiburger Schwimmer in der Tabelle immer näher, überholten die Gelnhäuser sogar kurz vor Schluss in der Zwischenwertung, so dass die finalen Rennen zur Zitterpartie wurden. Am Ende hatten sie jedoch keine Chance gegen die starken, „alten“ Herren des SVG auf den Sprintstrecken, allen voran Daniel Wagenknecht (83), der einen Vereinsrekord über 100 Meter Freistil in 50,29 Sekunden schwamm, bemerkenswerte 818 Punkte einheimste und damit die endgültige Gewissheit brachte, Freiburg mit einer Gesamtpunktzahl von 45 299 Punkten endgültig besiegt zu haben. „Am Ende, als es wirklich um jeden Punkt ging, da haben wirklich alle noch Mal ihr Bestes gegeben, sowohl im als auch außerhalb des Wassers. Sogar Freiburg hat seine Schwimmer lautstark angefeuert, das war beeindruckend. Die Stimmung war einfach sensationell!“, so Wagenknecht. Er zählt schon seit Jahren zu den Spitzensportlern im Schwimmverein und ist für die Bundesligamannschaft einfach unverzichtbar geworden.
Obwohl er mitten im Berufsleben steht, schleppt sich Wagenknecht mit seinen Teamkollegen fast täglich ins Schwimmbad, um fleißig zu trainieren. Diese Leistung zahlte sich aus: Er schwamm auf 200 Meter Freistil und 50 Meter Schmetterling einen neuen Vereinsrekord. Auch Alexander Brechtel holte einen neuen Vereinsrekord über 50 Meter Rücken in 26,64 Sekunden. Damit brach er den fünf Jahre alten Rekord seines Teamkollegen Michael Hecker. Diesen Erfolg hatte er sich auch verdient, nachdem Brechtel eine wichtige Klausur an der Uni ausfallen ließ, um seinem Team beistehen zu können. Auch Daniel Werm, der gesundheitlich angeschlagen war, kämpfte sich wacker durch die 1500m-Freistil, um alles für die Mannschaft zu geben.
„Und das ist gerade das schöne an der DMS, man schafft es jedes Jahr, sich neu zu motivieren, egal wie schwer es ist“, so David Behnsen nach dem Wettkampf. Dieses Jahr schien Behnsen ganz besonders motiviert zu sein, denn schon im Vorkampf zeigte er unglaubliche Erfolge und trumpfte im Rückkampf noch mal auf und zeigte, was in ihm steckte.
Drei Stunden Bangen und HoffenAls Sechstplatzierte in Gelnhausen und damit insgesamt Neunte von 14 Mannschaften in der 2.Bundesliga Süd, mussten die SVG-Herren dennoch lange zittern, da es noch eine geringe, aber theoretische Unsicherheit gab, ob dieser Platz reichte. Es war sicher, dass vier Mannschaften absteigen müssen in diesem Jahr. Aufgrund der Ergebnisse aus dem Vorkampf war klar, dass mehr Mannschaften aus dem Süden aus der 1. Bundesliga absteigen als aufsteigen werden, so dass selbst der zehnte Platz für Freiburg ein Abstiegsplatz wurde. Bei weiterer ungünstiger Konstellation der Ab- und Aufstiege aus der 1. Bundesliga hätte es auch für die SVG- Herren noch negativ ausgehen können – und das nach zehn Jahren der Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga. Knapp drei Stunden später, um 21.30 Uhr, kam dann die erlösende Nachricht von Trainer Björn Hauptmannl, der nach dem finalen Rennen permanent telefoniert und im Internet nach Informationen gesucht hatte: Auch die SVG- Männer hatten es wieder einmal geschafft.
Großer Jubel bei allen Gelnhäusern, die zusammen mit dem ehemaligen Trainer Eberhard Mothes, der die Mannschaft früher zu erfolgreichen Schwimmern ausgebildet hatte, bis in die Nacht feierten. Für zwei Schwimmer war das auch gleichzeitig der Abschied aus der 1. Mannschaft, Michael Hecker und Christof Heeger werden im nächsten Jahr nicht mehr dieses Trainingspensum halten können, da sie als Familienväter nun anderen Dingen ihre Prioritäten widmen müssen und wollen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 05.12.2009

Heute zählt's: Hopp oder topp
Gelnhäuser Schwimmer wollen Klassenerhalt in der 2. Liga klarmachen

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Gelnhausen (sch). Sechs Jahre lang leitete Heike Heeger die sportlichen Geschicke beim SV Gelnhausen, ehe sie mit Beginn dieser Saison Ende August vom 27 Jahre alten B-Ltzenz-Inhaber Björn Hauptmannl als Trainer abgelöst wurde. Vor dem Rückkampf der 2. Bundesliga (heute ab elf Uhr im Hallenbad Gelnhausen) stand der in Echzell wohnhafte Student der GNZ Rede und Antwort.

GNZ: Wie kam der Kontakt nach Gelnhausen zustande? Warum der Wechsel von Fechenheim in die Barbarossastadt? Björn Hauptmanni: Ich wollte aus privaten Gründen weg aus Fechenheim. Gleichzeitig äußerte Heike Heeger den Wunsch, sich neu orientieren zu wollen, nachdem ein adäquater Trainer gefunden wurde. Da der Kontakt zu Heike schon immer da war, ich ihren Sohn und auch den SVG gut kannte, fragte sie mich, ob ich es mir nicht vorstellen könne, neuer Trainer in Gelnhausen zu werden.
Steht Ihnen Ihre Vorgängerin in der Trainingsarbeit weiterhin zur Verfügung? Ja. Ich bin zwar Hauptverantwortlicher, aber Heike ist für das Langtraining, also den kompletten Athletikbereich zuständig.
Wie gefiel Ihnen der Einstieg in Gelnhausen?, Sind Sie zufrieden mit den bisher gezeigten Letstungen? Ich war sechs Jahre in Fechenheim. Da ist die Eingewöhnungsphase bei einem neuen Verein natürlich schwierig. Sportlich waren die etwas mehr als drei Monate top. Wir haben alles erreicht und sind eine überaus erfolgreiche Hessenmeisterschaft geschwommen.
Wie zufrieden sind Sie mit beiden SVG-Mannschaften nach dem Vorkampf der 2. Bundesliga in Bayreuth gewesen? Die Frauen erreichten den sechsten Platz, die Männer wurden Achter. Der Klassenerhalt scheint machbar. Entweder hopp oder topp. Der Vorkampf war jedenfalls schon mal gut. Sowohl die Frauen als auch die Männer haben die Voraussetzungen geschaffen, den Klassenerhalt klar zu machen. Vor allem die Frauen haben überzeugt. Bleiben sie Sechster, wäre dies die beste Platzierung jemals für ein Frauenteam des SVG. Das wird aber ein schwieriges Unterfangen, da sich die Mannschaften, die hinter uns liegen, nach dem Vorkampf noch einmal verstärkt haben. Bei den Männern hat vor dem personellen Umbruch, der vor uns liegt, keiner an solch eine Platzierung geglaubt. Auch hier war das Ergebnis sehr, sehr gut: Da es vergangenes Jahr jedoch keine Absteiger gab, ist die Klasse durch eine Sonderregelung auf 14 Mannschaften aufgestockt worden. Das bedeutet satte vier Absteiger.
Wer zählt zu den Hauptkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt? Bei den Frauen sind das Fulda, Kerlsrune und Heddesheim, bei den Herren ReutlingenjTübingen, Sindelfingen und Freiburg.
Stichwort Trainingsarbeit: Wie haben Sie ihre Mannschaft nach dem Vorkampf auf den heutigen Saisonhöhepunkt vorbereitet? Das war schwierig, weil dazwischen die Deutsche Meisterschaft stattfand. Also haben wir die Woche nach dem Vorkampf eher hart trainiert und in der vergangen Woche uns mehr Ruhepausen gegönnt. Die Belastung haben wir über den Wettkampf am vergangenen Wochenende gesetzt.
Wie schwer wiegt die Lücke der langzeiterkrankten Leistungsträgerin Stefanie Anders, die erst im kommenden Jahr wieder ins Training einsteigen wird? Sie ist eine der besten Schwimmerinnen und punktet normal auf fünf verschiedenen Strecken exzellent. Trotzdem haben wir ihren Ausfall relativ gut kompensiert. Aber klar ist auch: Mit ihr wären wir deutlich stärker.
Gibt es weitere Ausfälle zu beklagen? Anna-Lena Prinz und Daniel Werm sind beide grippegeschwächt. Ob sie heute dabei sein werden, entscheiden wir kurzfristig.
Schwimmen Sie heute selbst mit? Es war bei meinem Einstieg zwar geplant. Krankheitsbedingt ist es dann aber nichts geworden. Wenn ich der Mannschattin ferner Zukunft helfen kann, mache ich das. Ansonsten lasse ich es aber ganz bestimmt bleiben.
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Wer nimmt in ihrem Team eine Art Führungsrolle ein? Von welchem Athleten erwarten Sie, dass er vorneweg geht, sollte es heute nicht nach Plan laufen? Wir haben bei den Herren eine sehr routinierte Mannschaft, die im Schnitt sehr erfahren ist. Eine klassische Führungsfigur ist nicht dabei. Von der Leistung her ist Daniel Wagenknecht sicherlich das Vorbild in einer homogenen Truppe.
Könnte der Heimvorteil mit der fantastischen Atmosphäre, die die Gelnhäuser Schwimmer bei Heimauftritten stets erzeugen, ein entscheidender Faktor werden?
Da hoffen wir ganz extrem darauf. Deswegen bewerben wir uns auch jedes Jahr darum. Zumal wir uns dann eine weite Reise ersparen und viele Fans in die Halle kommen, die uns unterstützen. Das ist ein großer Vorteil, durch den wir uns hoffentlich nochmals steigern werden.
Wie handhaben Sie beim SVG die Problematik der „Wunderanzüge“? Geht ihre Mannschaft mit diesen Rekordbringern ins Rennen? Ohne diese Anzüge wären wir schon abgestiegen. Also mussten wir das Spielchen mitmachen, auch wenn ich es nicht befürworte. Ab dem 1. Januar gehören sie allerdings der Vergangenheit an.
Wie geht es nach dem Rückkampf der 2. Bundesliga weiter? Was sind die nächsten sportlichen Ziele? Die Vorbereitung für die Langbahnen-Distanzen und die damit einhergehenden Qualifikationen gehen danach direkt los. Im Mai, Juni und Juli folgen dann die Deutschen und die Süddeutschen Metsterschaften. Es wird also nicht langweilig.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 24.11.2009

SVG-Männer II fast gerettet
Deutschen Mannschaftsmeisterschaften: Platz acht in der Landesliga

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Gelnhausen (re). Die zweite Männermannschaft des SV Gelnhausen hat bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften(DMS) den achten Landesliga-Platz belegt. Damit ist der Klassenerhalt zu 99,9 Prozent gesichert. Seinen Anteil dazu trug Jubilar Achim Schneider bei, der wohl das letzte Mal ins Becken abtauchte.
30 Jahre aktiv im Dienste des SV Gelnhausen. Das ist ein Jubiläum der besonderen Art, auf das Sportwart Achim Schneider (64) am vergangenen Wochenende zurückhlicken konnte. Ununterbrochen startete Schneider für die DMS-Mannschaften des SVG seit genau drei Jahrzehnten, Jahr für Jahr. Keine Krankheit oder Verletzung konnte ihn stoppen – und so tauchte er auch dieses Jahr erneut und vermutlich zum letzten Mal ins Becken einer 25-Meter-Bahn ein, um für die Landesliga-Mannschaft wichtige Punkte über die anstrengenden Strecken 1500 Meter Freistil und 400 Meter Freistil zu erkämpfen. Schneider und seine ersatzgeschwächte nur achtköpfige Mannschaft gaben ihr Bestes, um am Ende des langen Samstags mit 15 580 Punkten als Achte im Endklassement in Hessen zu landen.
Tabelle
Pl.
Verein
Punkte
01.
SG Frankfurt III
18 159
02.
DSW Darmstadt III
17 587
03.
SG Wetterau
17 111
04.
SC Oberursel
16 337
05.
TSG Darmstadt
16 294
06.
TV WetzlarII
16 000
07.
SV Blau-Gelb Dieburg
15 815
08.
SV Gelnhausen II
15 580
09.
TG Rüsselsheim
15 301
10.
TSV Heusenstamm
14 719
11.
TSV Stadtallendorf
13 591
12.
SGATCBaunatal II
9 971
Sieben krankheitsbedingte Absagen schockten den Sportwart am Tag vor dem Wettkampf. Dennoch gelang es den verbliebenen Mannen, mit einer Kraftanstrengung das Notwendige herauszuholen, um nicht in den Abstiegsstrudel zu gelangen. Mit dem achten Platz im Endklassement ist der Klassenerhalt zu 99,9 Prozent gesichert. Der TSV Stadtallendorf und die SG Baunatal II auf den Rängen elf und zwölf steigen sicher ab. Ob sich die Zahl der Absteiger erhöht, hängt von den Aufstiegskämpten in zwei Wochen ab. Dass es den SVG auf Rang acht erwischen wird, scheint ausgeschlossen.
Herausragend war der Einsatz der beiden anderen alten Hasen aus Gelnhausen, Andreas Hinrich (Jahrgarig 1981) und Robin Rausche (89), die trotz Trainingsrückstands alles gaben und wichtige Punkte beisteuern konnten. Neuling Mirko Djordjevic (95) fügte sich gleich gut in die Mannschaft ein und konnte überzeugen. Martin Ottmann (90) brachte gewohnt starke Leistungen, wie auch seine Kollegen Sebastian Werm (94), Corbin Müller (95) und Alexander Kunert (96) als jüngster Teilnehmer.
Besonderen Wert legten die acht SVG-Schwimmer der zweiten Mannschaft auf die Tatsache, dass ihre Leistungen durchweg mit Badehosen herkömmlicher Bauart geschwommen wurden, während andere Teams zum Teil mit High-Tech ausgerüstet waren.


Gelnhäuser Tageblatt, 23.11.2009

SVG verschafft sich glänzende Ausgangsposition

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GELNHAUSEN (gt). Mit sehr guten Leistungen empfahlen sich beide Schwimmmannschaften des SV Gelnhausen am Samstag für den Verbleib in der DMS 2. Bundesliga. Mit einem nicht erwarteten sechsten Platz mit 21373 Punkten konnten die Damen sich im guten Mittelfeld der 14 Mannschaften platzieren – fern der Abstiegsplätze.
Die SVG-Männer sind mit Platz acht und 22469 Punkten ebenfalls gut dabei, müssen im Rückkampf am 5. Dezember in Gelnhausen aber noch eine Schippe drauflegen, damit der Abstieg vermieden werden kann, da bekanntlich vier Mannschaften in die Oberliga zurück müssen. Trainer Björn Hauptmannl zeigte sich höchst erfreut über die außerordentlich guten Leistungen seiner Schwimmer. „Jeder hat seinen Teil dazu beigesteuert“, so ein sichtlich zufriedener SVG-Trainer über seine Schwimmer am Ende des ereignisreichen Tages.
Bei den Herren stach nach längerer Zwangspause vom Schwimmen besonders David Behnsen (Jahrgang 1988) mit fantastischen Leistungen hervor. Besonders seine 52,20 Sekunden über 100 Meter Freistil brachten viele Punkte für die Mannschaft. „Oldie“ und Sportlicher Leiter des SVG, Dirk Janssen (77), glänzte noch einmal mit starken 1500 Meter Freistil und tollen 200 Meter Brust-Ergebnissen. Bei den jungen Damen traten besonders Bo Heeger (93), mit drei Vereinsrekorden über alle drei Bruststrecken, Anna-Lena Prinz (94) mit sehr starken 200 Meter und 800 Meter Freistilzeiten, sowie Jaqueline Franz (94) über die 100 Meter und 400 Meter Lagen hervor. Amelie Knitsch (93) zeigte sich als sehr gute Alternative auf den anstrengenden Bruststrecken.
Trainer Hauptmannl betonte nach dem harten Wettkampf, dass bei den Herren wieder die Motivation und das super Teamgefühl entscheidende Faktoren für den Erfolg waren und der Mannschaft zu diesen tollen Leistungen verholfen hat. Insgesamt liegen vier Mannschaften in der Zwischenwertung etwas abgeschlagen, die Mannschaften auf den Plätzen acht, neun und zehn werden im Rückkampf den letzten oder die beiden letzten Absteiger unter sich ausmachen.
In Anbetracht der geringen Punktabstände braucht der SVG im Rückkampf in Gelnhausen jede Unterstützung, um noch einmal mit einem Kraftakt die Platzierung zu bestätigen und am Ende das Abstiegsgespenst erneut zu vertreiben.
Bei den Damen profitierte der SVG von einer geschlossenen Mannschaftsleistung, so dass empfindliche Ausfälle – wie von Leistungsträgerin Stefanie Anders (krank) – gut kompensiert werden konnten. Es wäre sogar Platz drei im Bereich des Möglichen gewesen, wäre nicht die bittere Disqualifikation von Bo Heeger über 200 Meter Brust passiert. Deswegen war eine Umstellung im Team notwendig geworden, was einige Punkte gekostet hat. Trainer Hauptmannl liebäugelt in der Abschlusstabelle nach dem Rückkampf mit einer Top 6-Platzierung für die Damen, was ein Riesenerfolg wäre.
Am Ende wies Hauptmannl insbesondere darauf hin, dass vor allem die „Älteren“ in der Mannschaft erneut die Garanten des Erfolges und die Zugpferde für die Jugend waren. Diese rissen den Nachwuchs regelrecht zu unglaublich guten Leistungen mit. Der besondere Dank des Coaches galt darüber hinaus seiner Vorgängerin und Unterstützerin, Heike Heeger, bei der er sich für ihre Hilfe und den großartigen Einsatz bedankte, ohne den das alles nicht möglich gewesen wäre. Besonders betonte er, dass Heike Heeger ihre Tochter Lynn extra von ihrer Bachelor Abschlussfeier in Göttingen am Morgen des Wettkampfs nach Bayreuth gebracht hat, dies wäre mehr als bemerkenswert - geradezu eine Energieleistung. Impressionen und Ergebnisse.xls (38KB)


Gelnhäuser Tageblatt, 21.11.2009

SVG in der 2. Bundesliga: Heute geht es um Klassenerhalt
Hinkampf sportlich aufgewertet - Stefanie Anders fällt aus - Rückkampf in Gelnhausen

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GELNHAUSEN (gt). Es wird wieder ernst für die Schwimmer und Schwimmerinnen des SV Gelnhausen. Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Schwimmer der 2. Bundesliga Hinrunde treffen sich am heutigen Samstag in Bayreuth zu ihrem Vorkampf. Für Spannung ist dieses Jahr in doppelter Hinsicht gesorgt, denn anders als im Vorjahr, als keine Mannschaft absteigen konnte, werden dieses Jahr mindestens vier Mannschaften – im schlimmsten Fall sieben – als Absteiger in die Oberliga zurück müssen. Allein diese Tatsache sorgt bei allen Beteiligten für das notwendige Adrenalin. Gesteigert wird die Spannung dadurch, dass dieses Jahr das erste Mal auch die Punkte aus dem Vorkampf voll mit in die Endabrechnung hineinfließen werden, so dass der heutige „Aufgalopp“ nicht mehr als „Warmschwimmen“ oder Standortbestimmung betrachtet werden kann, sondern es bereits heute um wichtige Punkte und Vorentscheidungen geht.
Zwei Wochen später, am Samstag, 5. Dezember, findet dann der entscheidende Rückkampf statt. Diese wichtige zweite Runde wird erneut im Gelnhäuser Hallenbad ausgetragen.
Schonen kann sich dieses Jahr selbst in der Vorrunde niemand mehr. Entscheidend für die Gelnhäuser wird nicht nur die eigene Form sein, sondern auch die Antwort auf die Frage, wie stark die anderen Mannschaften unter der derzeit grassierenden Grippewelle leiden und mit welchem Material geschwommen wird. Erstmalig – und vermutlich auch letztmalig – ist das Equipment mitentscheidend. Wer die Materialschlacht 2009 mitmachen kann, ist deutlich im Vorteil. Zwar werden die Karten überall ab Januar 2010, wenn die Polyurethan-Hightech-Anzüge und andere Hilfsmittel wie das "Tapen" verboten sein werden, neu gemischt, das verhindert allerdings nicht, dass vorher noch jedes Mittel genutzt wird, um sich den einen oder anderen legalen Vorteil zu verschaffen.
SVG-Trainer Björn Hauptmannl musste sich dem Druck beugen und hat - um seine Schwimmer nicht hinterher schwimmen zu lassen – ebenfalls einige Anzüge beschafft, die gezielt eingesetzt für entscheidende Punkte sorgen könnten.
Realistische Chancen, beide Gelnhäuser Mannschaften in der 2. Bundesliga halten zu können, sieht der junge optimistische Trainer allemal, nicht nur wegen der Anzüge. Seit Sommer haben alle jüngeren Schwimmer sehr hart trainiert, ein Trainingslager absolviert und bei den Hessischen Meisterschaften gezeigt, wo es langgehen kann. Die älteren, erfahrenen Frauen und Männer, die bereits im Berufsleben oder Studium stehen, hatten es da deutlich schwerer, sich an ihre alten Leistungen heran zu trainieren. So darf man sehr gespannt sein, ob ein Signal der Hoffnung am Samstag aufkommt, oder ob das große Zittern dieses Jahr einziehen wird. Leistungsträger wie Daniel Wagenknecht (Jahrgang 1983) und Michael Hecker (1977) werden wieder die Mannschaft mitreißen und Trainer Hauptmannl die Schwimmer motivieren bis in die Haarspitzen.
Bei den Damen bilden die beiden Heeger-Schwestern das Rückgrat der Mannschaft. Leistungsträgerin Stefanie Anders (89), eine sichere „Bank“ auf fünf Strecken, fällt dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen aus – ein herber Rückschlag für das Gelnhäuser Team. Neulinge wie Amelie Knitsch (93), Michelle Solzer (93) bei den Damen, sowie Hendrik Schamber (95) bei den Herren werden versuchen, mit ihren Leistungen Punkte für den Klassenerhalt beizusteuern und die Lücke der älteren Schwimmer zu schließen, die mit dem enorm anstrengenden Leistungsschwimmen aufgehört haben oder aus anderen Gründen ausfallen werden.

Bereits gestern reiste der SVG-Tross nach Bayreuth.
Damen: Lynn Heeger (85), Bo Heeger (93), Jana Dinges (91), Jaqueline Franz (94), Jenny Staack (96), Michelle Solzer (93), Amelie Knitsch (93), Anna-Lena Prinz (94)
Herren: Daniel Wagenknecht (83), Alexander Brechtel (86), Daniel Werm (90), Christof Heeger (80), Thomas Groß (85), Felix Gundlach (90), Dirk Janssen (77), Michael Hecker (77), David Behnsen (88), Hendrik Schamber (95).

2008

Impressionen vom Wettkampf unter www.presseplanet.de


GT extra, 17.12.2008

Spenden für den Schwimmverein

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Der Vorsitzende des Schwimmvereins Gelnhausen 1924 e.V., Dr. Rolf Müller, hat sich auch in diesem Jahr wieder bei den beiden Geschäftsführern des Bauzentrums Rüppel, Thomas und Christian Rüppel, für die großzügige Unterstützung der beiden SVG-Bundesliga-Mannschaften bedanken können.
Es gehöre zur Tradition, seitdem die Gelnhäuser Teams in der Zweiten Bundesliga schwimmen, dass stets ein neues, exclusives T-Shirt entworfen werde, das ausschließlich die Mannschaftsmitglieder, die Trainer und die beiden Sponsoren erhielten, erläuterte der SVG-Chef.
„Wir sind immer wieder auf`s Neue stolz, dass es uns gelingt, uns sowohl mit der Männer- als auch der Frauenmannschaft in der zweithöchsten deutschen Schwimmliga so gut behaupten zu können, obwoh wir nur mit Vereins-Eigengewächsen antreten, die keinen Cent erhalten“, betonte Rolf Müller.
Aus diesem Grunde sei die Hilfestellung durch die sport- und vereinsfreundlichen Unternehmer des Bauzentrums von so großer Bedeutung für den ehrenamtlich geführten barbarossastädtischen Schwimmverein.


Gelnhäuser Tageblatt, 10.11.2008

SVG legt noch einmal mächtig zu
Wagenknecht und Lynn Heeger führen Teams auf Top-Plätze

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GELNHAUSEN (lh). Trommelwirbel am Beckenrand, hochmotivierte Schwimmer auf dem Startblock, eine aufgeheizte Stimmung im gesamten Bad und der Präsident des Hessischen Schwimm-Verbands im SVG-Fanshirt mitten unter den Gelnhäuser Schwimmern: Wenn es so rund geht im Hallenbad der Barbarossastadt, dann ist wieder 2. Bundesliga. Am Samstag war es wieder soweit, da standen in Gelnhausen die Endkämpfe zur Mannschaftsmeisterschaft der Schwimmer an und die Gastgeber glänzten sowohl was die Organisation, aber auch was die sportlichen Leistungen betrifft. Mit Rang fünf bei den Männern und Rang sieben bei den Frauen belegte der SVG jeweils Spitzenplätze, bestätigte nicht nur die Leistungen von der Hinrunde von vor einer Woche in Bayreuth, sondern packte - was die Punktanzahl geht - noch einmal mächtig was oben drauf. Obwohl es nach den Planungen des Schwimm-Verbandes in diesem Jahr keine Absteiger gibt, können die SVG-Athleten/innen jetzt ganz gelassen möglichen Einsprüchen entgegen sehen: Der Klassenerhalt ist auch sportlich auf jeden Fall in trockenen Tüchern.
Plätze fünf und sieben Die Gelnhäuser Männer konnten sich im Vergleich zum Hinkampf noch einmal um fast 2000 Punkte steigern, kamen am Ende auf 23142 Zähler. Herausragender Schwimmer war einmal mehr Daniel Wagenknecht, der bei seinen Starts allein 4024 Punkte erschwamm und zugleich drei Vereinsrekorde aufstellte: Über 50- (22,89 Sekunden) und 100-Meter-Freistil (50,36) sowie über 100-Meter-Lagen (57,78). Ebenfalls mehr als 3000 Punkte auf das SVG-Konto schaufelten Thomas Groß und Alexander Brechtel.
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Auch die Frauen, die erst im vergangenen Jahr den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hatten, steigerten sich im Vergleich zur Vorwoche noch einmal um fast 400 Punkte und kamen letztlich auf 22048 Zähler, was unter zwölf Teams einen glänzenden siebten Rang bedeutete. Dabei stellten die Gastgeberinnen vier Vereinsrekorde auf: Drei davon gingen auf das Konto von Lynn Heeger (Jahrgang 1998): Über 50-Meter-Freistil (26,28), 50-Meter-Schmetterling (27,60) und 100-Meter-Lagen (1:05,53) setze sie Bestmarken. Auch Nachwuchshoffnung Anna-Lena Prinz (94) stellte einmal mehr ihre Klasse unter Beweis, schwamm über 400-Meter-Lagen Vereinsrekord (5:06,28). Lynn Heeger und Anna-Lena Prinz waren dann auch neben Stefanie Anders und Bo Heeger die eifrigsten Punktesammlerinnen des SVG. Jede dieser vier Schwimmerinnen kam auf mehr als 3000 Zähler.

2. Bundesliga Süd/Frauen
2. Bundesliga Süd/Männer
1. SG Rheinhessen
2. SSG Leipzig
3. SC Chemnitz
4. VfLSindelfingen
5. SG Region Karlsruhe I
6. TG Heddesheim
7. SV Gelnhausen
8. 1. FC Nünberg
9. SG Regio Freiburg
10. SG ACT/Baunatal
11. SC Fulda
12. SV Wacker Burghausen
24298
23897
23075
22405
22337
22165
22048
21085
20932
20923
20330
18711
1. VfL Sindelfingen I
2. DSW Darmstadt
3. SSG Leipzig
4. SV Bayreuth
5. SG Regio Freiburg
6. SV Gelnhausen
7. SG Schwarzwald/Baar/Heuberg
8. SSG Reutiingen/Tübingen
9. VfL Sindelfingen
10. SG München
11. EOSC Offenbach
12. TSG Heilbronn
27235
26039
25885
24601
23552
23142
22552
22425
22099
21362
20405
11329
Hochklassiger Wettkampf Insgesamt stand der Wettkampf auf sehr hohem Niveau, da auch die hochkarätige Konkurrenz ihre Top-Athleten an den Start geschickt hatte. Bestes Indiz: Gleich acht Mal wurde auf Einzelstrecken mehr als 900 Punkte vergeben - der Weltrekord wird in der Regel mit 1000 Zählern angesetzt. Für die Top-Leistung überhaupt sorgte Marco Koch vom DSW Darmstadt, dessen 2:10,74 Minuten über 200-Meter-Brust allein 961 Punkte einbrachten. Darmstadt stellte in Gelnhausen bei den Männern dann auch das punktbeste Team, übertroffen wurden die Südhessen nur noch vom VfL Sindelfingen, der zeitgleich in Heilbronn noch mehr Punkte erschwamm.
Beim Schwimm-Verein Gelnhausen herrschte am Ende aber große Freude über das starke Auftreten des heimischen Teams, dessen Top-Schwimmer für die anstehenden deutschen Kurzbahnmeisterschaften Ende November bestens gerüstet sind. Ergebnisse.xls (140 KB) der SVG-Schwimmer.

„Die Stimmung ist der Wahnsinn“
GELNHAUSEN (Ih). Er gehört inzwischen fest zum Stamm der Gelnhäuser Zweitliga-Schwimmer: David Behnsen. Der 20-jährige Modellathlet, der inzwischen in Altenhaßlau lebt und vor einem Monat mit sei nem Studium begonnen hat, äußert sich im GT-lnterview zur besonderen Atmosphäre bei den Mannschaftswettkämpfen.
David Behnsen Interview
David Behnsen
(SV Gelnhausen)
GT: Wie sind Sie zufrieden der Leistung des Teams und Ihren eigenen Zeiten ?
David Behnsen: „Ich bin sehr zufrieden. Wir als Team und ich persönlich haben uns gegenüber dem Vorkampf noch einmal gesteigert. Das war super.“
GT: Was macht im Individual-Sport Schwimmen den besonderen Reiz eines solchen Mannschaftswettkampfes aus?
Behnsen: „Die Stimmung ist einfach der Wahnsinn. Es kommen viele Bekannte und Freunde vorbei, am Beckenrand wird getrommelt das alles spornt noch einmal zusätzlich an. Das sieht man immer wieder an den Zeilen, dass sich gerade in den Teamwettkämpfen viele noch einmal steigern können.“
GT: Was bekommt man als Schwimmer während des Rennens von der lautstarken Atmosphäre am Beckenrand mit?
Behnsen: „Das kriegt man natürlich mit, da wird noch einmal eine gehörige Portion Adrenalin ausgeschüllet.“
GT: Wie ausgelassen wurde gefeiert ? Behnsen: „Es ist fast schon Tradition, dass wir nach dem Heimwettkampf in die 'Fiene' gehen. Dort haben wir schon ausgiebig gefeiert.“

SVG-Stimmen
Dirk Janssen (Schwimmer): „Obwohl es um nichts ging, war es ein super Wettkampf alles war fair und hat viel Spaß gemacht. Das ist einfach DMS.“
Trainerin Heike Heeger: „Ich kenne zwar noch nicht alle Ergebnisse im Detail, bin aber insgesamt sehr zufrieden mit unserem Abschneiden“.
Ex-Trainer Mothes: „Es hat sich wieder gezeigt, dass wir als SV Gelnhausen mit den renommierten Vereinen mithalten können. Gelnhausen ist der einzige Verein auf diesem Niveau, der keinen hauptamtlichen Trainer hat.“
Übungsleiter Peter Rühl: „500 bis 1000 Kinder müssen ausgebildet werden, damit ein solcher Top-Schwimmer dabei herauskommt. Das zeigt einmal mehr die große soziale Komponente des SV Gelnhausen.“
Pressesprecher Rolf Kunert: „Die Vereinsvertreter einiger Gast-Mannschaften äußerten sich sehr erfreut über die professionelle Abwicklung der Veranstaltung in Gelnhausen. Die Stimmung war phantastisch. Nach dem Wettkampf wurde gefeiert, bei den tollen Platzierungen und Leistungen der Gelnhäuser mehr als verdient.“


Gelnhäuser Neue Zeitung, 10.11.2008

Klassenerhalt doppelt sicher
Schwimm-Endkampf 2. Bundesliga / SV Gelnhausen überzeugt

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Gelnhausen (tko). Der Schwimmverein Gelnhausen hat beim Endkampf in der eigenen Halle mit überzeugenden sportlichen Leistungen bewiesen, dass er sowohl mit dem Männer - als auch dem Frauenteam zurecht in die zweite Bundesliga Süd gehört.
Der Endkampf war jedoch zur Farce geraten, weil der Deutsche Schwimmverband den Auf- und Abstieg für dieses Jahr wegen terminlicher Überschneidungen mit Weltcup-Veranstaltungen kurzfristig ausgesetzt hatte. Geschwommen wurde trotzdem, der SV Gelnhausen schaffte den Klassenerhalt auch sportlich und sicherte sich somit doppelt ab. Normalerweise steigen die letzten beiden Teams ab.
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Die Männer landeten in der Endabrechnung auf Rang sechs, die Frauen auf Platz sieben von jeweils zwölf Vereinen. Aus starken Teamleistungen ragten Lynn Heeger und Daniel Wagenknecht heraus – beide hatten jeweils drei neue Vereinsrekorde aufgestellt. Heeger schwamm über 50 Meter Freistil (26,28 Sekunden), 50 Meter Schmetterling (27,60 Sekunden) und 100 Meter Lagen (1:05,53 Minuten) neue Bestzeiten, Wagenknecht hatte in der Rangliste der Männer über 50 und 100 Meter Freistil (22,89 Sekunden/50,36 Sekunden) sowie über 100 Meter Lagen (57,78 Sekunden) neue Meilensteine gesetzt. Beide absolvierten die Maximalzahl von fünf Starts pro Teilnehmer. Einen bemerkenswerten Auftritt hatte auch das einstige „Küken“ im Frauenteam, die 14-jährige Anna-Lena Prinz. Sie stellte über 400 Meter Lagen mit einer Zeit von 5:06,28 Minuten einen neuen Vereinsrekord auf.
Marco Koch nah am Weltrekord In sensationeller Form präsentierte sich indes Weltcup-Schwimmer Marco Koch vom DSW Darmstadt. Er spulte die 200 Meter Brust in der Fabelzeit von 2:10,74 Minuten ab und lieferte seinem Team dafür 961 Punkte ab der Weltrekord ist disziplinübergreifend mit 1000 Punkten festgesetzt. Auf satte 935 Punkte kam Kochs Vereinskollege Yannik Lebherz, der für 200 Meter Rücken nur 1:57,32 Minuten brauchte.
„Diese beiden nehmen nicht umsonst am Weltcup teil. Das ist eine andere Dimension“, befand Gelnhausens Trainerin Heike Heeger, ehe sie sich zur Situation im eigenen Lager wie folgt äußerte: „Ich bin mit unseren Leistungen sehr zufrieden.“ Überzeugt hätte sie vor allem das Auftreten von Anna Lena Prinz: „Was diese kleine Person da abgeliefert hat, war absolute Klasse. Sie hat sich in jeder Disziplin gesteigert und wirklich ein Mammut-Programm absolviert.“ Ein Sonderlob sprach Heeger auch Nachwuchsschwimmer Felix Gundlach aus, der dreimal für das Team an den Startblock trat: „Er hat sich immens weiterentwickelt und ist auf dem besten Weg, ein wichtiger Leistungsträger zu werden.“
Auch in ferner Zukunft sollen den SV Gelnhaasen keine Nachwuchssorgen plagen: Beim Schlusstraining am vergangenen Freitag trug Trainerin Heike Heeger das Söhnchen Tochter Grit am Beckenrand herum. Der vier Monate junge Ole ist bereits kurz nach seiner Geburt beim SVG angemeldet. Ergebnisse.xls (140 KB) der SVG-Schwimmer.


Gelnhäuser Tageblatt, 07.11.2008

2. Liga-Heimspiel für SVG: Abstiegskampf ohne Spannung
Teams des SV Gelnhausen wollen Klasse sportlich halten - Blick geht schon nach Essen

GELNHAUSEN (maw). Wenn am Samstag mit dem Endkampf in der 2. Bundesliga der Schwimmer der Saisonhöhepunkt für die Teams des Gelnhäuser Schwimmvereins ansteht, wird es in diesem Jahr nicht wie sonst um den Klassenerhalt gehen. Wegen zeitgleich stattfindender Weltcup-Veranstaltungen hat der Verband entschieden, dass es in diesem Jahr keine Absteiger geben wird. Dennoch wollen die Männer und Frauen des SVG den Wettkampf in eigener Schwimmhalle nutzen, um sich und ihre Leistungen dem heimischen Publikum zu präsentieren.
Im Vorkampf in Bayreuth konnten beide Teams mit guten Leistungen glänzen, die SVG-Frauen landeten auf dem fünften Platz, die Männer rangierten am Ende auf dem siebten Rang. In den Wettkampf eingreifen wird dann auch Grit Heeger, die über die 200m Rücken an den Start gehen wird. "Ich wünsche mir, das ich annähernd wieder an meine Bestzeit von 2:24 auf dieser Strecke heranschwimmen kann. wenn ich 2:30 erreich bin ich schon zufrieden", gibt sich die Athletin bescheiden. Sie ist seit vier Monaten Mutter eines Sohns und kann dementsprechend nur eingeschränkt trainieren.
Auch wenn es am Samstag im Gelnhäuser Hallenbad um nichts geht, freut sie sich auf die Standortbestimmung. Die guten Leistungen ihrer Schwester Lynn, mit Vereinsrekord auf den 50m Freistil und Anna-Lena Prinz, die im fünften Start noch einmal eine persönliche Bestmarke ablieferte, sind für sie dabei Ansporn genug. Auch das Männer-Team des SVG wird am Samstag wieder sein Bestes geben. Für den Wettkampf hat Trainerin Heike Heeger das Ziel ausgegeben, auf jeden Fall zwei Teams hinter sich zu lassen, um allen Unwägbarkeiten in Form von Protesten und Entscheidungen am Grünen Tisch vorzubeugen. Deshalb sind die Routiniers um Michael Hecker und Daniel Wagenknecht am Samstag gefordert, trotz schwieriger Trainingsbedingungen wieder einmal an die persönliche Leistungsgrenze zu gehen. Für die jungen Nachwuchsschwimmer Felix Gundlach und David Werm wird es die zweite Gelegenheit sein, Bundesligaluft zu schnuppern.
Trainerin Heike Heeger sieht den Wettkampf auch als Vorbereitung auf die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften Ende November in Essen. Felix Gundlach hat sich mit seinem Ergebnis in Bayreuth über 100 m Lagen schon qualifiziert, deshalb soll Thomas Groß am Samstag auf dieser Strecke antreten, damit er die Chance hat, die Normzeit für die Meisterschaften zu erreichen. Auch die Frauen werden den Wettkampf als Vorbereitung für Essen nutzen. Mit Lynn und Bo Heeger, Stefanie Anders, Jana Dinges und Annalena Prinz sollen mindestens fünf Gelnhäuser Schwimmerinnen dort an den Start gehen. Wenn Lynn Heeger ihre aktuelle Form dort bestätigen kann, winkt vielleicht auch ein Platz auf dem Treppchen.
SV Gelnhausen Männer: Michael Hecker, Daniel Wagenknecht, Dirk Janssen, Thomas Groß, Thomas Kaminski, Daniel Werm, Felix Gundlach, Alexander Brechtei, Christoph Heeger, David Behnsen.
SV Gelnhausen Frauen: Brit Heeger, Lynn Heeger, Bo Heeger, Annalena Prinz, Stefanie Anders, Tamara Staab, Jana Dinges, Jaqueline Franz, Jenny Staack, Tatjana Kümmer, Miriam Schäfer.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 06.11.2008

Mit starker Leistung auf Platz sieben
Die Männer II des SVG überzeugen beim Landesliga-Vorkampf in Darmstadt

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Gelnhausen (re). Mit einer guten Leistung hat sich die zweite Männermannschaft des SV Gelnhausen in Darmstadt bei dem DMS-Landesligavorkampf präsentiert. Die von Sportwart Achlm Schneider betreute Mannschaft konnte auf fast allen Strecken eine überzeugende Leistung präsentieren.
Die Neulinge Hendrik Schamber (95), Sebastian Werm (94) und Alexander Kunert (96) konnten sich mit ihren Bestzeiten nahtlos in die Mannschaft einfügen. Seit dem letzten Jahr hat die Mannschaft einige Leistungsträger verloren, weil diese nun in der 2. Bundesliga schwimmen, sodass der Neuanfang notwendig wurde. Der Kampf gegen den Abstieg hat begonnen, umso erfreulicher die am Ende erreichte Punktzahl von 15545 Punkten und damit der vierte Platz in Darmstadt. In der Endabrechnung erreichten die SVG-Jungs Platz sieben in Hessen und verhinderten den Abstieg, ein Achtungserfolg.
In dieser Landesligarunde startete der SVG mit einer guten Mischung aus Alt und Jung. Angeführt von den erfahrenen Schwimmern Thorsten Barchet (74), Achim Schneider (64), Stephan Hecker (74) und lbon Alberdi (78), sowie Neuschwimmer Andreas Hinrich (81) aus dem Unterwasserteam und Robin Rausche (89), die alle ihr Bestes für die Mannschaft gaben. Ihnen kaum nach standen die bereits erfahrenen Landesligaschwimmer Denis Haltermann (89), Martin Ottmann (90) und Ralf Stadelmann (92).
Neuling Sebastian Werm konnte besonders mit seiner Leistung über 1500 Meter Freistil überzeugen, bei der er mit 18:15,14 Minuten seine persönliche Bestleistung in einem beeindruckenden Rennen um über zwei Minuten verbesserte. Auch Debütant Hendrik Schamber konnte über 200 Meter Rücken in 2:36,42 auftrumpfen. Über 400 Meter Freistil verbesserte Alexander Kunert seine persönliche Bestleistung gleich um über 7 Sekunden auf 4:51,32 Minuten und über 200 Meter Schmetterling sogar um fast 10 Sekunden auf 2:40,80 Minuten. Alle drei Nachwuchsschwimmer waren somit an dem guten Gesamtpunktestand der Mannschaft maßgeblich beteiligt. Ergebnisse.xls (27 KB) der SVG-Schwimmer.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 03.11.2008

Standortbestimmung ohne Wert
Schwimmverein Gelnhausen beim Vorkampf der 2. Bundesliga / Auf- und Abstiegskampf eine Farce

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Bayreuth/Gelnhausen (tko). Der Vorkampf in der zweiten Bundesliga Süd war für die Schwimmer des SV Gelnhausen eine Standortbestimmung ohne Wert. Schließlich können nur die Aufstiegsanwärter ihre im Vorkampf erzielten Punkte in den Endkampf übertragen. Für weniger ambitionierte Vereine, wie den SV Gelnhausen, geht es um den Klassenerhalt – die Punkte aus dem Vorkampf verfallen, es zählt alleine der Endkampf. In diesem Jahr sind jedoch beide Wettbewerbe zur Farce verkommen – und zwar für alle Beteiligten (die GNZ berichtete).
Am 18. Oktober hatte der Deutsche Schwimmverband erklärt, dass es in diesem Jahr bei den nationalen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) der Bundesligateams keine Auf- und Absteiger gibt. Schließlich müssten einige Vereine auf ihre besten Schwimmer verzichten, die an den gleichzeitig stattfindenden Weltcup-Veranstaltungen teilnehmen. Davon betroffen ist beispielsweise der Darmstädter SW, dessen Aushängeschilder Marco Koch und Yannik Lebherz am vergangenen Wochenende beim Weltcup in Singapur ins Wasser gingen. In den kommenden Wochen stehen Stockholm und Berlin auf dem Weltcup-Programm.
Ausgetragen wurden die Vorkämpfe der Bundesligisten trotzdem. Das gleiche gilt für den Endkampf. „Wir werden einfach so tun, als ginge es nächste Woche um was. Wenn wir am Ende sowohl mit den Männern als auch mit den Frauen auf sicheren Tabellenplätzen stehen, können wir sagen, dass wir es auch regulär geschafft hätten“, erklärte Gelnhausens Trainerin Heike Heeger, die bereits mit den Leistungen ihrer Schützlinge beim Vorkampf „sehr zufrieden“ war.
Bei den Männern überzeugte neben den Routiniers vor allem Neuling Felix Gundlach, der sein Zweitliga-Debüt feierte und zugleich über 100 Meter Lagen die Norm für die Deutsche Kurzbahnmeisterschaften in Essen (27. bis 30. November) schaffte.
Im Frauenteam machte das einstige Nesthäkchen Anna-Lena Prinz auf sich aufmerksam: Sie ging bei zahlreichen Langstrecken an den Start und schwamm mannschaftsintern die mit Abstand größte Gesamtdistanz heraus. Eine gute Leistung lieferten auch die Neulinge Jaqueline Franz und Jennifer Staak ab.
Am Ende landeten die Frauen auf dem dritten, die Männerauf dem vierten Platz in ihrer Vorkampfgruppe.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 01.11.2008

Schwimm-Bundesliga wird zur Farce
SV Gelnhausen kann nicht absteigen/Heeger übt Kritik am Verband
Von Sebastian Rieth

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Gelnhausen. Der Schwimm-Verein Gelnhausen startet heute sowohl mit einem Männer- als auch mit einem Frauenteam bei den Vorkämpfen der 2. Bundesliga in Bayreuth. Aufgrund der vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ausgesetzten Auf- und Abstiegsregelung sind Zielsetzungen, weiterhin zweitklassig zu bleiben schon erfüllt. Cheftrainertn Heike Heeger übt dennoch Kritik.
Nach dem Abstieg des Frauenteams 2006 ist der SV Gelnhausen erstmals wieder mit beiden Mannschaften bei den Vorkämpfen der 2. Bundesliga vertreten. Die Vorfreude bei Cheftrainerin Heike Heeger ist entsprechend groß: „Natürlich ist es immer schöner, mit mehr Leuten vor Ort zu sein. Dadurch, dass wir immer zusammen trainieren, herrscht ein Zusammengehörigkeitsgefühl.“ Dennoch liegt ein Schatten über den Mannschaftswettbewerben. Wie der DSV kurzfristig mitteilte, ist die Abstiegsregelung für ein Jahr ausgesetzt, nur zwei Aufsteiger werden vom Verband nominiert.
Als Grund nennt der DSV die Überschneidung mit einem offiziellen Weltcup, für den die Bundesligavereine nach Anweisung des neuen Sportdirektors Schwimmer abstellen müssen. Ein terminliches Problem, das seit längerem bekannt ist und nun die Wettkämpfe zu einer Farce verkommen lässt.
„Der sportliche Anreiz ist natürlich dahin, wenn eh nichts passiert, ist es doch egal, wer da schwimmt. Theoretisch können wir auch Bezirksliga Schwimmer in der zweiten Liga einsetzen“, übt Heeger Kritik an der kurzfristigen Bekanntgabe des Verbandes. Darauf, dass somit zumindest der Klassenerhalt erreicht ist, will sich die Trainerin nicht verlassen. „Wir wollen jeweils mindestens zwei Mannschaften hinter uns lassen. Dann sind wir auf der sicheren Seite.“
Für den Aufsteiger im Frauenbereich wird dies ein schweres, aber keineswegs aussichtsloses Unterfangen. Die Männer dürfen sich mit ihren neun Jahren Zugehörigkeit getrost als Inventar der 2. Liga bezeichnen. „Es gibt keine Krankheitsfälle, somit können wir in Bestbesetzung antreten“, sagt Heeger, die sehr auf eine intakte Mannschaft baut. „Es nützt dir nichts, zwei Topschwimmer zu haben und der Rest sind nur Pflaumen. Es kommt auf die Ausgewogenheit an, jeder ist wichtig.“
Von großer Bedeutung für den SV Gelnhausen ist vorallem der 8. November, wenn die Rückkämpfe der 2. Bundesliga im heimischen Hallenbad ausgetragen werden. An diesem Tag fällt die Entscheidung über Abschlussplatzierung, die Ergebnisse aus Bayreuth sind für das Gesamtklassement nicht bedeutend. Heeger: „Wir hoffen auf viele Zuschauer und einen kleinen Heimvorteil.“
Die Gelnhäuser Athleten sind gut gerüstet, trainieren sie doch bis zu sechs Mal die Woche, ohne aber dafür „auch nur einen müden Cent zu sehen“. Ein starkes Kontrastprogramm zu dem, was bei der städtischen Konkurrenz abläuft. Und auch in Sachen Doping nimmt Heike Heeger kein Blatt vor den Mund: „Das wird im Schwimmsport immer klein gehalten. Manchmal frage ich mich aber schon, wie derartige Leistungsexplosionen zustande kommen. Ich kann nicht garantieren, dass die Deutschen oder Hessischen Meisterschaften sauber sind.“ Wohl aber die Athleten des SV Gelnhausen, denen sogar von harmlosen Nahrungsergänzungsmitteln abgeraten werde.
Selbst diese würden sie in diesem Jahr nicht unbedingt brauchen, denn absteigen können sie dank des DSV sowieso nicht.
Kader SV Gelnhausen Männer: Michael Hecker, Daniel Wagenknecht, Dirk Janssen, Thomas Groß, Thomas Kaminsky, Daniel Werm, Felix Gundlach, Alexander Brechtei, Christoph Heeger, David Behnsen.
Kader SV Gelnhausen Frauen: Brit Heeger, Lynn Heeger, Bo Heeger, Annalena Prinz, Stefanie Anders, Tamara Staab, Jana Dinges, Jaqueline Franz, Jenny Staack, Tatjana Kümmer, Miriam Schäfer.


Gelnhäuser Tageblatt, 25.10.2008

2. Bundesliga: SVG ist gerüstet
Männer und Frauen am Start - Hinrunde steigt heute in einer Woche in Baureuth - Finale am 8. November in Gelnhausen

GELNHAUSEN (gt). Seit neun Jahren schwimmen die Herren des Schwimmvereins Gelnhausen in der 2. Bundesliga. Die SVG-Damen sind nach dem unglücklichen Abstieg 2006 im vergangenen Jahr sofort wieder in die 2. Bundesliga aufgestiegen, was einen riesengroßen Erfolg für den SVG darstellte. In einer Woche steht der erste Durchgang der 2. Bundesliga an. Im Vorfeld äußerte sich Achim Schneider, der Schwimmwart der Leistungsschwimmer des SV Gelnhausen, zu den Chancen und Perspektiven.

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GT: Wie sehen Sie die Chancen, dass beide Mannschaften des SVG auch im kommenden Jahr in der 2. Bundesliga starten? Achim Schneider: „Die Chance ist auf alle Fälle da, entscheidend ist die Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs.“
GT: Was sind das für Schwimmer, die sich Jahr für Jahr der Aufgabe stellen in der 2.Bundesliga zu bleiben? Schneider: „Zum einen Schüler, aber auch Studenten und Berufstätige im Alter zwischen 12 und 31 Jahren.“
GT: Welche Voraussetzungen braucht ein Schwimmer, um in der 2. Bundesligamannschaft mitzuschwimmen? Schneider: „Talent, Fleiß, Schnelligkeit und Ausdauer.“
GT: Wie oft trainieren die Schwimmer der Bundesligamannschaften für das Ziel, den Klassenerhalt Jahr für Jahr zu schaffen? Schneider: „Fünf bis sechsmal pro Woche im Wasser sowie zwei bis drei Einheiten 'an Land'.“
GT: Wie vereinbaren die Schwimmer Beruf/Schule/Studium mit dem vielen Training? Schneider: „Unsere Schwimmer sind reine Amateure, die ein gemeinsames Ziel haben.“
Werden die Schwimmer vom SVG oder von Sponsoren bezahlt? Schneider: „Nein, als Dankeschön gibt es ein DMS-T-Shirt vom Sponsor.“
GT: Wer sind die stärksten Gegner 2008? Schneider: „Das lässt sich vor dem Vorkampf schwer sagen.“
GT: Wie motivieren Sie die Schwimmer zu derlei Leistungen? Schneider: „Wir haben eine sehr engagierte Trainerin, die viel fordert, aber auch fördert. Den Rest macht dann die Gruppendynamik.“
GT: Wann und wo findet die Hinrunde 2008 statt? Schneider: „Am 1. November in Baureuth.“
GT: Welche Auswirkungen haben die Ergebnisse der Hinrunde ? Schneider: „Sie sind das Warmschwimmen für das Finale: Form testen, Schwächen erkennen.“
GT: Wann und wo findet der Rückkampf statt? Schneider: „Am 8. November in Gelnhausen.“
GT: Warum ist der Rückkampf wichtiger als die Hinrunde ? Schneider: „Da die Punkte aus dem Vorkampf nicht mitgenommen werden.“
GT: Was erhoffen Sie sich für den SVG? Schneider: „Dass beide Teams ihre Topleistungen bringen und in der Bundesliga 2 bleiben.“
GT: Wie wichtig sind die Schwimmhalle bzw. das Freibad für die 2.Bundesliga? Schneider: „Ohne Hallenbad und Freibad sitzen wir auf dem Trockenen, ohne ginge gar nichts.“
GT: Wer unterstützt Sie bei Ihrem Ziel die 2. Bundesliga zu erhalten? Schneider: „Die Schwimmer, der Verein, die Stadt und ein paar Sponsoren.“
GT: Wie wichtig ist die Nachwuchsarbeit im Verein? Schneider: „Sie steht für uns an erster Stelle, die 2. Bundesliga ist die Zugabe.“
GT: Was liegt Ihnen am Herzen, was möchten Sie den Schwimminteressierten mit auf den Weg geben? Schneider: „Kommen Sie am 8. November ins Hallenbad und feuern Sie unsere SchwimmerInnen mit an und erleben Sie Bundesligaschwimmen in Gelnhausen!“


Gelnhäuser Tageblatt, 07.03.2008

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft: SVG-Teams verpassen Sprung zum Bundesfinale

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Mit einem guten Ergebnis kehrte die weibliche B-Jugend des Schwimmvereins Gelnhausen vom Hessenfinale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Frankfurt-Höchst zurück. Im Finale der besten sechs hessischen Teams belegten sie einen guten vierten Rang in der Endabrechnung. Mit einer Gesamtzeit von 24:40,22 Minuten verbesserten sie zudem ihr Ergebnis vom Bezirksentscheid der deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Jugend (DMSJ) im Februar um zwölf Sekunden. Zur Qualifikation für das Bundesfinale reichte die Zeit allerdings nicht. Den Gelnhäuserinnen der Jahrgänge 1993/1994 fehlten 1:03 Minuten. Für den SVG starteten Bo Heeger (93), Jaqueline Franz (94), Anna-Lena Prinz (94), Amelie Knitsch (93) und Michelle Solzer (93).
Die männliche C-Jugend des SVG, die ebenfalls zum Hessenfinale reisen durfte, war krankheitsbedingt ohne Chance auf eine vordere Platzierung gestartet, gab aber dennoch alles und erreichte eine gute Zeit von 28:58,33 Minuten. Das reichte für den sechsten Platz in dieser Gruppe. Die Qualifikation für das Hessenfinale war für die jungen SVG-Schwimmer der Jahrgänge 1995/1996 bereits ein großer Erfolg.

2007

Gelnhäuser Tageblatt, 19.11.2007

SVG-Frauen in der 2. Bundesliga
Nach grandioser Aufholjagd noch den zweiten Platz erobert

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HEILBRONN (lh). Der SV Gelnhausen hat es geschafft! Dank einer grandiosen Aufholjagd haben die Schwimmerinnen des SVG in Heilbronn den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft und damit das „Wunder“ von vor zwei Jahren wiederholt. Bereits damals war die Truppe um Cheftrainerin Heike Heeger in die 2. Bundesliga aufgestiegen, konnte im Jahr darauf aber den Ligenerhalt nicht schaffen. Jetzt kehren die Barbarossastädterinnen aber wieder in die Klasse zurück, in der bereits die Männer des SVG seit nunmehr acht Jahren vertreten sind.
„Das war sehr spannend und knapp“, atmete Heike Heeger auch einen Tag nach dem tollen Auftritt ihrer Truppe in Heilbronn durch. Denn Gelnhausen kam nur langsam in Schwung und lag nach dem ersten von zwei Wettkampfabschnitten lediglich auf Rang vier, der spätere Sieger SGR Karlsruhe, der 1. FC Nürnberg/Schwimmen und die SSG 81 Erlangen II hatten zu diesem Zeitpunkt mehr Zähler als die SVG-Mädels eingefahren. Und das Fünftplatzierte DSW Darmstadt lag noch in Lauerstellung, gab eine klare „Kampfansage“ in Richtung Gelnhausen aus, wollte die Barbarossastädter unbedingt auch noch abfangen.
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Bei Halbzeit nur Vierter„Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon einmal gedacht: Platz zwei wollten wir erreichen und vielleicht wird es doch nur Rang fünf“, gestand Heike Heeger später. Aber sie war sich auch sicher, „dass wir im zweiten Abschnitt noch einmal zulegen werden. Aber Mannschaftswettkämpfe kann man nicht planen und Darmstadt kündigte an, noch die eine oder andere neue Schwimmerin aufzubieten“.
Gelnhausen hatte schon im Vorfeld die einzelnen Positionen noch einmal leicht umgestellt, musste dann auch noch improvisieren, da Jana Dinges erkrankt war. Sie biss zwar auf die Zähne und reiste mit nach Heilbronn, konnte aber grippegeschwächt nicht ihre Top-Leistung abrufen. Da auch ihre Teamkolleginnen zum Auftakt hier und da einige Punkte liegen ließen, hatte Gelnhausen bei Halbzeit satte 150 Zähler weniger als im Vorkampf. Und da die Konkurrenz enorm stark und ausgeglichen war, hing der Aufstieg lange am seidenen Faden.
Doch Gelnhausen bewies gute Nerven und Kampfgeist. Unterstützt von der inzwischen eingetroffenen Männermannschaft (Heike Heeger: „Die machten eine tolle Stimmung und das half uns auf jeden Fall weiter“) startete der SVG eine bemerkenswerte Aufholjagd. Und als die glänzend aufgelegte Stefanie Anders im 62. Rennen über 50 Meter Rücken in 30,64 Sekunden die beste Zeit aller Starterinnen hinlegte, hatte Gelnhausen erstmals wieder Rang zwei erobert - und gab ihn in den letzten Rennen des Tages auch nicht mehr ab. Am Ende konnte Gelnhausen das Vorkampfergebnis - trotz des schwächeren Starts - doch noch um 189 Punkte steigern und musste sich lediglich dem SGR Karlsruhe geschlagen geben. Nürnberg landete auf Rang drei, Erlangen II wurde Vierter, Darmstadt blieb auf Position fünf. Lediglich Ingolstadt als Sechster fiel in dem sehr ausgeglichenen Feld etwas ab.
Lynn Heeger starkEifrigste Punktesammlerinnen im Gelnhäuser Team waren Lynn Heeger (3592 Punkte bei fünf Starts), Bo Heeger (3480/5) sowie Stefanie Anders (3459/5). Aber auch Meike Barchet, Anna Lena Prinz, Grit Heeger, Tamara Staab, Jana Dinges und Miriam Schäfer steuerten ihren Teil zu diesem tollen Mannschaftserfolg bei.
Am Ende schaffte sogar auch das Drittplatzierte Nürnberg neben Karlsruhe und Gelnhausen den Sprung in die 2. Bundesliga. Nach dem Wettkampf - die Gelnhäuserinnen waren am Samstag insgesamt 14 Stunden unterwegs und kamen erst kurz nach Mitternacht geschafft, aber glücklich zurück - feierte das Team noch bei einem gemeinsamen Essen in Heilbronn. Allerdings blickte Trainerin Heike Heeger bereits voraus: „Das ist toll, dass wir im nächsten Jahr mit den Männern und Frauen in der 2. Bundesliga sind. Aber wenn wir diesmal mit den Frauen den Klassenerhalt schaffen wollen, müssen wir im nächsten Jahr noch einige Punkte draufpacken. Zum Vergleich: Der diesjährige Absteiger aus der 2. Liga hatte noch mehr Punkte auf dem Konto als wir bei unserem Aufstiegskampf.“ Heißt im Klartext: Das „Unternehmen Klassenerhalt“ hat für Heike Heeger eigentlich schon jetzt begonnen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 19.11.2007

SV Gelnhausen in der Zweiten Liga
Sensation geglückt: Frauenteam macht in Heilbronn den Aufstieg perfekt

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Hellbronn (re/tko). Am Ende eines langen Samstages war es perfekt: Die Frauen des SVGelnhausen steigen nach einem Jahr Oberliga wieder in die Zweite Bundesliga auf.
Die Gelnhäuser Amazonen erreichten beim Rückkampf in Heilbronn Rang zwei und bestätigten damit ihre Platzierung aus dem Vorkampf.
Nach missglücktem Beginn im ersten Abschnitt und mit 150 Punkten weniger (verglichen mit dem Vorkampf) lag der SVG scheinbar aussichtslos auf dem undankbaren vierten Platz.
In der Pause traf dann der Bus mit den männlichen Vereinskollegen ein und plötzlich kämpften sich die Frauen bei annähernd Heimspielatmosphäre Rennen für Rennen nach vorne.
Nun können im nächsten Jahr wieder beide Gelnhäuser Schwimm-Mannschaften gemeinsam in der eigenen Halle antreten und sich im zeitgleichen Wettkampf zu neuen Klasseleistungen anfeuern.
Die Barbarossa-Nixen haben sich gegenüber dem Vorkampf trotz eines schlechteren ersten Abschnitts um 189 Zähler von 21614 auf 21803 Punkte steigern können und somit den insgesamt zweiten Platz erobert, der zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga Süd berechtigt.
Auf Rang eins landete Karlsruhe (22 262 Punkte), Dritter wurde Nürnberg (21 677 Punkte).
Nesthäkchen Prinz ist Stütze „Ich kann gar nicht genau sagen, woran es letztlich gelegen hat, dass wir nach dem schlechten ersten Abschnitt so aufholen konnten. Überrascht hat mich, dass wir fast jeden Sprint gewonnen haben“, wunderte sich Trainerin Heike Heeger.
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Als erfolgreichste Punktelieferantin stellte sich Lynn Heeger heraus, die nach fünf Wettkämpfen 3 592 Punkte verbuchen konnte. Dabei gewann sie ihre beiden 100-Meter-Disziplinen Freistil und Lagen. Ebenfalls die maximale Anzahl von fünf Starts absolvierten Bo Heeger (3 480 Punkte) und Stefanie
Anders (3 459 Punkte). Mittlerweile eine große Stütze innerhalb der Mannschaft ist das einstige Nesthäkchen Anna-Lena Prinz. „Sie ist schon jetzt sehr stark und hat zu recht vier Disziplinen bekommen“, urteilte Trainerin Heike Heeger. Alleine für die Sprints fehle der kleinen Prinz noch die nötige Kraft.
Im nächsten Jahr kann sie sich zum zweiten Mal in ihrer noch jungen Karriere gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen in der Zweiten Bundesliga Süd behaupten. Für das bevorstehende Unternehmen Ligaverbleib würden die im Landesliga-Endkampf erzielten 21 803 Punkte aller Voraussicht aber nicht reichen. „Wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen, brauchen wir über 22 000 Punkte“, schätzt Trainerin Heeger.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 17.11.2007

Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen

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Heilbronn (mih). Heute wollen die Frauen des SV Gelnhausen den Einzug in die Zweite Bundesliga der Schwimmerinnen klar machen. In Heilbronn stehen Cheftrainerin Heike Heeger und ihre Amazonen um Tochter Bo Heeger (Foto) ab 14 Uhr auf dem Prüfstand. Die Entscheidung fällt in etwa gegen 18 Uhr, wenn die Männer des SV Gelnhausen, die extra mit einem zweiten Bus nach Heilbronn reisen, das Frauenteam lautstark anfeuern wollen. Nachdem die Gelnhäuser Schwimmerinnen im Oberliga-Vorkampf ein Topergebnis vorlegten, sollte ab 18 Uhr der Aufstieg perfekt sein.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 12.11.2007

„Diese Jungs sind einfach cool“
SV Gelnhausen: Männerteam schafft Klassenerhalt / Wagenknecht knackt drei Rekorde
Von Tobias Korn

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Gelnhausen. Das Männerteam des SV Gelnhausen hat zum achten Mal in Folge den Verbleib in der zweiten Bundesliga Süd gesichert. Die Mannschaft um Trainerin Heike Heeger landete im Endkampf in der eigenen Halle auf Rang zwei und schaffte den Klassenerhalt somit aus eigener Kraft – der bange Blick auf die Tabelle des Parallelwettbewerbs der zweiten Gruppe blieb den „Barbarossa-Schwimmern“ erspart.
„Es hat ganz locker gereicht. Da kann jetzt kommen, was will“, erklärte SVG·Pressewart Rolf Kunert nach der letzten von insgesamt 68 Disziplinen. Schon zu Beginn des zweiten Abschnitts am Samstagnachmittag hatte Sportwart Achim Schneider prognostiziert: „Die Jungs sind gut drauf. Und für den letzten Durchgang sind wir gut aufgestellt.“ Er sollte Recht behalten. Vor allem die Routiniers im Team – das Durchschnittsalter liegt bei 26 Jahren – erledigten ihre Aufgaben mit Bravour.
Geschlossene Teamleistung „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, bemerkte Kunert und spielte dabei auf die Tatsache an, dass Konkurrent Offenbach nur mit der Hilfe von Lukasz Wojt, dem mehrfachen deutschen Meister, überhaupt eine Chance hatte. Schwimmwart Schneider sah das ähnlich: „Wojt ist ein Schwimmer mit Olympia-Ambitionen. Die Leistungsspanne zwischen ihm und den restlichen Schwimmern im Offenbacher Team ist unheimlich groß.“
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Doch Gelnhausen konnte ungeachtet dessen auf die eigene Stärke vertrauen. Aus einer insgesamt ansprechenden Vorstellung ragte wie schon in den Vorjahren Daniel Wagenknecht heraus. Über 50 Meter Freistil brach er mit einer Zeit von 23,32 Sekunden den Vereinsrekord.
Auch über 100 Meter Lagen (58,00 Sekunden) und 100 Meter Freistil (50,61 Sekunden) setzte
Wagenknecht neue Bestmarken auf der 25-Meter-Bahn.
Sowohl er als auch Thomas Groß und Daniel Werm absolvierten die maximal zulässige Anzahl von jeweils fünf Starts. Werm, der Jüngste im Team, hatte sein Programm im Vorjahresvergleich um drei Disziplinen erweitert.
Insgesamt schwamm die elfköpfige Mannschaft 14 Vereinsjahresbestmarken heraus und landete bei 36 Einzelstarts elfmal auf dem ersten Platz. DanielWagenknecht führte mit vier Siegen in fünf Disziplinen auch diese Statistik an. Übermäßige Jubelszenen sah man aber weder von ihm noch vom Rest der SVG-Truppe. Pressewart Rolf Kunert glaubt den Grund zu kennen: „Diese Jungs sind einfach cool.“


Gelnhäuser Tageblatt, 12.11.2007

SVG bleibt in der 2. Bundesliga
Rang acht nach grandioser Teamleistung - Daniel Wagenknecht schon „erstligareif“ - Vorkampfergebnis klar übertroffen

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GELNHAUSEN (lh). Sie haben es geschafft! Die Schwimmer des SV Gelnhausen bleiben in der 2. Bundesliga, sicherten sich dank einer starken Teamleistung am Samstag im Gelnhäuser Hallenbad mit einer imponierenden Teamleistung erneut den Klassenerhalt. „Ich bin sehr zufrieden, alle haben sich enorm ins Zeug gelegt und wieder einige Bestleistungen aufgestellt. Es ist bemerkenswert, wie es die Männer immer wieder schaffen, sich noch einmal gegenüber dem Vorkampf zu steigern“, freute sich Trainerin Heike Heeger über die Vorstellung des gesamten Teams. Gleich um 1200 Punkte verbesserten sich die Barbarossastädter im eigenen Bad gegenüber dem Vorkampf vor einer Woche in Fulda und kamen am Ende auf 23056 Punkte. Damit kletterte der SVG im Gesamtergebnis der 2. Bundesliga auf Rang acht und muss damit nicht einmal - wie bereits in der Vergangenheit - abwarten wer aus der 1. Liga absteigt. „Damit bleiben wir sicher drin und das, obwohl wir ausschließlich Eigengewächse am Start haben“, jubelte der Sportliche Leiter Achim Schneider. Kein Wunder, dass nach dem erneuten Coup kräftig in der „Fiene“ gefeiert wurde.
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Dabei wurde es zwischenzeitlich noch einmal eng: Gelnhausen lag nach dem ersten Abschnitt klar vor Erlangen, aber nur knapp vor dem EOSC Offenbach. Und der hatte einen polnischen Nationalschwimmer angeheuert, der dem Traditionsverein Flügel verleihen sollte. Doch mit einer grandiosen Energieleistung wehrten die Gelnhäuser nicht nur den Angriff der Offenbacher ab, sondern überflügelten sogar noch die SSG Reutlingen/Tübingen, die zeitgleich in Wiesbaden ins Wasser ging.
Obwohl es sich bei einer solch starken Teamleistung verbietet Einzelne herauszuheben, ragte dennoch ein SVG-Athlet heraus: Daniel Wagenknecht. Der Linsengerichter stellte über 50 Meter Freistil in glänzenden 23,30 Sekunden nicht nur einen Vereinsrekord auf, sondern brillierte auch bei seinen vier weiteren Starts. „Er allein sammelte fast 4000 Punkte, das ist schon ein erstligareifes Ergebnis“, lobte Achim Schneider den wie entfesselt schwimmenden Wagenknecht. Ein Sonderlob verdienten sich aber auch die „alten Haudegen“ Kittler und Hecker. „Ich weiß gar nicht wie sie das schaffen. Sie sind schon im Beruf, trainieren nicht mehr so intensiv und sind fast immer noch so schnell wie vor sieben Jahren“, so Schneider begeistert. Wie groß der Zusammenhalt im Gelnhäuser Schwimm-Lager ist, zeigte sich am Samstag, als die Damen die Männer lautstark anfeuerten. Am nächsten Samstag sind dann die SVG-Damen an der Reihe, wollen bei ihrem Oberliga-Finale in Heilbronn den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen. „Das wäre dann die Krönung“, hoffen alle beim SVG, dass im nächsten Jahr beide Teams in der 2. Bundesliga starten.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 09.11.2007

Oberliga-Endkampf erreicht
SVG-Männer II werden beim Landesliga-Vorkampf Sechster

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Gelnhausen (re). Einen guten sechsten Platz ergatterten dle Männer der zweiten Schwimmer Mannschaft des SV Gelnhausen bei dem Vorkampf der Landesliga bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Kassel. Die neun Mannen, betreut von Achlm Schneider, sind damit für den Rückkampf am 17. November in Stadtallendorf qualifiziert und können um den Aufstieg in dle Oberliga kämpfen.
Eine gute Mischung aus erfahrenen Schwimmern und jungen Männern aus dem eigenen Nachwuchs zeigten in Kassel sehr ansprechende Leistungen.
Am Ende sprangen immerhin 14 persönliche Bestleistungen neben dem guten Gesamtergebnis von 17150 Punkten für die SVG-Schwimmer heraus. Die Gelnhäuser Cracks um die erfahrenen Thorsten Barchet (74), Stephan Hecker (74) und Jens Tierse (79) zeigten trotz Fehlens eines Leistungsträgers, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören.
Ralf Stadelmann (92) und Alexander Kögler (92) als jüngste Teilnehmer bewiesen erneut, dass mit ihnen auf alle Fälle in den nächsten Jahren zu rechnen ist, insbesondere um die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga in Zukunft zu verstärken. Auch mit Martin Ottmann (90) und Felix Gundlach (90)
stehen zwei weitere starke Aspiranten für große Aufgaben in der Zukunft zur Verfügung. Abgerundet wurde die Mannschaft von Denis Holtermann (89) und Florian Dinges (89), die sich in das Mannschaftsgefüge wie gewohnt hervorragend einfügen konnten. Ergebnisse.xls (21KB) der SVG-Schwimmerinnen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 06.11.2007

2. Liga in Sichtweite
SVG-Frauen mit deutlichem Sieg in Kassel

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Kassel (re). Beim ersten Oberligawettkampf 2007 der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen gewannen die SVG-Frauen in Kassel gegen elf Kontrahenten mit sehr guten 21614 Punkten deutlich und ließen damit eine große Hoffnung aufkeimen, dass sie nach einem Jahr Abstinenz von der Zweiten Liga wieder aufsteigen könnten.
Am kommenden Wochenende wird in Heilbronn der entscheidende Rückkampf durchgeführt werden. Dort kämpfen die Frauen um den nach dem Vorkampf verdienten Wiederaufstieg. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Konkurrenz von den anderen Oberligavereinen bereits alle Karten auf den Tisch gelegt haben oder doch noch Asse aus dem Ärmel ziehen, die in Kassel nicht dabei waren.
Der SVG war auf alle Fälle mit allen seinen Schwimm-Assen am Werk und nicht weniger als drei neue Vereinsrekorde konnten die beiden Heeger-Schwestern Lynn (85) und Bo (93) erzielen. Lynn Heeger gelang dieses Husarenstück über 50 Meter Freistil in 26,87 Sekunden, ihre jüngere Schwester Bo holte gleich auf beiden Bruststrecken einen neuen Vereinsrekord:
über 50 Meter in sagenhaften 34,06 Sekunden, schneller als bei ihrem deutschen Jahrgangsmeistertitel 2006 und über 100 Meter in 1:14,64 Minuten. Wenn die Schwimmerinnen sich am kommenden Samstag in dieser Form präsentieren und vielleicht noch eins draufsatteln können, dann dürfte das Unternehmen Aufstieg gelingen. Trainerin Heike Heeger war auf jeden Fall mit allen ihren Schützlingen hoch zufrieden und hofft auf gelungene Rückkämpfe ihrer ersten Frauen-und Männermannschaften am 10. November mit dem Traumergebnis, dass die Männer des SV Gelnhausen in der 2. Bundesliga bleiben und Frauen wiederum Zweitligaschwimmer werden. Ergebnisse.xls (21KB) der SVG-Schwimmerinnen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 06.11.2007

Achtbarer achter Platz
2. Bundesliga: Gelnhausen kämpft um den Klassenerhalt / Frauen Erste

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Fulda (re). Mit sehr guten Ergebnissen kehrte am vergangenen Wochenende die Männer-Mannschaft des Schwimmvereins Gelnhausen aus Fulda zurück. Bei den Vorkämpfen der Deutschen Mannschaftsmeisterschalten im Schwimmen erreichte der SV Gelnhausen in der 2. Bundesliga einen achtbaren achten Platz mit 21 840 Punkten.
Wenn die SVG-Asse diesen Platz am kommenden Samstag in der heimischen Schwimmhalle beim entscheidenden Rückkampf bestätigen können, hieße dass, dass die Mannerdes SVG das kaum erwartete „Wunder von Gelnhausen“ ein weiteres Mal geschafft hatten und auch im kommenden Jahr in der zweithöchsten deutschen Liga zugehörig wären.
Die in Fulda von Sportwart Achim Schneider betreute Mannschaft bewies einmal mehr Kampfgeist, Mannschaftsgeist und Ausdauer, trotz beruflicher Verpflichtungen, Studiums oder Schulstress. Herausragendster Teilnehmer und einmal mehr Zugpferd für die anderen Männer des SVG war Daniel Wagenknecht (83), der bei seinen fünf Starts über die kürzeren Sprintdistanzen erstklassige Ergebnisse erzielte und damit den Grundstein für das gute Mannschaftsergebnis des SVG legte.
Entscheidend waren aber die geschlossene Mannschaftsleistung und der Spirit der Man· nen, die wie in den Vorjahren jedem Schwimmer die Motivation und Energie aufbrachten, noch einmal alles aus sich herauszuholen. Bei dem anstehenden, entscheidenden Rückkampf in der eigenen Halle am kommenden Samstag, 10. November 2007 (ab 10 Uhr), hoffen die Schwimmer und Verantwortlichen des SVG auf erneute euphorische Anfeuerung durch das zahlreiche Publikum, um wie im letzten Jahr die Schwimmer aus Gelnhausen beim Heimspiel zum erhofften Erfolg zu motivieren. Die SVG-Frauen gewannen derweil ihren Oberliga-Vorkampf und schwimmen am Samstag in Heilbronn um den Aufstieg in die 2. Liga (Bericht folgt). Ergebnisse.xls (21KB) der SVG-Schwimmer.

2006

Gelnhäuser Tageblatt, 01.12.2006 (nachfolgenden Artikel beachten)

SVG-Talente schlagen sich gegen routinierte Gegner wacker
DMS Bezirksliga: Gelnhausen schickt Nachwuchsgarde an den Start - 48 Bestleistungen

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GELNHAUSEN (gt). Am vergangenen Wochenende nahmen die vorwiegend jüngeren Nachwuchsschwimmer des SV Gelnhausen - unterstützt von einigen erfahreneren Akteurinnen - an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften auf Bezirksliga-Ebene teil. Auf der 25-Meterbahn in Frankfurt konnten die jungen Schwimmer Erfahrungen sammeln für die möglichen späteren Aufgaben in der Landes-, Ober- oder 2. Bundesliga. Beide Mannschaften mussten teilweise gegen erwachsene Schwimmer antreten und zeigten dabei sehr ansprechende Leistungen.
Angefeuert von den eigenen Trommlern, peitschten die Schwimmer sich immer wieder zu neuen persönlichen Rekorden. Dass es am Ende jeweils einen siebten Platz bei den jungen Damen und den Herren im Bezirk West gab, lag nicht an der eigenen Schwäche, sondern daran, dass dieser Wettbewerb Mannschaften aller Altersgruppen bis zu den Senioren offen steht und die zum Teil erst zehn Jahre jungen SVG-Schwimmer gegen über 20 Jahre alte Wettbewerber antraten.
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Das spornte die Jungen besonders an, und so konnte Sebastian Werm (Jahrgang 1994) völlig überraschend den ersten Platz erzielen über 400 Meter Freistil. Hier trat er gegen sechs - zum Teil um einen Kopf größere Schwimmer anderer Mannschaften - an und triumphierte in hervorragenden 5:10,83 Minuten. Über 1500 Meter Freistil schaffte Werm in 21:02,53 Minuten einen ebenso bemerkenswerten zweiten Platz und steuerte so insgesamt 1132 Punkten für die Mannschaft bei.
Erste Erfahrungen in einem Mannschaftswettkampf konnten die Mädchen und Jungen des Jahrganges 1996 sammeln. Dies waren Jennifer Staack, Helen Knitsch, Max Preußer, Philip Dubiel, Julian Emmel und Alexander Kunert. Sie alle schlugen sich mehr als tapfer und jede brachte sich in dem Dienst für die Mannschaft ein.
Gelnhausen II der Damen und Gelnhausen III der Männer erreichten bei den 68 Einzelstarts mit insgesamt 47 persönlichen Bestleistungen eine sehr gute Bilanz. Am Ende erzielten die Damen respektable 11538 Punkte und wurden hessenweit 16. von 36 teilnehmenden Mannschaften. Die sehr jungen Herren des SVG erreichten am Ende den 34. Platz in Hessen mit 7626 Punkten - und dazu das Gefühl, eine echte Mannschaft zu sein.
Nebenbei war der Wettkampf für die anstehenden hessischen Jahrgangsmeisterschaften Anfang Dezember in Stadtallendorf ein guter letzter Test. Ergebnisse.xls (33 KB) der SVG-Schwimmer.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 01.12.2006

Nachwuchs des SVG schnell unterwegs
DMS-Bezirksliga-Wettkämpfe in Frankfurt: Teams aus der Barbarossastadt erkämpfen zwei siebte Plätze

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Gelnhausen (re). Am vergangenen Wochenende nahmen Nachwuchsschwimmer des SV Gelnhausen in Frankfurt erfolgreich an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) auf Bezirksliga-Ebene teil.
Auf der 25-Meterbahn in Frankfurt konnten die jungen Schwimmer Erfahrungen sammeln für die möglichen späteren Aufgaben in der Landes-, Ober- oder 2. Bundesliga.
Beide Mannschaften mussten teilweise gegen erwachsene Schwimmer antreten und zeigten dabei sehr ansprechende Leistungen. Angefeuert von den eigenen Trommlern, peitschten die Schwimmer sich immer wieder zu neuen persönlichen Rekorden.
Dass es am Ende jeweils einen siebten Platz bei den jungen Frauen und den Männern im Bezirk West gab, lag nicht an der eigenen Schwäche, sondern daran, dass dieser Wettbewerb Mannschaften aller Altersgruppen bis zu den Senioren offen steht und die zum Teil erst zehn Jahre jungen SVG-Schwimmer gegen über 20 Jahre alte Wettbewerber antraten.
Das spornte die Jungen besonders an, und so konnte Sebastian Werm (94)über 400 Meter Freistil völlig überraschend den ersten Platz erzieleng gegen sechs zum Teil um einen Kopf größere Schwimmer anderer Mannschaften Seine hervorragenden Zeit 5:10,83 Minuten.
Über 1500 Meter Freistil schaffte Werm in 21:02,53 Minuten einen ebenso bemerkenswerten zweiten Platz und steuerte so insgesamt 1132 Punkten für die Mannschaft bei. Erste Erfahrungen in einem Mannschaftswettkampf konnten die Mädchen und Jungen des Jahrganges 1996 sammeln. Jennifer Staack, Helen Knitsch, Max Preußer, Philip Dubiel, Julian Emmel und Alexander Kunert schlugen sich mehr als tapfer und jeder Einzelne brachte sich hervorragend in die Mannschaftsleistung ein.
Die Gelnhäuser Frauen II und Männer III erreichten bei den 68 Einzelstarts mit insgesamt 47 persönlichen Bestleistungen eine sehr gute Bilanz.
Am Ende erzielten die Frauen respektable 11 538 Punkte und wurden hessenweit 16. von 36 teilnehmenden Mannschaften. Die sehr jungen Männer des SVG erreichten am Ende den 34. Platz in Hessen, wobei sie 7 626 Punktensammelten.
Außerdem war der Wettkampf für die anstehenden hessischen Jahrgangsmeisterschaften Anfang Dezember in Stadtallendorf aus Gelnhäuser Sicht ein hervorragender letzter Test. Ergebnisse.xls (33 KB) der SVG-Schwimmer.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 11.11.2006

Vom DMS Zweiliga-Endkampf in Gelnhausen wurden 29 Fotos von Herrn Korn von der GNZ ins Netz gestellt.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 13.11.2006

Zwischen Jubel und Jammer
SV Gelnhausen: Männer halten Klasse, Frauen steigen wieder ab
Von Toblas Korn

Gelnhausen (tko). Das Männerteam des SV Gelnhausen hat beim Zweitliga-Endkampf in der eigenen Halle eindrucksvoll bewiesen, dass es unter Wettkampfbedingungen zu Höchstleistungen fähig ist. Souverän meisterten die „Barbarossa-Schwimmer“ ihren Verbleib in der 2. Bundesliga Süd. Mit Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Parallelwettkampf in Freiburg landeten die SVG-Männer in der Endabrechnung auf Platz drei von acht.
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Für die Gelnhäuser Frauen, die vergangene Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in die zweite Liga aufgestiegen sind, hat Rang sieben von neun am Ende nicht für den Klassenerhalt gereicht. Zwar müssen eigentlich nur die beiden Letztplatzierten direkt in die Oberliga hinunter, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass keine Erstliga-Mannschaft aus dem Bezirk West in die Zweitklassigkeit absteigt. Genau das ist jedoch passiert: Chemnitz und München verpatzten den Klassenerhalt, wonach sich automatisch die Zahl der Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd auf drei erhöhte. Und damit hat es das Frauenteam des SV Gelnhausen erwischt. Besonders bitter: Zum rettenden sechsten Platz in der Schlusstabelle fehlten lediglich 88 Punkte - ein Wimpernschlag im Schwimmsport.
Der große Frust blieb dennoch aus: „Die Fraben haben ihre Leistungen aus dm Vorkampf bestätigt. Damit bin ich zufrieden. Allerdings waren sie im Endkampf etwas zu verklemmt. Unsere Männer können mit dem Druck irgendwie besser umgehen“, bilanzierte Gelnhausens Trainerin Heike Heeger.
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Von Routiniers ... Euphorisiert von der angespannten Endkampf Atmosphäre präsentierten sich die Herren der Schöpfung in Bestform. Allen voran Daniel Wagenknecht (23): Der Super-Schwimmer des SV Gelnhausen absolvierte die maximal zulässige Zahl von fünf Wettkämpfen, wobei er besonders über 100 Meter Freistil (50,68 Sekunden) und 50 Meter Schmetterling (24,74 Sekunden) überragende Leistungen zeigte. Angetan war Trainerin Heegar auch von Brust-Spezialist Thomas- Kaminski (27): „Er hat mich wirklich sehr überrascht. Es scheint fast so, als würde er mit dem Alter immer besser.“ Aufopferungsvoll gab sich auch Routinier Dirk Janssen (29), der über 1500 Meter Freistil (60 Bahnen) ins Wasser ging. Bei dem erlösenden Anschlag nach 17:50,13 Minuten brachte er hechelnd hervor: „So etwas macht man auch nur für die Mannschaft.“
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... und Neulingen Auch die Frauen des SV Gelnhausen haben sich gequält. Allein die verdiente Belohnung blieb ihnen versagt. Als gröfte Kämpferin erwies sich Stefanie Anders (17), die nach fünf Starts 3 643 Punkte eingefahren hatte und über die 50 Meter Rücken mit einer Zeit von 30,13 Sekunden (824 Punkte) eine Lanze für ihr Team brach. Auch die Geschwister Lynn (21) und Bo Heeger (13) - knackten die 3 000er Marke. Dennoch reichten 21 590 Zähler in der Summe nicht zum Klassenerhalt. „Wir müssen uns einfach noch steigern. Unser Ziel muss es sein, am Ende eines Endkampfes auf über 22 000 Punkte zu kommen“, erklärte Übungsleiterin Heike Heeger.
Ungeachtet dessen bewies das Frauenteam Moral. Dabei avancierte Kaderneuling Anna-Lena Prinz zum besonderen Liebling des Vereinspräsidenten Dr. Rolf Müller: „Es ist einfach toll zu sehen, mit welchem Ehrgeiz Anna-Lena bei der Sache ist.“ Das 12-jährige “Nesthäkchen“ des SV Gelnhausen stellte sich gleich in zwei Disziplinen der weitaus älteren Konkurrenz.
Weltrekordlerin am Beckenrand Nicht nur älter sondern bislang auch viel erforeicher ist Janine Pietsch, Weltrekordhalterin über 50 Meter Rücken. Der Schwimmstar des SC Delphin Ingolstadt konnte bei den Endkämpfen in Gelnhausen jedoch krankheitsbedingt nicht auf Punktejagd gehen. Stattdessen saß Pietsch am Beckenrand und stoppte die Zeiten ihrer Mannschaftskolleginnen.

SV Gelnhausen
Männer
Starts
Punkte

Frauen
Starts
Punkte
Daniel Wagenknecht
5
3 923
Stefanie Anders
5
3 643
Michael Hecker
4
2 899
Lynn Heeger
5
3 583
Thomas Groß
4
2 792
Bo Heeger
5
3 260
Christof Kittler
3
2 187
Grit Heeger
4
2 533
Thomas Kaminiski
3
2 097
Tamara Staab
4
2 464
Nils Pitterling
3
1 961
Mitiam Schäfer
4
2 100
Alexander Brechtel
3
1 954
Jana Dinges
3
1 912
Dirk Janssen
3
1 746
Meike Barchet
2
1 092
Thomas Herrmann
2
1 394
Anna-Lena Prinz
2
1 003
Daniel Werm
2
1 146
Summe
21 590
Andreas Kaminski
1
652

David Behnsen
1
550
Summe

23 301

Tabelle
Punkte

Tabelle
Punkte
1. SV Bayreuth
24 090
1. TG Heddesheim
23 320
2. SG Regio Freiturg
23 720
2. SSV Leutzsch
22 940
3. SV Gelnhausen
23 301
3. SV Wacker Burghausen
22 865
4. 1. Münchner SC
23 185
4. VfL Sindelfingen
22 437
5. FW München
22 842
5. EOSC Offenbach
21 779
6. SSG Erlangen
22 617
6. SG Regio Freiturg
21 678
7. Vft Sindelfingen II
22 269
7. SV Gelnhausen
21 590
8. SG AGT Baunatal
22 122
8. Delphin Ingolstadt
20 789

9. SK Sparta Konstanz
20 761


Gelnhäuser Tageblatt, 13.11.2006

SVG: Männer bleiben drin, Frauen fehlten 88 Punkte
2. Bundesliga Süd: Abstieg des Frauen-Teams überschattet Klassenerhalt der Männer

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GELNHAUSEN (ra). Freud und Leid lagen bei den Schwimmerinnen und Schwimmern des SV Gelnhausen beim Endkampf in der 2. Bundesliga Süd im Hallenbad dicht beieinander. Das Positive: David Behnsen, Alexander Brechtel, Thomas Groß, Thomas Hermann, Daniel Wagenknecht, Nils Pitterling, Andreas Kaminski, Dirk Janssen, Thomas Kaminski, Christof Kittler und Michael Hecker haben mit 23301 Punkten den Klassenerhalt geschafft. Im Endklassement stand Rang sieben von zwölf Teams zu Buche. Aber so groß die Erleichterung auch war, die Trauer um den Abstieg der Frauen (21590 Punkte) in die Oberliga überschattete die super Leistung der Männer. Am Ende fehlten den Gelnhäuserinnen nur 88 Punkte auf die SG Regio Freiburg (21678) für den Klassenerhalt. Da zwei Mannschaften aus der 1. Liga in die 2. Bundesliga Süd absteigen, hat es den SV Gelnhausen jetzt auch erwischt.
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Dabei war alles bestens hergerichtet für das große Finale in Gelnhausen. Nach dem Einschwimmen folgten die kollektiven Beschwörungsrituale. Die Gelnhäuser sangen, während sich die Gastvereine zehn Minuten vor dem Start auf den Beginn mental vorbereiteten. Das Lied entstand auf der Fahrt zum Hinkampf in Baunatal. Die Dichter hatten die Vereinskürzel (SVG) integriert. „Schön verrückt und absolut genial, dieses Jahr gemeinsam und zum ersten Mal. Wir wern`s Euch allen zeigen, mit Können und Moral, ihr seit die letzen Geigen und einfach zu normal.“ Der Schlachtruf war natürlich nicht ernst gemeint. Er sollte als Motivationshilfe dienen.
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Die Männer des SVG waren wie immer beim Endkampf hochmotiviert und steigerten sich um 1000 Punkte. Und das auch auf Grund eines Torpedostarts: Daniel Wagenknecht schwamm gleich drei Vereinsrekorde. Es war durchweg unglaublich, was die Männer erreicht haben. Nils Pitterling schwamm über 400 Meter Lagen (4:43,69) zehn Sekunden schneller als in Baunatal und verfehlte seine Bestzeit nur um eine Sekunde. Das beweist, dass die Männer des SVG auf die Sekunde topfit waren.
„Unsere Schwimmerinnen waren eigentlich auch gut drauf, aber offensichtlich verspannten sie. Sie schafften es nicht, durch eine gewisse Lockerheit und diese Gruppendynamik über sich hinauszuwachsen. Ich war froh, dass sie die Leistung des Vorkampfes gerade so erreicht haben“, sagte Trainerin Heike Heeger. Normalform brachten lediglich Stefanie Anders mit zwei Vereinsrekorden über 50 Meter (30,13) und 200 Meter Rücken (2:21,57) sowie Lynn Heeger, die über 100 Meter Kraul ebenfalls eine Bestmarke aufstellte. Jana Dinges kam über 50 Meter Rücken (30,80) fast an das Ergebnis von Stefanie Anders heran. Mehrere Durchschnittsleistungen führten allerdings zum bitteren Abstieg.
Dieser ist umso ärgerlicher, da die Gelnhäuserinnen bei mehreren Wettkämpfen bewiesen haben, dass sie es eigentlich „drauf“ haben. Jetzt heißt es erst einmal die Trauer zu verarbeiten und dann in der Oberliga, mit der in der 2. Bundesliga gesammelten Erfahrung, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 09.11.2006

SVG: Alles oder nichts
Gelnhausen geht am Samstag konzentriert in den Zweitliga-Endkampf

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Gelnhausen (re). Beim Vorkampf der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften zur zweiten Bundesliga in Baunatal schaffte die erst 13 Jahre junge Bo Heeger über 50 Meter Brust einen neuen Vereinsrekord für den Schwimmverein Gelnhausen. Die deutsche Meisterin 2006 in dieser Disziplin schwamm die kürzeste Bruststrecke in der 82-jährigen Geschichte des Vereines in der noch nie erreichten Zeit von 34,36 Sekunden auf der 25-Meterbahn.
Stefanie Anders (89) vom SVG tat es ihr gleich und holte über 50 Meter Rücken in 30,29 Sekunden ebenfalls einen sensationellen neuen Vereinsrekord.
Die fast Siebzehnjährige erreichte, wie ihre Vereinskameradin den Zenit ihrer diesjährigen Leistungen rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt.
Das lässt hoffen für den Rückkampf am kommenden Samstag in eigener Schwimmhalle in Gelnhausen, bei dem es um Alles oder Nichts in der zweiten Bundesliga geht.
Die Männer wollten anscheinend nicht nachstehen, und so schaffte auch Daniel Wagenknecht (83) über 50 Meter Schmetterling in  25,35 Sekunden ebenfalls einen hervorragenden neuen Vereinsrekord.
Bleibt zu hoffen, dass die tolle Form aller 21 Schwimmer bis zum kommenden Samstag 11. November anhält bzw. noch zu steigern ist.
Dann können die Frauen und Männer des SVG noch einmal zeigen, was das fleißige Training der letzten Wochen neben Schule, Ausbildung oder Beruf bewirkt hat und ob es reicht die Bundesligazugehörigkeit beider Mannschaften zu erhalten. Das wäre neben dem Aufstieg der Frauen im vergangenen Jahr erneut ein nie da gewesener Erfolg für den SVG.
Der Vorkampf beider Mannschaften in Baunatal lässt zwar noch keine Euphorie aufkommen, nährt aber die Hoffnung, dass der siebte Platz der Herren und der achte Platz der Frauen bestätigt werden können, wenn sich die Leistungen in Gelnhausen wiederholen oder gar noch steigern lassen.
Auf der Internethomepage www.SVGelnhausen.de können sich alle Interessierten die Bilder der Bundesligaschwimmer und ihre Kurzportraits anschauen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 30.10.2006

Trainerin Heeger: „Die Mehrheit ist jetzt heiser“
SV Gelnhausen: Zweitliga-Vorkampf in Baunatal

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Gelnhausen/Baunatal (tko). Für Vereine wie den SV Gelnhausen, die nicht gerade um den Aufstieg in die Erstklassigkeit wetteifern, haben die Ergebnisse aus den Zweitliga-Vorkämpfen in Baunatal keine allzu große Bedeutung. Die SVG-Teams (Männer und Frauen gleichermaßen) würden sich bereits mit dem Verbleib in der 2. Bundesliga zufrieden geben. Und die Entscheidung darüber fällt erst am 11. November, wenn in Gelnhausen die Endkämpfe ausgetragen werden.
Dennoch lieferte der Wettbewerb in Baunatal in puncto Klassenerhalt zumindest die Erkenntnis, dass es sich schaffen lässt. „Alle sind ganz gut geschwommen“, bilanzierte Heike Heeger, die in Gelnhausen sowohl das Männer- als auch das Frauenteam trainiert. Während die Herren der Schöpfung am Ende auf Rang fünf von sechs landeten, fanden sich die weiblichen Vertreter des SVG auf Platz vier von sechs wieder. Verglichen mit den parallel zu Baunatal ausgetragenen Vorkämpfen in Burghausen hätten diese Ergebnisse jedoch einen höheren Stellenwert: „Soweit ich informiert bin, gab es auch bei den anderen Vorkämpfen ein paar Mannschaften, die punktemäßig schlechter waren als wir. Das hat mich schon etwas überrascht“, wertete Heeger die Leistung ihrer Schützlinge auf. Vor allem die Nachwuchs kräfte hätten überzeugt.
Bei den Männern waren dies Alexander Brechtel - der sich nach einer siebenwöchigen Unterschenkelverletzung tapfer geschlagen hatte - sowie Daniel Werm, der über 1 500-Meter Kraul mit einer Zeit von 17:25,06 Minuten eine glänzende Vorstellung ablieferte. Bei den Frauen zeigten Bo Heeger und Neuling Anna-Lena Prinz ansprechende Leistungen. Dennoch: „Ich werde in beiden Teams die ein oder andere Disziplin für die Endkämpfe personell neu besetzen“, erklärte Heeger.
Vollends zufrieden war die Übungsleiterin hingegen mit der Stimmung im Team Gelnhausen: „Die Mehrheit ist jetzt heiser.“ Ergebnisse.pdf (45 KB)


DMS Infos, 27.10.2006

Samstag 28.11.2006 Vorkampf 2.Bundeliga in Baunatal
1. Abschnitt: Beginn 11 Uhr
2. Abschitt: Beginn 15 Uhr, Dauer je ca 2 Stunden
Herren I und Damen I des SVG am Start

Sonntag 29.11.2006 Vorkampf Landesliga in Kassel
1. Abschnitt: Beginn 11 Uhr
2. Abschitt: Beginn 15 Uhr, Dauer je ca 2 Stunden
Herren II des SVG am Start

Samstag 11.11.2006 Rückkampf 2. Bundesliga in Gelnhausen für 1.Damen und 1. Herrenmannschaft des SVG. Hier geht es dann um den Klassenerhalt.

Damen
Abgänge:

Zugänge:
Probleme:





Aussichten:

Herren
Abgänge:

Zugänge:

Probleme:
Stärken:
Aussichten:

Lotte Hennimng Studium in Südafrika, Annette Pfromm Au-pair im Ausland, Toska Jakob Karriere beendet
Anna-Lena Prinz 12 Jahre eigener Nachwuchs, Schmetterlingspezialistin
Leistungsträgerin Lynn Heeger hat Studium in Göttingen begonnen, nur eingeschränktes Training möglich, Grit Heeger Ausbildung in Mainz nur eingeschränktes Training möglich, Joker für den Endkampf: Tatjana Kümmer, ehemalige SVG Top-Brustschwimmerin könnte auf den 50 und /oder 100 Brust aushelfen, Ute Trageser, ehemalige SVG Topschwimmerin und mutter von zwei SVG Nachwuchstalenten, könnte auf den Sprintstrecken aushelfen
Der Klassenenhalt ist möglich wenn alles rund läuft.


Keine, auch Thomas Herrmann ist nach seinem Auslandssemester wieder mit von der Partie.
Daniel Werm, Talent aus der 2. Mannschaft schwimmt die 1500 Freistil und kann auf den Brust und Freistilstrecken einspringen wenn es nötig ist.
Fast alle Leistungsträger sind Berufstätig oder im Studium stark eingespannt.
6 Jahre Zweitligaerfahrung der meisten Schwimmer, ein starker Mannschaftsgeist und Leistungsexplosionen auf den Punkt  
 
Sollten die Herren wie 2005 im Endkampf über sich hinauswachsen, so sollte der Klassenerhalt möglich sein, mit Konkurrenten Baunatal und Wiesbaden haben ähnliche Probleme wie der SVG.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 15.10.2005

Hoffen auf den Heimbonus
SV Gelnhausen vor Zweitliga-Endkampf

Gelnhausen (tko). Der SV Gelnhausen steht zum ersten mal in seiner Vereinsgeschichte vor der Situation, dass sowohl das Männer- als auch das Frauenteam in der eigenen Schwimmhalle einen Endkampf um den Verbleib in der zweiten Bundesliga austragen. Am 11. November ist der Tag der Entscheidung. Die Vorkämpfe finden am 28. Oktober in Baunatal statt.
Auf diese Chance haben sie in Gelnhausen lange gewartet. Bislang hatten lediglich die Männer das Privileg genießen können, im heimischen Wasser um den Klassenerhalt zu kämpfen. Die Frauen hingegen mussten sich bis vor einem Jahr immer auswärts beweisen. Der 12. November 2005 brachte schließlich die Wende: Die SVG-Frauen hatten sich mit Platz zwei in der Oberliga-Abschlusstabelle erstmals in der Vereinsgeschichte für die zweite Bundesliga qualifiziert. Und damit werden auch sie am 11. November dieses Jahres am DMS-Endkampf in Gelnhausen teilnehmen. Das bedeutet zumindest aus motivatorischer Sicht einen großen Gewinn, denn „jetzt können sich die beiden SVG-Teams gegenseitig anfeuern“, weiß Heike Heeger, die in Gelnhausen sowohl die Männer als auch die Frauen trainiert.
Eine Unterstützung im Endkampf erfährt das Männerteam durch das Comeback von Thomas Herrmann, der nach einem Auslandsaufenthalt wieder in den Diensten der Gelnhäuser Schwimmer steht. Neu in der Mannschaft ist auch Daniel Werm, der für die 1 500-Meter-Distanz ins Wasser geht. Als problematisch hat sich in der jüngsten Vergangenheit allerdings herausgestellt, dass viele Routiniers im Männerteam aufgrund erhöhter beruflicher Belastungen deutlich weniger trainieren können, als noch vor einigen Jahren. Deshalb sei es auch schwierig, die aktuelle Leistungsfähigkeit des Kaders einzuschätzen: „Wir müssen einfach den Vorkampf abwarten“, weiß Trainerin Heger.
Bei den Frauen ist Miriam Schäfer in den Kader integriert worden. Sie wird aller Voraussicht nach die Brustdisziplin von Annette Pfromm übernehmen, die aufgrund eines Auslandsaufenthalts dem Team nicht mehr zur Verfügung steht. Auch Toska Jacob hat ihren „Schwimmdienst“ in Gelnhausen quittiert. Dafür rückte Neuling Anna-Lena Prinz nach.

 2005

Gelnhäuser Neue Zeitung, 15.11.2005

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Das sind Gelnhausens erfolgreiche Frauen, die am Wochenende in Karlsruhe in die Zweite Schwimmer-Bundesliga aufgestiegen sind (GNZ berichtete).








Gelnhäuser Neue Zeitung, 14.11.2005

Ein historischer Tag
Männer schaffen Klassenerhalt, Frauen steigen in die 2. Liga auf

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Gelnhausen (tko/re]. Es ist vollbracht! Am vergangenen Samstag ging ein lang gehegter Wunsch des Schwimmvereins Gelnhausen in Erfüllung: Das Frauenteam ist in die zweite Bundesliga aufgestiegen, die Männer schafften den Klassenerhalt ebenfalls in Liga zwei. Damit schwimmen Männer und Frauen erstmals in der Vereinsgeschichte zusammen auf Bundesniveau.
Nach den dürftigen Leistungen aus dem Vorkampf schlug für das Männerteam des SV Gelnhausen beim Endkampf in der eigenen Halle die Stunde der Wahrheit. Dabei blickten die Barbarossastädter wie gebannt auf Bahn fünf: Denn dort schwamm die Konkurrenz aus Offenbach, die wie Gelnhausen um den Klassenerhalt kämpfte. Doch davon ließen sich die SVG-Recken nicht beeindrucken. Wie entfesselt lieferten sie eine Bestzeit nach der anderen ab.
Für den ersten Paukenschlag sorgte Daniel Wagenknecht über 200 Meter Freistil, indem er sich an Nationalmannschaftsschwimmer Stefan Herbst aus Leipzig hängte und in 1:52,81 Minuten einen neuen Vereinsrekord aufstellte. Daniel Wagenknecht war mit insgesamt vier Vereinsrekorden (100, 200, 400 Meter Freistil und 100 Meter Lagen) und 3786 Punkten aus fünf Starts zusammen mit Michael Hecker (3717 Punkten, fünf Starts) der Motor seiner Mannschaft.
Auch bei den Brustschwimmern Dirk Janssen und Thomas Kaminski war der vergessen geglaubte SVG-Geist wieder zu spüren. Christof Kittler wuchs ebenfalls über sich hinaus und war mit 2672 Punkten aus vier Starts der drittbeste Punktesammler. Thomas Groß überzeugte auf den Sprintdistanzen, Sportstudent Nils Pitterling glänzte über Lagen und Schmetterling. Alexander Brechtel schlug sich dagegen achtbar auf seinen Nebenstrecken 100 und 200 Meter Schmetterling sowie 400 Meter Lagen.
Über 400 Meter Freistil bewies indes Andreas Kaminski - eine Pferdelunge: Nach seinem Blitzstart hielt er bis zum Schluss ein beachtlich hohes Tempo. Auch David Behnsen (1500 Meter Freistil) und der reaktivierte Matthias Zientek (50 Meter Brust) steigerten sich gegenüber dem Vorkampf in ihren jeweiligen Disziplinen.
Das große Zittern Nach dem ersten Abschnitt lagen die Gelnhäuser nur 72 Punkte vor Offenbach auf dem rettenden zehnten Platz. Im Schwimmsport kein sicheres Polster. Vor allem Offenbachs polnischer Nationalschwimmer Lukasz Woijt, der seit zwei Jahren in Amerika trainiert, machte dem SVG-Team Sorgen.
Doch dank lautstarker Unterstützung und einer „Überdosis“ Adrenalin schwammen sich die Gelnhäuser in einen Rausch. Nach dem letzten Anschlag von Routinier Michael Hecker stand der Klassenerhalt schließlich fest. Mit 474 Punkten hatte man Offenbach auf Distanz gehalten und wurde noch vor Sindelfingen Gesamt neunter. Mit dem Klassenerhalt und dem Aufstieg der Damen in die zweite Bundesliga ist ein langersehnter Traum der Gelnhäuser Schwimmer in Erfüllung gegangen. Dieser Erfolg ist in der über achtzigjährigen Vereinsgeschichte einmalig. Maßgeblichen Anteil daran hat Trainerin Heike Heeger, die über Monate eine schwierige Doppelbelastung auf sich nahm und jeden Abend zwei Mannschaften gleichzeitig trainierte.
In der Zweiten schwimmt man besser Im dritten Anlauf, nach 2002 und 2004, gelang den Gelnhäuser Frauen nun unter Trainerin Heike- Heeger der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Sie waren als punktbeste Mannschaft in den Aufstiegskampf nach Karlsruhe gereist. Da aber in diesem Wettbewerb die Punkte aus dem Vorkampf nicht mitgenommen werden, mussten alle Mannschaften bei Null wieder anfangen.
Dies nutzte besonders den Offenbacherinnen, die im Endkampf durch Katrin Dimitru (ehemalige - Nationalschwimmerin) verstärkt wurden. Nach dem ersten von zwei Abschnitten war klar, dass Platz eins an die Mainstädter gehen würde. Aber die SVG-Frauen lagen mit rund 200 Punkten Vorsprung auf Rang zwei- der Aufstiegssekt wurde kalt gestellt. Souverän und ohne Patzer gelang es den Damen dann, die nachfolgenden Mannschaften Konstanz und Fulda auf Distanz zu halten. Gegen 17 Uhr stand dann der Aufstieg in die zweite Bundesliga für die neun Gelnhäuser, Schwimmerinnen fest. Lynn, Heeger war mit 3530 Punkten aus fünf Starts die erfolgreichste Punktesammlerin. Zudem stellte sie drei neue Vereinsrekorde auf (50 und 100 Meter-Schmetterling, 100 Meter Freistil).
Knapp dahinter mit 3477 Punkten aus fünf Starts, setzte Stefanie Anders über 400 Meter Lagen und 100 Meter Rücken neue Vereinsbestmarken. Tamara Staab schwamm nach ihrem hessischen Jahrgangstitel über 400 Meter Freistil wie entfesselt und holte gleich drei persönliche Bestzeiten.
Annette Pfromm, die in Baunatal krankheitsbedingt fehlte, zeigte sich rechtzeitig zum Saisonfinale bestens erholt und schwamm ebenfalls drei persönliche Rekorde. Toska Jakob hatte neben Tamara Staab die Aufgabe, die langen Strecken (400 und 800 Meter Freistil sowie 200 Meter Schmetterling) abzudecken. Es gelang ihr mit Bravour.
Auch Grit Heeger konnte trotz, einiger Trainingsrückstände ihre Leistung zuverlässig abrufen. Meike Barchet, die als einzige Schwimmerin schon seit der Neugründung im Jahre 1991 Teil der Mannschaft ist, zeigte über 200 Meter Freistil, dass sie längst noch nicht zum alten Eisen gehört.
Hoffnung versprühten auch die beiden Jüngsten Jana Dinges (13 Jahre) und Bo Heeger (12 Jahre). Sie zeigten angesichts des nervenaufreibenden Aufstiegskampfes keine Angst vor großen Namen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 14.11.2005

Überlebenskunst

Gelnhausen/Karlsruhe (tko). Die Männer des SV Gelnhausen sind in puncto Abstiegskampf wahre Überlebenskünstler. Erst wenn es um alles oder nichts geht, laufen sie zur Hochform auf: „Beim Vorkampf haben wir auf Sparflamme gekocht, weil wir genau wussten, dass wir uns nicht verausgaben dürfen, um dann beim Endkampf bestehen zu können“, erklärte Sportwart Achim Schneider. Tatsächlich war die Leistung der Schwimmer beim Saisonfinale im positiven Sinne bemerkenswert: „Das war ein ganz starker Auftritt. Unsere Jungs sind um ihr Leben geschwommen“, schwärmte SVG-Präsident Dr. Rolf Müller Für die größte Überraschung sorgte Daniel Wagenknecht: „Ich wusste zwar, dass ich für den Endkampf in einer guten Form bin, aber dass es so gut laufen wird, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet.“ Wagenknecht brach gleich vier Vereinsrekorde.
In ähnlicher Verfassung präsentierte sich auch Lynn Heeger, die mit ihrer Mannschaft in Karlsruhe um den Aufstieg in die zweite Bundesliga kämpfte: Sie stellte drei neue Vereinsrekorde auf. Für Trainerin Heike Heeger zählte allerdings nur das Kollektiv: „Wir haben uns als Mannschaft sehr gut verkauft und sind verdient aufgestiegen. Dass hier nichts mehr anbrennen würde, war mir allerdings erst beim drittletzten Wettkampf klar.“


Gelnhäuser Tageblatt, 14.11.2005

Mit Teamgeist zum Klassenerhalt
SVG-Männer bleiben Zweitligist - Wagenknecht ganz stark

GELNHAUSEN (gt). Während die Damen des SV Gelnhausen in Karlsruhe den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machten, kämpften die Herren in Gelnhausen in eigener Halle um den Klassenerhalt. Auch hier hatten es die Gelnhäuser mit den Offenbachern zu tun. Der SVG musste mindestens 10. werden, also mindestens zwei Teams hinter sich lassen, um ein weiteres Jahr in der 2. Liga zu schwimmen.
Nach dem etwas dürftigen Vorkampf (10.) hieß es jetzt. im Endkampf alle Karten auf den Tisch zu legen, alle mussten vollen Einsatz zeigen. Für den ersten Paukenschlag sorgte Daniel Wagenknecht über 200 Meter Freistil indem er sich an Nationalmannschaftsschwimmer Stefan Herbst aus Leipzig hängte und in 1:52,81 Minuten einen Vereinsrekord aufstellte. Daniel Wagenknecht war mit vier Vereinsrekorden (100, 200, 400 m Freistil und 100 m Lagen) und 3786 Punkten bei fünf Starts zusammen mit Michael Hecker (3717 Punkte, fünf Starts) erfolgreichster Punktesammler der Gelnhäuser Herren. Angesteckt von den überragenden Leistungen der beiden und der „Wir-wollen-nicht-Absteigen“-Stimmung, wuchsen alle SVG-Schwimmer über sich hinaus. Plötzlich lief es auch bei den Brustschwimmern Dirk Janssen und Thomas Kaminski wieder wie in alten Tagen.
Christof Kittler, der studienbedingt am wenigsten und meist alleine in Hannover trainieren musste, schwang sich wieder (fast) zu alter Klasse auf und war mit 2672 Punkten bei vier Starts drittbester Punktesammler. Thomas Groß, der berufsbedingt auch einige Trainingseinheiten hatte ausfallen lassen müssen, konzentrierte sich ausschließlich auf die Sprintdistanzen und konnte dort mehr als überzeugen und zeigen, dass er ein echter Wettkampftyp ist. Der Sportstudent und Trainer der Nachwuchs II-Mannschaft, Nils Pitterling, zeigte über die Lagen- und Schmetterling-Distanzen sein Können und sammelte 1927 Punkte aus drei Rennen. Alexander Brechtel schlug sich achtbar auf seine Nebenstrecken 100 und 200 Schmetterling und 400 m Lagen. Über 400 m Freistil schwamm Andreas Kaminski förmlich "um sein Leben", denn nach sehr schnellem Beginn kämpfte er auf den letzten Metern aufopferungsvoll und sicherte so wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Auch David Behnsen (1500 m Freistil) und der reaktivierte Matthias Zientek (50 m Brust) steigerten sich gegenüber dem Vorkampf auf ihren Strecken.
Nach dem ersten Abschnitt lagen die Gelnhäuser nur 72 Punkte vor den Offenbachern auf dem rettenden 10. Platz. Bei den Offenbachern überragte nur der polnische Nationalschwimmer Lukasz Woijt, der seit zwei Jahren in Amerika trainiert. Immer wenn er schwamm, wurde es für die Gelnhäuser wieder enger. Aber unter den Augen von Vereinspräsident Dr. Rolf Müller ließen die Herren auch im zweiten Abschnitt nicht nach und sammelten eifrig Punkte. Unter lautstarker Unterstützung der Mannschaftskollegen gingen die entscheidenden Läufe über die Bühne.
Das letzte Rennen konnte erst nach langer Wartezeit gestartet werden - die minutenlangen Anfeuerungen aller Mannschaften sorgten für eine Verzögerung. Nach dem letzten Anschlag von Routinier Michael Hecker stand fest: Die Männer des Schwimmvereins Gelnhausen haben erneut den Klassenerhalt geschafft. Mit 474 Punkten hatte Gelnhausen am Ende die Offenbacher auf Distanz gehalten und wurden noch vor Sindelfingen - das in Burghausen zeitgleich schwamm - Neunter.


Gelnhäuser Tageblatt, 14.11.2005

SVG-Damen in der 2. Bundesliga
Grandioser Erfolg: Lynn Heeger und Stefanie Anders holten beim Aufstiegs-Coup die meisten Punkte

GELNHAUSEN (gt). Im dritten Anlauf, nach 2002 und 2004, gelang den Gelnhäuser Schwimmerinnen der lang ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga. Seit 2000 schwammen die Damen, die von Heike Heeger trainiert werden, dem Aufstieg in die 2. Bundesliga hinterher. Jetzt haben sie ihr großes Ziel, das ihre männlichen Vereinskollegen bereits 1999 in Baunatal geschafft hatten, erreicht. Gelnhausen war als punktbeste Mannschaft in den Aufstiegskampf am Samstag in Karlsruhe gegangen. Da aber in diesem Wettbewerb die Punkte aus dem Vorkampf nicht mitgenommen werden, mussten alle Mannschaften wieder bei Null anfangen. Dies half besonders den Offenbacherinnen, die im Endkampf durch die ehemalige Nationalschwimmerin Katrin Dimitru verstärkt wurden.
Nach dem ersten von zwei Abschnitten war klar, dass Platz eins für die Offenbacherinnen reserviert war. Aber die Gelnhäuserinnen lagen mit nicht ganz 200 Punkten Vorsprung auf Rang zwei - das würde im Endklassement ebenfalls den sicheren Aufstieg bedeuten. Souverän und ohne Patzer gelang es den SVG-Damen dann die nachfolgenden Mannschaften Konstanz und Fulda auf Distanz zu halten. Gegen 17 Uhr stand dann der Aufstieg in die 2. Bundesliga für die neun Gelnhäuser Schwimmerinnen fest. Gegenüber dem Vorkampf steigerte der SVG sein Ergebnis noch einmal um 436 Punkte.
Lynn Heger war mit 3530 Punkten aus fünf Starts die erfolgreichste Punktesammlerin, außerdem stellte sie drei neue Vereinsrekorde auf (50 m und 100 m Schmetterling, 100 m Freistil). Knapp dahinter folgte mit 3477 Punkten  - bei fünf Starts -, Stefanie Anders. Sie stellte über 400 m Lagen und 100 m Rücken neue Vereinsrekorde auf.
Tamara Staab schwamm nach ihrem hessischen Jahrgangstitel über 400 m Freistil eine Woche zuvor in Baunatal wie entfesselt und erzielte gleich drei persönliche Bestzeiten. Annette Pfromm, die in Baunatal wegen Erkrankung fehlte, zeigte sich bestens erholt, stellte auch drei persönliche Bestzeiten auf und sammelte somit wichtige Punkte für den Aufstieg.
Toska Jakob hatte, neben Tamara Staab, die Aufgabe die langen Strecken (400 m Freistil, 800 m Freistil und 200 m Schmetterling) abzudecken, was sie mit Routine meisterte. Grit Heeger, die derzeit eine Ausbildung in Mainz zur Hebamme macht, konnte trotz Trainingsrückstandes ihre Leistung mit der ihr eigenen Zuverlässigkeit über die fünf Strecken bringen. Meike Barchet (geborene Müller), als einzige Schwimmerin schon seit der Neugründung im Jahre 1991 in der Mannschaft, zeigte über 200 m Freistil, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Die beiden jüngsten Schwimmerinnen, Jana Dinges (13 Jahre) und Bo Heeger (12 Jahre) fügten sich problemlos in die Mannschaft ein, sie schwammen, als wären sie schon immer dabei gewesen und zeigten keine Furcht vor großen Namen.
Dass die SVG-Formation "nebenbei" zum fünften Mal in Folge hessischer Vizemeister in der DMS geworden ist, war ein schöner Nebeneffekt. Doch diesmal zählte nur der Aufstieg und die Tatsache, dass die Gelnhäuser Damen im nächsten Jahr mit ihren männlichen Kollegen zusammen in der 2. Bundesliga schwimmen. Dafür hat sich die täglich harte Trainingsarbeit gelohnt. Für Trainerin Heike Heeger war dies ihr "Meisterstück". Sie ist vor zweieinhalb Jahren angetreten mit der Vorgabe, den Mannschaftsgeist - besonders bei den Frauen der 1. Mannschaft - zu stärken. Zusammen mit den männlichen Kollegen, die die Damen nach ihrem Husarenstück in Gelnhausen freudig erwarteten, wurde bis lange in die Nacht hinein gefeiert. Mit dabei war auch SVG-Vereinspräsident Dr. Rolf Müller mit Gattin.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 12.11.2005

SVG: Kampf um die 2. Liga
Rückkämpf der Männer in Gelnhausen / Frauen mit Aufstiegshoffnung

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Gelnhausen (re). Zeitgleich finden heute die Rückkämpfe zur DMS (Deutsche Mannschaftsmeisterschaft) in Gelnhausenund Karlsruhe statt. Mittendrin im Geschehen: die Männer- und Frauenmannschaften des Schwimmvereins Gelnhausen (SVG).
Die Frauen reisen recht zuversichtlich nach Karlsruhe, liegen sie doch nach dem Vorkampf auf Platz eins. Lynn Heeger, Stefanie Anders und Tamara Staab präsentierten sich bei den Hessischen Meisterschaften in bester Form. Lediglich hinter Annette Pfromm steht ein Fragezeichen, sie musste in Baunatal wegen einer Erkältung pausieren. Wenn sie ihre Leistung aus dem Vorkampf bestätigen und noch etwas steigern können, liegt der erhoffte Aufstieg in die Zweite Bundesliga in Reichweite. Von den sechs qualifizierten Teams steigen zwei in die Zweite Bundesliga auf. Der Drittplazierte hat ebenfalls Chancen, bei günstiger Auf- und Abstiegsregelung einen Platz in der Zweiten Liga zu ergattern. Für Trainerin Heike Heeger und ihre Mannschaft wird es eng, denn die im Vorkampf erzielten punkte fallen im Endkampf weg. Die Hauptkonkurrenten sind Konstanz, Offenbach und Fulda.
Schwer einzuschätzen sind die anderen mannschaften in diesem Wettbewerb, denn viele Mannschaften traten zum Vorkampf nicht in Bestbesetzung an.
Nach dem überragenden sechsten Platz mit Höchstpunktzahl ist es in diesem Jahr für die Herren des SVG erheblich schwerer den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Dirk Heeger und Thomas Herrmann stehen wegen ihres Auslandsstudiums nicht zur Verfügung. Christof Kittler konnte auch studienbedingt wenig trainieren, und für die übrigen Männer ist das Schwimmen nicht mehr die Hauptsache im Leben. Trotz dieser Probleme wollen sich die Gelnhäuser heute in eigener Halle (11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr) so teuer wie möglich verkaufen. Nach sechs Jahren Zweite Bundesliga wollen sie, wenn möglich mit den Frauen, wenigstens einmal zusammen in der zweiten Bundesliga schwimmen.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 20.10.2005

SVG-Team hat 2. Liga im Visier
DMS-Oberliga-Vorkampf in Kassel: Gelnhäuser Frauen überragend

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Gelnhausen (re). Die Oberliga-Vorkämpfe zu den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) fanden für die erste Gelnhäuser Frauenmannschaft in Kassel statt. Nach dem unglücklichen „Nichtaufstieg“ im vergangenen Jahr wollten die Barbarossastädterinnen diesmal ein Zeichen setzen. Dies ist den neun SVG-Frauen mit dem ersten Platz unter den 12 hessischen Oberliga-Teams gelungen. Sie qualifizierten sich damit als beste Mannschaft für den Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga, der in vier Wochen in Karlsruhe stattfindet.
Mit einer beeindruckenden geschlossenen Mannschaftsleistung ließen Meike Barchet, Grit Heeger, Lynn Heeger, Toska Jakob, Stefanie Anders, Tamara Staab, Jana Dinges und Bo Heeger der Hessischen Konkurrenz aus Fulda und Offenbach keine Chance.
Aus im süddeutschen Vergleich der sechs besten Oberligamannschaften liegen die SVG-Frauen mit über 600 Punkten Vorsprung auf Platz eins. Wobei dieser Umstand lediglich den Vorteil hat, dass der SVG den gesamten Aufstiegskampf auf der besten Schwimmmbahn bestreitet, die errungenen Punkte des Vorkampfes werden für den Rückkampf wieder auf Null gesetzt. Auch können die anderen Mannschaften nur mit ihrer zweiten Garnitur geschwommen sein und trumpfen im Rückkampf richtig auf.
Die Trainerin Heike Heeger hofft, dass alle Schwimmerinnen gesund bleiben und das jeder sich noch etwas steigern kann und das lang ersehnte Ziel erreicht werden kann. Eifrigste Punktesammlerinnen waren wiedereinmal Stefanie Anders und Lynn Heeger mit jeweils über 3400 Punkten. Nebenbei schwammen sie je zwei Vereinsrekorde, Stefanie Anders über 400 m Lagen und 50 m Rücken, Lynn Heeger über 100 m Schmetterling und 200 m Lagen.
Einen Einstand nach Maß gelang Jana Dinges mit ihren drei 50 m Strecken über Rücken, Freistil und Schmetterling. Neben den vielen guten Leistungen der anderen jungen Frauen ist die Leistung von Bo Heeger (12 Jahre) die ihre drei Brustrecken alle in persönlicher Bestzeit gewann besonders erwähnenswert.
Jetzt heißt es für Schwimmerinnen in den Herbstferien noch einmal verstärktes zu trainieren, um dann anfang November die Hessischen Meisterschaften und eine Woche später den Aufstiegskampf zur 2. Bundesliga erfolgreich zu bestreiten.
Zweite Männermannschaft muss zittern Die zweite SVG-Männermannschaft mit Lukas Rether, Felix Gundlach, Andreas Wirtz, Daniel Werm, Dennis Holtermann, Nico Anikuschkin, Florian Dinges, Jens Thierse, Thorsten Barchet und Achim Schneider belegten in der Hessischen Oberliga den zehnten Platz von zwölf Mannschaften. Die Mannschaften auf Platz elf und zwölf steigen sicher ab. Ob es für Platz zehn zum Abstieg in die Landesliga kommt oder nicht, entscheidet erst der Rückkampf der 2. Bundesliga am 12. November in Gelnhausen. Steigt dann ein hessischer Verein in die Oberliga ab, trifft dies dann die zweiten Männermannschaft und sie steigt in die Landesliga ab. Wobei beim SVG alle hoffen, dass nach dem Zittern das glückliche Ende folgt. Ergebnisse.xls (31 KB) der SVG-Schwimmer


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