Gelnhäuser Tageblatt, 04.08.2010

Stadler vom WM-Titel überrascht
Zweifacher Masters-Weltmeister Josef Stadler freut sich über den tollen Empfang - Sponsoren für die EM gesucht

bild
GELNHAUSEN (maw). Zwei Mal Gold vom 3-Meter Brett und vom Turm, einmal Silber vom 1-Meter Brett, die Weltmeisterschaften der Masters im schwedischen Göteborg hätte für den Höchster Wasserspringer Josef Stadler kaum erfolgreicher verlaufen können.
Der 26-jährige Athlet des Schwimmvereins Gelnhausen (SVG), der im vergangenen Jahr bereits Doppel-Europameister der Masters wurde, hat damit seiner Erfolgsbilanz zwei weitere beeindruckende Titel hinzugefügt. Schon beim ersten Wettbewerb vom 3-Meter Brett deutete sich die gute Form des Springers aus Höchst an. Seine Sprünge hatten höhere Schwierigkeitsgrade als die seiner Mitbewerber und die Ergebnisse waren durchweg gut. Bereits nach dem ersten Sprung setzte er sich an die Spitze und hielt den ersten Platz bis zum Ende des Wettbewerbs und erreichte damit den Weltmeister -Titel. Weniger gut verlief der Wettkampf vom 1-Meter Brett für den SVG-Athleten. Hier zeigte der spätere Sieger Emiliano Boldacchini aus Italien durchweg die besten Ergebnisse und Stadler lag bis zum fünften Sprung an dritter Stelle im Klassement. Mit den letzten drei Sprüngen gelang es Josef Stadler dann aber doch, sich auf den zweiten Rang vorzuschieben und sich die Silbermedaille zu sichern. Auch am letzten Tag der Sprungwettbewerbe sah es zunächst nicht so aus, als könnte Stadler einen weiteren Erfolg erzielen. Mit einem verkorksten ersten Sprung startete er in den Wettbewerb vom Turm und lag zunächst auf dem vierten Rang. Der Ire David Linehan führte das Klassement bis zum vierten Sprung an, doch Stadler arbeitete sich mit höheren Schwierigkeitsgraden und guter Ausführung seiner Sprünge an die Spitze. Am Ende des Wettbewerbs hatte er 15 Wertungspunkte Vorsprung vor dem Mann aus Dublin und war überglücklich, dass er den zweiten Weltmeister-Titel gewonnen hatte.
„Die WM der Masters war sensationell, wobei ich gestehen muss, dass meine Resultate schon überraschend für mich kamen“, sagte Josef Stadler nach seiner Rückkehr aus Schweden.
„Da ich beruflich so eingespannt bin, dass ich nur sehr wenig trainieren kann, hatte ich mit einem solchen Erfolg überhaupt nicht gerechnet“, räumte er seine Zweifel im Vorfeld des Wettbewerbs ein. Große Freude herrschte dann am Ende nicht nur bei ihm, sondern auch bei seiner Familie, den Freunden aus Höchst und den Vereinskameraden vom SVG.
Am Sonntag bereiteten sie dem Athleten in Höchst einen festlichen Empfang. Ganz besonders froh war sein Patenkind Finn Stock, der sich sogleich eine der Goldmedaillen sicherte und mit Josef Stadler zusammen für die Fotografen posierte. „Der Empfang in Höchst war ein wunderbarer Abschluss der Wettbewerbe. Ganz besonders habe ich mich darüber gefreut, dass Bürgermeister Thorsten Stolz es sich nicht nehmen ließ, noch am Abend vorbei zu kommen“, sagte Josef Stadler. Neben Vertretern des Schwimmvereins, waren mit Stadtverordnetenvorsteherin Doris Maria Viel, Stadtrat Ludwig Sinsel und dem Höchster Ortsvorsteher Karlheinz Stadler, der als Vater des Athleten ganz besonders stolz war, zahlreiche Vertreter der Stadt Gelnhausen gekommen, um den Athleten zu empfangen. Der hatte schon wieder die nächsten Wettbewerbe im Blick.
„Im kommenden Jahr finden in Jalta die Europameisterschaften der Masters statt, allerdings kann ich noch nicht sagen ob ich es schaffen werde dort anzutreten. Die Reise in die Ukraine ist mit sehr hohem finanziellen Aufwand verbunden“, hegte er seine Zweifel an einer Teilnahme.
„Sollte ich jedoch Unterstützer oder Sponsoren finden, die sich an den Kosten beteiligen, werde ich auf jeden Fall versuchen, meine Europameistertitel von Sevilla zu verteidigen“, hofft der Athlet auf Unterstützung. Angesichts der Erfolge in Göteborg sollten potenzielle Sponsoren spätestens jetzt auf den sympathischen Sportler aus Höchst aufmerksam geworden sein.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 02.08.2010

Großer Bahnhof für Doppel-Weltmeister Stadler

bild
Gelnhausen-Höchst (re). Der SV Gelnhausen blickt mit Stolz auf seinen neuen Masters-Doppel-Weltmeister Josef Stadler. Der 26-jährige Wasserspringer gewann zweimal Gold und einmal Silber in seiner Altersklasse AK 25 bis 29 und trat damit in die Fußstapfen seines Trainers und Vorbilds Dörr, der vor zwei Jahren drei Goldmedaillen in Perth bei der dortigen Masters-WM gewann. Für Stadler ist dieser Erfolg sportlich und persönlich höher zu bewerten als die beiden Masters-Europameistertitel im vergangenen Jahr in Sevilla. Der Lohn dafür: Ein großer Empfang im Garten von Familie Stadler für ihn und seine Vereinkameradin Eva Schübel. Sogar die Gelnhäuser Stadtverordnetenvorsteherin Doris-Maria Viel, Bürgermeister Thorsten Stolz und Stadtrat Ludwig Sinsel gratulierten persönlich. (Foto:re)


Gelnhäuser Neue Zeitung, 02.08.2010

Zweites Gold für Stadler

Masters-WM der Wasserspringer in Göteborg

bild
Göteborg/Gelnhausen (re). Für den Gelnhäuser Wasserspringer Josef Stadler ist Göteborg zur Goldburg geworden. Zum zweiten Mal kam der Gelnhausen-Höchster Stadler am vergangenen Freitag ganz oben auf das Treppchen bei der Masters-WM der Wasserspringer in der zweitgrößten schwedischen Stadt.
Mit einer überzeugenden Leistung gewann Stadler mit am Ende über 300 Punkten vom Turm, nachdem er bereits Gold vom Drei-Meter-Brett und Silber vom Ein-Meter-Brett errang. Am Ende betrug der Vorsprung bei dem letzten Wettkampf der Altersklasse 24-29 gute 20 Punkte vor seinem direkten Konkurrenten. Stadler konnte damit verdient auch diese Goldmedaille in seine Heimatstadt Gelnhausen holen. Gestern gaben Stadlers Familie, Freunde und Vereinsmitglieder des Schwimmvereins Gelnhausen dem nach Dieter Dörr erfolgreichsten Gelnhäuser Springer aller Zeiten mit einen kleinen Empfang.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 31.07.2010

Sensationell Gold geholt

Stadler gewinnt Gold und Silber bei WM in Schweden

bild
Gelnhausen (re). Doppelter Triumph für den Gelnhäuser Wasserspringer Josef Stadler bei der Masters-Weltmeisterschaft in Göteborg (Schweden). Stadler gewann Gold vom Dreimeter-Brett und Silber vom Einmeter-Brett.
In der Altersklasse 25 bis 29 Jahre gewann Stadler nach sieben Sprüngen im Vallhallha-Bad Gold vom Dreimeter-Brett. Dabei erzielte er eine Gesamtpunktzahl von 349 Punkten und distanzierte seine Mitkonkurrenten mit knapp 50 Punkten Vorsprung deutlich.
Vereinskameradin Eva Schübel wurde vom Einmeter-Brett Achte in der Altersklasse 50 bis 54 Jahre. Nach dem sensationellen Weltmeistertitel Stadlers legte der Springer am zweiten Tag nach und gewann vom Einmeter-Brett die Silbermedaille. Vier Springer kämpften leidenschaftlich um die drei begehrten Medaillenplätze, und es entwickelte sich ein spannender Wettkampf.
Am Ende siegte der Italiener Emiliano Boldacchini knapp vor Josef Stadler. Stadler zeigte bei diesem Wettkampf fünf sehr gute Sprünge, bei zwei Sprüngen gab es leichte Abzüge, sodass der Italiener mit seinen sieben Topsprüngen knapp gewinnen konnte.
SVG- Springerin Eva Schübel wurde in der Altersklasse 50 bis 54 vom Dreimeter-Brett gute Achte bei dieser Masters-WM. Sie hat ihre Sprünge gut zu Wasser gebracht, musste sich aber der enorm starken Konkurrenz beugen.
Heute wird Schübel zum Abschluss mit der Frankfurt-Hoechsterin Susanne Bayer im Synchronsprungwettbewerb an den Start gehen.
Die sensationellen Erfolge bei den Masters-Weltmeisterschaften werden Verwandte, Vereinskameraden und Freunde des Gelnhausen-Höchsters Josef Stadler am Sonntag Nachmittag ab 18 Uhr angemessen würdigen mit einem spontan organisierten Empfang im elterlichen Garten.
Im vergangenen Jahr konnte Stadler zweifacher Europameister werden. Die beiden Masters-Europameister-Titel hat der Ausnahmespringer, der von Dieter Dörr und Rudi Altmann. der im letzten Jahr leider verstorben ist, über viele Jahre trainiert wurde, nun bei diesen Weltmeisterschaften unerwartet noch steigern können.
Entsprechend groß der Jubel bei seiner Familie, seinen Freunden und im Schwimmverein Gelnhausen.


Gelnhäuser Tageblatt, 30.07.2010

Stadler ist Masters-Weltmeister
SVG-Ass holt in Schweden den Titel vom 3-Meter-Brett

bild
Gelnhausen (gt). Mit einem tollen Erfolg startete Josef Stadler vom SV Gelnhausen in die Masters-Weltmeisterschaft der Wasserspringer in Schweden.
Gleich in seinem ersten Wettkampf im Vallhallha Bad in Göteburg glänzte Stadler mit einer tollen Leistung. Mit sieben hervorragenden Sprüngen vom 3 m Brett, in der Altersklasse 25 bis 29, den Titel der Masters-Weltmeisterschaft. In seinem Wettkampf konnte der in Höchst beheimatete Wasserspringer eine Gesamtpunktzahl von 349 Punkten erkämpfen, seine sechs Mitkonkurrenten mit knapp 50 Punkten Vorsprung deutlich distanzieren und wurde damit unangefochten Sieger des Wettkampfes.
Dieser tolle Erfolg war ein hervorragender Einstieg in die Wettkämpfe, bei denen Josef Stadler noch vom 1m Brett und vom Turm starten wird. Auch hier wird er mit seiner bestechenden Form sicher um die Medaillen mitkämpfen können.
Auch die zweite Teilnehmerin des SV Gelnhausen, Eva Schübel, hat schon in das Wettkampfgeschehen eingegriffen. Ihren ersten Wettkampf hat sie vom 1 m Brett bestritten. In dem starken Teilnehmerfeld konnte sich Eva Schübel gut behaupten, auch wenn nicht alle ihre Wettkampfsprünge optimal gelangen. Schübel beendete den Wettkampf in der Altersklasse 50 bis 54 mit einem beachtlichen achten Platz.

 2008

Bericht, 15.06.2008

SVG-Masters in Topform
3 Weltmeistertitel der Masters für Dieter Dörr und Eva Schübel zweimal auf Platz 5

bild
Die Aktiven Eva Schübel und Dieter Dörr vertraten die Farben des SVG in Down-Under bei der Masters WM in Perth, der Hauptstadt von Western Australien. In der Millionenmetropole waren rund 5000 Masters in allen Altersklassen im Schwimmen, Wasserball, Synchronschwimmen, Freiwasser-Schwimmen und Wasserspringen am Start.
Die beiden Gelnhäuser reisten bereits eine Woche vor den Wettkämpfen an, um sich optimal auf den Wettkampf vorbereiten zu können. Eva Schübel musste gleich am ersten Wettkampftag vom 1 m Brett an den Start und hatte in der Altersklasse 45-49 stärkste Konkurrenz aus England, Holland, Ungarn und USA gegen sich. Die Gelnhäuserin startete gut in den Wettkampf und kämpfte um jeden Punkt. Am Ende ersprang sie sich 153,53 Punkte und wurde gute Fünfte dieses Wettkampfes.
Am nächsten Tag stieg Dieter Dörr in die Wettkämpfe ein und ging vom 3 m Brett an den Start. Gleich mit seinem ersten Sprung legte er Wertungen über 8 Punkte vor und setzte seine Konkurrenz damit mächtig unter Druck. Sprung um Sprung glänzte Dörr mit hervorragender Ausführung seiner Sprünge und nach sechs Durchgängen hatte er seine Mitstreiter mit 322,35Punkten klar distanziert und mit deutlichem Vorsprung seinen ersten Weltmeistertitel in der Altersklasse 50-54 gewonnen.
Kurz nach diesem Erfolg musste Eva Schübel ebenfalls vom 3 m Brett starten. Mit Wertungen um 7 Punkten für ihren ersten Sprung eröffnete Eva den Wettkampf und legte Sprung um Sprung schöne Ausführungen vor. Bis zum dritten Durchgang konnte die Gelnhäuserin gut mithalten. Eine leichte Schwäche in der vierten Runde kostet sie wertvolle Punkte .Ihre letzten beiden Sprünge gelangen Eva wieder gut und am Ende fehlten ihr gerade mal 20 Punkte auf einen Medaillenrang und sie wurde mit 185,70 Punkten wieder Fünfte der sehr starken Damenkonkurrenz der Altersklasse 45-49. Eine tolle Leistung gelang Eva in diesem Wettkampf, so Dieter Dörr, auf die Sie zu recht sehr stolz sein kann.
Dörr musste am nächsten Tag vom 1 m Brett zeigen was er kann und eröffnete seine Sprungserie gleich wieder mit zwei super Sprüngen. Die Springer seiner Altersklasse aus Indien, England, Kroatien, der Ukraine und der USA konnten hier nicht gegenhalten. Der Gelnhäuser baute Sprung um Sprung seinen Vorsprung aus und wurde nach sechs Sprüngen mit teilweise Höchstwertungen bis 9 Punkte wieder eindeutiger Sieger und sicherte sich damit seinen zweiten Weltmeistertitel in seiner Altersklasse 50-54.
Auch vom Turm hatte Dörr gemeldet und sprang nach zwanzigjähriger Wettkampfpause erstmals wieder einen Wettkampf in dieser Disziplin. Der Olympiasechster von Los Angeles konnte seine ganze Erfahrung ausspielen und glänzte mit gelungenen Sprüngen. Nach sechs Durchgängen hatte Dieter rund 40 Punkte Vorsprung und sicherte sich den dritten Weltmeistertitel in seiner Altersklasse.
Nach Abschluss der Wettkämpfe traten die Gelnhäuser direkt am nächsten Tag die über zwanzigstündige Rückreise an und waren völlig überrascht dass der Pressewart des SV Gelnhausen, Rolf Kunert, gemeinsam mit Dieters Ehefrau Petra und Sohn Patrick als Empfangskomitee am Flughafen bereitstanden. Noch größer wurde die Überraschung für Dieter Dörr als er Zuhause in Gelnhausen Roth ankam und zahlreiche Mitglieder des Vorstandes des SVG, seine Trainerkollegen und Springer/innen, Freunde, Nachbarn und seine Familie ihn mit zwei großen Transparenten, einem selbstgemachten Lorbeerkranz und einer überdimensionalen Goldmedaille empfingen und mit ihm seine drei Weltmeistertitel feierten. Der überraschende Empfang zog sich bei bester Stimmung bis in den späten Nachmittag und war der glänzende Abschluss eines „goldigen“ Ausfluges nach Down-Under der Eva Schübel und Dieter Dörr sicher in guter Erinnerung bleiben wird. Zu den Bildern


Gelnhäuser Tageblatt, 29.04.2008

Müller: Dörr ist ein großes Vorbild

GELNHAUSEN (gt). Der Vorsitzendedes Schwimmvereins Gelnhausen. Dr. Rolf Müller, hat den frisch gebackenen dreifachen Masters-Weltmeister im Wasserspringen, Dieter Dörr, als ein „großes sportliches und menschliches Vorbild“ gewürdigt. Neben seinen sportlichen Erfolgen als zweifacher Olympia-Teilnehmer, Weltklasse-Athlet und 39-facher Deutscher Meister sei es vorbildlich, wie sich Dieter Dörr ehrenamtlich als Trainer und Übungsleiter im Verein engagiere und sein großes Wissen und seine riesige Erfahrung an junge Sportler und im Vorstand weiter gebe. „Dieter Dörr gibt im idealistischen Sinne vieles von dem an seinen Verein zurück, was er in seiner früheren
An Verein zurückgeben Karriere von diesem Verein selbst bekommen hat. Das macht ihn zu einem Vorbild in einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement und Dankbarkeit nicht immer Hochkonjunktur haben“, sagte Rolf Müller. Dieter Dörr sei ein herausragendes prominentes Beispiel für die Zielsetzung von Vereinen, ehemalige Aktive dafür zu gewinnen, nach ihrer sportlichen Laufbahn ihrem Verein nicht adieu zu sagen, sondern sich aktiv als Funktionäre, Trainer oder Übungsleiter weiterhin zu engagieren. In diesem Prinzip liege die Zukunfts- und Überlebensfähigkeit von Vereinen. Er sei stolz darauf, dass es im Schwimmverein Gelnhausen gelungen sei, dass über 65 Prozent der Vorstandsmitglieder ehemalige Sportler seien, die auch ihre Wurzeln im SVG hätten, betonte Müller.


Gelnhäuser Tageblatt, 26.04.2008

„Dieter, Du bist der Größte“
Empfang für den dreifachen Senioren-Weltmeister Dieter Dörr in Roth – Nachbarn und Schwimmverein feiern mit

bild
GELNHAUSEN (ra). Etwas bescheiden machte Dieter Dörr gestern einen Diener vor den Mitgliedern des Schwimmvereins Gelnhausen und seinen Nachbarn in Roth. Dabei war gar keine Zurückhaltung angebracht: Der 50-Jährige kehrte nämlich nach 22-stündigem Flug von Australien über Dubai nach Frankfurt hoch dekoriert von der Weltmeisterschaft aus dem australischen Perth zurück. Er gewann das Masters sowohl vom Ein- und Drei-Meterbrett als auch überraschend vom Zehn-Meter-Turm.
„Dieter, Du bist der Größte“ stand auf einem Plakat, dass der Schwimmverein Gelnhausen in Dörrs Garten aufstellte. Seine Freunde Brigitte, Walter, Margret, Klaus, Dany, Helga und Arnim hatten direkt daneben den überdimensionalen Schriftzug „Ein Hoch dem Weltmeister“ auf ein Laken geschrieben. Und die Pressesprecherin des Schwimmvereins, Anja Kunert, hängte ihm eine große Goldmedaille aus Pappe um den Hals. Die Söhne Tim (20) und Patrick (22) sowie Ehefrau Petra dürfen zu recht ganz stolz sein. Sein Trainer Rudi Altmann, der ihn seit 1971 begleitet, strahlte ebenfalls über das ganze Gesicht: „Nach seinen Erfolgen bei der europäischen Masters in Slowenien habe ich erwartet, dass er auch in Australien Titel gewinnt.“ Der 74-Jährige spricht seinem Schützling Dieter Dörr ein Zeugnis mit der Note „sehr gut“ aus. „Der Dieter hat eine extrem gute, turnerische Ausbildung. Eine gute Geschicklichkeit, einen guten Körperbau und eine ebenso exzellente Orientierung. Er hat fast alles, was man bei anderen Springern auf der Welt lange suchen muss.“ Rudi Altmann, der in Langenselbold wohnt, war es auch, der den Röther Ausnahmeathlet an das Turmspringen herangeführt hat.
Und immer wieder muss Dieter Dörr Glückwünsche von Nachbarn oder Vereinsmitgliedern entgegen nehmen. „Dieter, wir wollen mit dir anstoßen“, ruft jemand aus der Küche. Bevor er das Glas erheben kann, schildert der 50-Jährige im Gespräch mit dem Gelnhäuser Tageblatt seine Eindrücke.
„Ich fühle mich prima. Eigentlich bin ich auch ganz locker nach Australien geflogen. So mit dem Gefühl, dass es vom Ein- und Drei-Meter-Brett ganz gut klappt. Darauf habe ich mich auch gut vorbereitet. Weil wir in Gelnhausen für das Turmspringen keine Trainingsmöglichkeiten haben, war ich da eher skeptisch. Leider habe ich mir auch noch eine Bizepszerrung geholt. Es lief aber einfach alles super zusammen.“ Dieter Dörr ist so erfahren, dass er natürlich seine Konkurrenten genau beobachtete. Lediglich ein Amerikaner und ein Kroate hätten ihm beim Turmspringen gefährlich werden können. Dörr: „Ich hatte aber das Glück, das meine Wettkampfserien immer mit 8,5 bis neun Punkten anfingen. Mit diesen Sprüngen habe ich meine Gegner unter Druck gesetzt und mir selbst keine Fehler erlaubt. Deshalb bin ich dreifacher Weltmeister geworden. Trotzdem bin ich von diesem Empfang hier überrascht. Das habe ich nicht erwartet.“ Die Reise zu der Senioren-Weltmeisterschaft war übrigens ein Geschenk der Familie und Freunden zu seinem 50. Geburtstag. Vielleicht gibt es ja auch einen dreifachen Weltmeister mit 60 Jahren. „Das hängt davon ab, ob ich gesund bleibe und das mit den Terminen passt. Ich bin zu meiner aktiven Zeit viel gereist, jetzt hat die Familie Vorrang“, sagt der dreimalige Weltmeister.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 26.04.2008

Rauschender Empfang für Weltmeister Dörr
Gestern Abend: Schwimmverein lässt seine Ikone hochleben

bild
Gelnhausen-Roth (woe). Mit Transparenten, Blumen und einer überdimensionalen Goldmedaille aus Wellpappe empfingen Familie, Freunde und Vertreter des Schwimmvereins gestern den dreifachen Weltmeister Dieter Dörr.
Freunde und Sportler warteten geduldig auf die Rückkehr der heimischen Sport-Ikone, der sich im australischen Perth gleich drei Weltmeistertitel gesichert hatte (die GNZ berichtete).
Die Maschine landete verspätet auf dem Frankfurter Flughafen, Staus auf der Autobahn sorgten für weitere Verzögerungen. Als der Weltmeister endlich eintraf, freute er sich über die gelungene Überraschung. „DieterDörr, du bist der Größte“, lautete die Aufschrift auf dem Transparent des Schwimmvereins. Alle freuten sich riesig über den sportlichen Erfolg und gratulierten herzlich.


Gelnhäuser Tageblatt, 25.04.2008

Dörr ist dreifacher Weltmeister
50-jähriger Vorzeigeathlet des SV Gelnhausen gewinnt bei der Masters-WM in Perth dreimal Gold in seiner Altersklasse

bild
GELNHAUSEN (ka). Dieter Dörr vom SV Gelnhausen hat seine große Karriere im Wasserspringen spektakulär veredelt. Der 50-Jährige aus Roth gewann im australischen Perth bei den Weltmeisterschaften der Masters sowohl vom Ein- und Drei-Meterbrett als auch überraschend vom Zehn-Meter-Turm die Goldmedaille seiner Altersklasse AK50-54.
„Wir sind stolz auf unseren unermüdlichen, genialen, erfahrenen und super erfolgreichen Vorbildspringer“, strahlte gestern SVG-Sprecher Rolf Kunert. Vom Drei-Meterbrett war die Entscheidung am deutlichsten. Mit sagenhaften 80 Punkten Vorsprung gewann Dörr vor seinen Konkurrenten. 60 Punkte Vorsprung waren es vom Ein-Meterbrett, die Dieter Dörr zum Weltmeistertitel der Masters von diesem Brett katapultierten. Knapper ging es vom Zehn-Meter-Turm zu. Dörr, der sich vorher nicht festlegen wollte, ob er vom Turm überhaupt antreten wird, trat an und siegte mit 40 Punkten Vorsprung und holte somit alle drei möglichen Titel in seiner Altersklasse in Down Under.
„Der Schwimmverein Gelnhausen gratuliert seinem uneingeschränkten Superstar in Sachen Wasserspringen und ist höchst erfreut, einen Sprungtrainer in seinen Reihen zu haben, der mit 50 Jahren leuchtendes Vorbild für die Kinder und Jugendlichen und darüber hinaus zu Leistungen imstande ist, die ihresgleichen suchen in der Welt“, fasste Kunert die Begeisterung in Reihen des SV Gelnhausen gestern in Worte. „Der Vorstand des Schwimmvereins gratuliert seinem Vorstandsmitglied Dieter Dörr von ganzem Herzen und ist hocherfreut, einen Ausnahmesportler seit vielen Jahren in seinen Reihen haben zu dürfen.“ Heute Empfang Heute kehrt der dreifache Weltmeister aus Australien zurück, seine drei Goldmedaillen im Gepäck. Um 13.15 Uhr landet Dörr mit einer Lufthansamaschine aus Dubai kommend in Frankfurt. „Der Schwimmverein wird bei ihm zu Hause in der Straße Neue Siedlung 15 in Roth gegen 15 Uhr einen kleinen, würdigen und für Dieter Dörr überraschenden Empfang bereiten“, teilte Erika Bill vom SVG mit.


Gelnhäuser Neue Zeitung, 25.04.2008

Dreifach-Weltmeister Dörr
Weltklasse-Springer aus Roth „fegt“ Konkurrenz von Brett und Turm

bild
Gelnhausen/Perth (re). Der Schwimmverein Gelnhausen ist stolz ist auf seinen neuen Weltmeister. Deutschlands Wasserspringer-Legende Dieter Dörr (50) aus Gelnhausen ist in Perth (Australien) bei den Weltmeisterschaften der Masters im Wasserspringen sowohl vom Einmeterbrett, Dreimeterbrett als auch vom Zehnmeterturm überraschend Weltmeister seiner Altersklasse (AK 50 bis 54) geworden.
Vom Dreimeterbrett war die Entscheidung am deutlichsten. Mit sagenhaften 80 Punkten Vorsprung gewann Dörr vor seinen Konkurrenten. 60 Punkte Vorsprung waren es vom Einmeterbrett, die Dieter Dörr zum Weltrneistertitel der Masters von diesem Brett katapultierten. Knapper ging es vom Zehnmeterturm zu.
Dörr, der sich vorher nicht festlegen wollte, ob er vom Turm überhaupt antreten wird, trat an und siegte mit 40 Punkten Vorsprung und holte somit alle drei möglichen Titel in seiner Altersklasse in Down Under.
Der Vorstand des Schwimmvereins Gelnhausen gratulierte umgehend „seinem uneingeschränkten Superstar in Sachen Wasserspringen“, wie es Pressesprecher Rolf Kunert ausdrückte, und ist höchsterfreud einen Sprungtrainer in seinen Reihen zu haben, der mit 50 Jahren leuchtendes Vorbild für die Kinder und Jugendlichen und darüber hinaus zu Leistungen imstande ist, die ihresgleichen suchen in der Welt. Dörr wird heute um 13.15 Uhr mit der Lufthansamaschine aus Dubai in Frankfurt eintreffen.


Gelnhäuser Tageblatt, 17.04.2008

Dieter Dörr und Eva Schübel starten bei der Masters-WM
Wasserspringer-Duo nimmt die Herausforderung in Australien an

bild
Gelnhausen (re). Zwei Springer des Sehwimmvereins Gelnhausen nehmen an den diesjährigen FINA-World-Masters 2008 im fernen Australien teil. Der aktuelle Masters-Europameister vom Ein- und Drei-Meter-Brett, Dieter Dörr, sowie Eva Schübel vom SVG, wollen sich in Perth an der australischen Westküste in den nächsten Tagen mit den besten Springern aus aller Welt in ihrer Altersklasse messen.
Am vergangenen Samstag reisten die beiden erfolgreichen Springer ohne ihren Trainer Rudi Altmann auf die andere Seite der Welt. Seit einigen Monaten konnte man die drei Aushängeschilder des erfolgreichen Gelnhäuser Wasserspringens gemeinsam in der Gelnhäuser Schwimmhalle hart für das Ereignis trainieren sehen. Nach dem erfolgreichen Abschneiden bei der Masters-Europameisterschaft 2007 in Slovenien, wo er beide Titel holte, erhofft sich Dieter Dörr gute Chancen auf eine Medaille oder mehr bei diesen Masters-Weltmeisterschaften. Er zählt auf alle Fälle zum Favoritenkreis in der Altersklasse AK 50-54 für das Ein- und Drei-Meter-Brett.
Medaillen-Chance Dörr setzt dabei auf seine exzellente Technik, seine Routine und vor allem seine fast legendäre Wettkampferfahrung als 39-facher Deutscher Meister, 40-facher Vizemeister, 38-facher Süddeutscher Meister, 74-maliger Hessenmeister, jeweils in der nationalen offenen Klasse. Internationale Erfolge in der offenen Wertung feierte Dörr als Bronzemedaillengewinner bei den Europameisterschaften von 1985 in Sofia und als zweifacher Olympiateilnehmer 1976 in Montreal und 1984 in Los Angeles. 1980 war Dörr für die Olympischen Spiele in Moskau nominiert, wegen des damaligen Boykotts konnte er nicht teilnehmen.
Nicht zuletzt seine internationalen Masters-Erfolge von 1993 als Europameisterschaftszweiter und Masters-Weltmeister 2000 in München vom Ein-Meter-Brett und Vizeweltmeister vom Drei-Meter-Brett machen Dörr zu einem der heißen Medaillenkandidaten.
Eva Schübel ist seit 2007 für den SV Gelnhausen startberechtigt und kann ebenfalls auf eine beachtliche Karriere als Masters-Springerin schauen. 2004 wurde Schübel Deutsche Masterssiegerin vom Ein-Meter-Brett, 2005 vom Drei-Meter-Brett. Beide Deutsche Meister-Titel holte sie dann 2006. International konnte sie bei den FINA World Masters in Stanfort/USA vor zwei Jahren einen beachtlichen 13. Platz erreichen. Dieses Jahr in Perth erhofft sie sich eine Platzierung unter den Top 10 der Welt in ihrer Altersklasse. Sie wird sowohl vom Ein-Meter-Brett als auch vom Drei-Meter-Brett für den SVG starten. Die Gelnhäuser, allen voran Trainer Rudi Altmann, drücken beiden Springern die Daumen für die vom 20. April bis 23. April durchgeführten Sprungwettbewerbe. Im Internet können Interessierte und Fans unter www.2008finamasters.org alle Wettkämpfe und Ergebnisse verfolgen.

top